
Das Messopfer.
Quelle und Höhepunkt.
In der heiligen Messe wird das Kreuzesopfer Christi gegenwärtig. Das Konzil nennt das eucharistische Opfer «Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens» (Lumen Gentium, Nr. 11).
Was geschieht in der heiligen Messe?
Die heilige Messe ist mehr als ein Erinnerungsmahl. Sie ist die sakramentale Vergegenwärtigung des einen Kreuzesopfers Christi (KKK 1366–1367). Das Konzil von Trient lehrt: «In diesem göttlichen Opfer, das in der Messe vollzogen wird, [ist] jener selbe Christus enthalten und [wird] unblutig geopfert …, der auf dem Altar des Kreuzes ein für allemal sich selbst blutig opferte» (DH 1743; KKK 1367). Zugleich ist die Messe das Gedächtnismahl, in dem die Gläubigen den Leib und das Blut Christi empfangen (KKK 1382). Papst Johannes Paul II. beginnt seine Enzyklika Ecclesia de Eucharistia mit dem Satz: «Die Kirche lebt von der Eucharistie» (Nr. 1).
Der Aufbau: Wortgottesdienst und Eucharistiefeier
Die Messe gliedert sich in zwei Hauptteile, den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier. Sie sind so eng miteinander verbunden, dass sie eine einzige gottesdienstliche Handlung bilden (vgl. SC, Nr. 56; Grundordnung des Römischen Messbuchs, Nr. 28). Hinzu kommen Eröffnung und Abschluss.
Die Realpräsenz: «Das ist mein Leib»
Die katholische Kirche lehrt, dass Jesus Christus in der Eucharistie wahrhaft, wirklich und substanzhaft gegenwärtig ist, mit Leib und Blut, Seele und Gottheit. Das Konzil von Trient hat definiert, dass im heiligsten Sakrament der Eucharistie «wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten» ist (DH 1651; KKK 1374).
Die Schönheit der Messfeier
Papst Benedikt XVI. schreibt: «Die Beziehung zwischen geglaubtem und gefeiertem Mysterium zeigt sich in besonderer Weise im theologischen und liturgischen Wert der Schönheit» (Sacramentum Caritatis, Nr. 35). Sacrosanctum Concilium bestimmt: «Die Riten mögen den Glanz edler Einfachheit an sich tragen» (Nr. 34).
Das Opfer der ganzen Kirche
Die Messe ist das Opfer der ganzen Kirche, nicht allein des Priesters. «Die Eucharistie ist auch das Opfer der Kirche» (KKK 1368): Die Kirche nimmt am Opfer ihres Hauptes teil und vereinigt sich mit seiner Fürbitte beim Vater. Das Konzil wünscht, dass die Gläubigen die heilige Handlung «bewußt, fromm und tätig mitfeiern» und die Opfergabe «nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm» darbringen (Sacrosanctum Concilium, Nr. 48).
Der Ablauf der heiligen Messe
Die Messe besteht aus Wortgottesdienst und Eucharistiefeier, gerahmt von Eröffnung und Entlassung. Klicken Sie auf einen Schritt, um die Erklärung zu lesen. Grundlage ist die Grundordnung des Römischen Messbuchs (GRM).
Der Priester und die liturgischen Dienste ziehen zum Altar ein, begleitet vom Einzugslied oder dem Introitus. Die Gemeinde steht. Der Einzug versinnbildlicht das pilgernde Gottesvolk, das sich zur Feier des Mysteriums versammelt.
Häufige Fragen zur heiligen Messe
Die Messe mitfeiern
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