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Das Kirchenjahr.
Im Rhythmus des Heils.

Im Kreislauf des Jahres entfaltet die Kirche das ganze Mysterium Christi, von der Erwartung seiner Ankunft bis zur Sendung des Heiligen Geistes.

01

Der Kreislauf des Jahres

Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt: «Im Kreislauf des Jahres entfaltet sie das ganze Mysterium Christi von der Menschwerdung und Geburt bis zur Himmelfahrt, zum Pfingsttag und zur Erwartung der seligen Hoffnung und der Ankunft des Herrn» (SC, Nr. 102). Der Sonntag als Tag der Auferstehung ist «Fundament und Kern des ganzen liturgischen Jahres» (SC, Nr. 106; vgl. KKK 1166–1167).

02

Advent und Weihnachten

Der Advent umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten und hat einen doppelten Charakter: Er bereitet auf das Fest der ersten Ankunft des Sohnes Gottes vor und lenkt zugleich den Blick auf seine Wiederkunft am Ende der Zeiten (Grundordnung des Kirchenjahres, Nr. 39). Weihnachten feiert die Menschwerdung: «Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt» (Joh 1,14).

03

Fastenzeit – Vierzig Tage der Umkehr

Die Fastenzeit (österliche Bußzeit) beginnt am Aschermittwoch und dauert bis zur Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag (Grundordnung des Kirchenjahres, Nr. 28). Nach Sacrosanctum Concilium hat sie die doppelte Aufgabe, die Gläubigen durch Tauferinnerung oder Taufvorbereitung und durch Buße auf die Feier des Pascha-Mysteriums vorzubereiten (vgl. Nr. 109). Das Halleluja entfällt in der ganzen Fastenzeit. Das Gloria entfällt ebenfalls, außer an Hochfesten und Festen, etwa am Hochfest des heiligen Josef und am Hochfest der Verkündigung des Herrn.

04

Die Karwoche – Im Schatten des Kreuzes

Die Karwoche beginnt mit dem Palmsonntag. Mit der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag (Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums) beginnen die drei österlichen Tage vom Leiden, Sterben und von der Auferstehung des Herrn. Am Karfreitag wird die Feier vom Leiden und Sterben Christi gehalten, am Karsamstag verweilt die Kirche am Grab des Herrn. An beiden Tagen wird keine Messe gefeiert; die Osternacht gehört bereits zum Ostersonntag. Der Katechismus lehrt: «Der Kreuzestod ist das einmalige Opfer Christi, des ‹einzigen Mittlers zwischen Gott und den Menschen›» (KKK 618; vgl. 1 Tim 2,5).

05

Ostern – Das Fest aller Feste

Der heilige Augustinus nennt die Osternacht «die Mutter aller heiligen Vigilien» (Sermo 219; vgl. Grundordnung des Kirchenjahres, Nr. 21). Sie umfasst die Lichtfeier mit dem Exsultet, den Wortgottesdienst mit bis zu sieben Lesungen aus dem Alten Testament, Gloria, Epistel und Evangelium, dann die Tauffeier und die Eucharistiefeier. Die fünfzig Tage der Osterzeit bis Pfingsten werden «als ein einziger Festtag, ja als ‹der große Sonntag›» gefeiert (Grundordnung des Kirchenjahres, Nr. 22); den Ausdruck «großer Sonntag» übernimmt die Grundordnung vom heiligen Athanasius.

06

Die Zeit im Jahreskreis und Heiligenfeste

Die «Zeit im Jahreskreis» umfasst 33 oder 34 Wochen; die liturgische Farbe ist Grün (Grundordnung des Kirchenjahres, Nr. 43). In den Kreislauf des Jahres hat die Kirche auch die Gedenktage der Heiligen eingefügt. In ihnen «verkündet die Kirche das Pascha-Mysterium in den Heiligen, die mit Christus gelitten haben und mit ihm verherrlicht sind» (SC, Nr. 104). Im Jahreskreis liegen auch Herrenfeste wie Dreifaltigkeitssonntag, Fronleichnam und Christkönig sowie Marien- und Heiligenfeste wie Mariä Aufnahme in den Himmel und Allerheiligen.

Häufige Fragen zum Kirchenjahr

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