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Frau sitzt allein nachdenklich in einer Kirchenbank

Auf der Suche.
Nach Antworten.

Wer zweifelt und fragt, ist hier richtig.

01

Warum überhaupt Gott?

Ein klassisches Argument lautet: Alles, was zu existieren beginnt, hat eine Ursache. Die heutige Kosmologie beschreibt mit dem Urknallmodell eine Entwicklung des Universums aus einem sehr heißen, dichten Anfangszustand. Weil die Kette der Ursachen nicht ins Unendliche zurückgehen kann, schließt die philosophische Tradition auf eine erste, unverursachte Ursache: ein Wesen, das aus sich heraus existiert. Thomas von Aquin sagt am Ende dieser Überlegung, dies sei es, was alle Gott nennen (Summa theologiae I, q. 2, a. 3). Hinzu kommt die Beobachtung, dass einige Naturkonstanten sehr genau aufeinander abgestimmt sind. Nach heutigen Modellen würden schon geringe Abweichungen Leben, wie wir es kennen, unmöglich machen. Die Kirche lehrt, dass der Mensch Gott mit dem natürlichen Licht der Vernunft aus der Schöpfung erkennen kann (vgl. KKK 31–36).

02

Warum gerade Jesus?

Dass Jesus von Nazaret gelebt hat, gilt in der Geschichtswissenschaft als gesichert. Neben den Schriften des Neuen Testaments erwähnen ihn oder die frühen Christen auch nichtchristliche Autoren: der jüdische Historiker Flavius Josephus, der römische Historiker Tacitus und Plinius der Jüngere. Der christliche Glaube an die Auferstehung stützt sich auf das Zeugnis der Apostel: das leere Grab, die Erscheinungen des Auferstandenen (vgl. 1 Kor 15,3–8) und die Verwandlung der Jünger. Männer, die nach der Kreuzigung verängstigt geflohen waren, verkündeten bald öffentlich, obwohl ihnen dafür Verfolgung und Tod drohten.

03

Warum die katholische Kirche?

Die katholische Kirche versteht sich als die von Christus gegründete Kirche, die in apostolischer Nachfolge steht: Die Bischöfe sind Nachfolger der Apostel, der Papst ist Nachfolger des Petrus (vgl. Lumen Gentium 20; KKK 861–862). Über zwei Jahrtausende hat sie eine reiche Denktradition hervorgebracht, von den Kirchenvätern über Thomas von Aquin bis in die Gegenwart. Weltweit unterhält sie zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen.

04

Widersprechen sich Glaube und Wissenschaft?

Naturwissenschaft und Glaube beantworten verschiedene Fragen. Die Wissenschaft fragt: Wie funktioniert die Welt? Der Glaube fragt: Warum gibt es überhaupt etwas, und welchen Sinn hat es? Der katholische Priester Georges Lemaître legte die Grundlage für die Urknalltheorie, der Augustinermönch Gregor Mendel gilt als Begründer der Vererbungslehre. Die Kirche lehrt: Weil derselbe Gott die Geheimnisse offenbart und dem Menschen das Licht der Vernunft gegeben hat, kann es zwischen Glauben und Vernunft niemals einen wahren Widerspruch geben (vgl. KKK 159).

Häufige Fragen

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