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Traditionelles liturgisches Gewand mit goldenem Kelch

Liturgie aus der Überlieferung.

Die Grundgestalt der Messe reicht bis in die ersten Jahrhunderte zurück. Über die apostolischen Wurzeln der Liturgie und ihre Entwicklung in der Kirche.

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Der apostolische Ursprung der Liturgie

Die Feier der Eucharistie geht auf den Auftrag Jesu beim Letzten Abendmahl zurück: «Tut dies zu meinem Gedächtnis!» (Lk 22,19). Die Apostelgeschichte berichtet über die erste Gemeinde in Jerusalem: «Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten» (Apg 2,42). Das «Brechen des Brotes» ist einer der frühesten Namen für die Eucharistie (vgl. KKK 1329, 1342).

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Die frühchristlichen Zeugnisse

Justin der Märtyrer beschreibt um die Mitte des 2. Jahrhunderts eine Sonntagsfeier mit Schriftlesung, Predigt, Fürbitten, Gabenbereitung, Dankgebet und Kommunion. Ihr Ablauf entspricht in den Grundzügen der heutigen Messe (1. Apologie 65–67; vgl. KKK 1345). Die Didache (um 100 n. Chr.) enthält eine trinitarische Taufformel und Gebete zur Eucharistie. Die sogenannte Traditio Apostolica überliefert eines der ältesten bekannten Hochgebete. Sie wird traditionell Hippolyt von Rom (um 215) zugeschrieben; Verfasserschaft und Datierung sind in der Forschung umstritten. Ihr Hochgebet diente als Vorlage für das heutige Zweite Hochgebet.

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Warum die Grundgestalt erhalten blieb

Die Kirche versteht die Liturgie nicht als eigene Erfindung, sondern als Feier, die sie empfangen hat. In ihr wirkt Christus selbst, und die irdische Liturgie nimmt teil an der himmlischen (SC, Nr. 8; vgl. KKK 1090). Deshalb hat die Kirche die wesentlichen Elemente der Messe über die Jahrhunderte bewahrt, während sich Gebetstexte, Gesänge und Riten im Einzelnen weiterentwickelt haben. Nach der Lehre des Konzils enthält die Liturgie «einen kraft göttlicher Einsetzung unveränderlichen Teil und Teile, die dem Wandel unterworfen sind» (SC, Nr. 21).

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Organische Entwicklung

Für die Erneuerung der Liturgie bestimmt Sacrosanctum Concilium: «Schließlich sollen keine Neuerungen eingeführt werden, es sei denn, ein wirklicher und sicher zu erhoffender Nutzen der Kirche verlange es. Dabei ist Sorge zu tragen, daß die neuen Formen aus den schon bestehenden gewissermaßen organisch herauswachsen» (Nr. 23). Die Päpste seit dem Konzil verstehen die Liturgiereform als Umsetzung dieses Auftrags. Wie weit die nachkonziliare Reform diesem Maßstab im Einzelnen entspricht, wird in der Theologie unterschiedlich beurteilt.

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Ost und West: gemeinsame Wurzeln

Seit der Spätantike haben sich in Ost und West verschiedene liturgische Familien entwickelt, etwa der römische, der byzantinische, der syrische und der koptische Ritus. Sie unterscheiden sich in Sprache, Gebetstexten und Zeremonien, teilen aber die Grundgestalt von Wortgottesdienst und Eucharistiefeier. Das Konzil würdigt die Ostkirchen: In ihren Einrichtungen und liturgischen Bräuchen «leuchtet ja eine Überlieferung auf, die über die Kirchenväter bis zu den Aposteln zurückreicht. Sie bildet ein Stück des von Gott geoffenbarten und ungeteilten Erbgutes der Gesamtkirche» (Orientalium Ecclesiarum, Nr. 1).

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Sacrosanctum Concilium und die Treue zur Tradition

Das Konzil bestimmt: «Deshalb darf durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern» (SC, Nr. 22 § 3). Papst Franziskus erinnert daran, dass die Liturgie nach dem Konzil «der Höhepunkt [ist], dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich die Quelle, aus der all ihre Kraft strömt», und betont, dass die Annahme des Konzils und die Annahme der aus Sacrosanctum Concilium hervorgegangenen Liturgiereform zusammengehören (vgl. Desiderio Desideravi, Nr. 31).

Häufige Fragen zur liturgischen Tradition

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