Bibel in einem Jahr · Tag 43 von 365

Num 8–10 · Mk 3

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Numeri 8

1Und der Herr redete zu Moses und sprach: 2Rede zu Aaron und sage ihm: Wenn du die sieben Lampen aussetzest, so soll der Leuchter auf der Südseite aufgestellt werden. Darum befiehl, dass die Lampen nach Norden gerichtet seien, gegen den Tisch der Schaubrote; auf die Seite, welche dem Leuchter gegenüber ist, sollen sie ihr Licht werfen. 3Und Aaron tat also und setzte die Lampen auf den Leuchter, wie der Herr dem Moses geboten hatte. 4Der Leuchter aber war so gearbeitet: Aus getriebener Arbeit war er von Gold, sowohl der mittlere Schaft, wie alles, was auf beiden Seiten der Röhren herauskam; nach dem Vorbilde, welches der Herr dem Moses gezeigt hatte, fertigte er den Leuchter an. 5Und der Herr redete zu Moses und sprach: 6Nimm die Leviten aus der Mitte der Söhne Israels und reinige sie 7nach diesem Verfahren: Sie sollen sich mit dem Wasser der Reinigung besprengen und alle Haare an ihrem Leibe abscheeren. Alsdann sollen sie ihre Kleider waschen, und rein sein, 8und einen Stier von der Herde nehmen, dazu das Speiseopfer von feinem Mehl, mit Öl angemacht; und du sollst einen zweiten Stier von der Herde zum Sündopfer nehmen, 9die Leviten vor das Zelt des Bundes treten lassen, und die ganze Gemeinde der Söhne Israels berufen. 10Wenn dann die Leviten vor dem Herrn stehen, sollen die Söhne Israels ihre Hände auf sie legen; 11und Aaron soll die Leviten als Gabe von Seiten der Söhne Israels vor dem Herrn darbringen, damit sie seinen Dienst verrichten. 12Die Leviten aber sollen ihre Hände auf die Köpfe der Stiere legen, von denen du einen als Sündopfer, den andern als Brandopfer dem Herrn zubereiten wirst, um für sie Fürbitte einzulegen. 13Alsdann sollst du die Leviten vor Aaron und seine Söhne stellen, und sie als dem Herrn geopfert weihen, 14und sie aus der Mitte der Söhne Israels absondern, dass sie mein seien. 15Darnach sollen sie in das Zelt des Bundes eintreten, mir zu dienen. Und also sollst du sie reinigen und zum Opfer für den Herrn weihen, denn sie sind mir von den Söhnen Israels zu eigen dargebracht; 16an Stelle der Erstgeborenen, welche den Mutterschoß in Israel öffnen, habe ich sie angenommen. 17Denn mir gehört alle Erstgeburt der Söhne Israels, von den Menschen wie vom Vieh. Seit dem Tage, an dem ich alle Erstgeburt im Lande Ägypten getötet habe, habe ich sie mir geheiligt, 18und habe die Leviten anstatt aller Erstgeborenen der Söhne Israels angenommen 19und sie Aaron und seinen Söhnen aus der Mitte des Volkes zu eigen gegeben, das sie mir statt Israels im Zelte des Bundes dienen und für sie beten, damit keine Strafe über das Volk komme, wenn sie es wagten, dem Heiligtume zu nahen. 20Und Moses und Aaron und die ganze Gemeinde der Söhne Israels taten an den Leviten, was der Herr dem Moses geboten hatte; 21und sie reinigten sich und wuschen ihre Kleider. Und Aaron brachte sie vor dem Herrn dar und betete für sie, 22dass sie gereinigt in das Zelt des Bundes zu ihrem Amte vor Aaron und seinen Söhnen eintraten. Wie der Herr dem Moses wegen der Leviten geboten hatte, so geschah es. 23Und der Herr redete zu Moses und sprach: 24Dies sind die Bestimmungen über die Leviten: Vom fünfundzwanzigsten Jahre an und darüber sollen sie eintreten, um im Zelte des Bundes Dienst zu tun. 25Und wenn sie das fünfzigste Jahr ihres Alters vollendet haben, sollen sie aufhören Dienst zu tun 26und sollen Diener ihrer Brüder im Zelte des Bundes sein, um Acht zu haben auf das, was ihnen befohlen wird, Dienst aber selbst sollen sie nicht verrichten. So sollst du über die Leviten verfügen und ihren Dienst bestimmen.

Numeri 9

1Der Herr redete zu Moses in der Wüste Sinai, im zweiten Jahre, nachdem sie aus dem Lande Ägypten ausgezogen waren, im ersten Monat, und sprach: 2Die Söhne Israels sollen das Phase zu seiner Zeit feiern, 3am vierzehnten Tage dieses Monats am Abend, nach allen für dasselbe geltenden Vorschriften und Satzungen. 4Und Moses gebot den Söhnen Israels, das Phase zu feiern. 5Da feierten sie es zu seiner Zeit, am vierzehnten Tage des Monats am Abend, am Berge Sinai. Allem gemäß, was der Herr dem Moses geboten hatte, taten die Söhne Israels. 6Und siehe, es waren einige wegen der Leiche eines Menschen unrein, so dass sie das Phase an diesem Tage nicht feiern konnten; diese traten zu Moses und Aaron 7und sprachen zu ihnen: Wir sind wegen der Leiche eines Menschen unrein; warum sollen wir verkürzt werden und nicht dem Herrn zu seiner Zeit unter den Söhnen Israels die Opfergabe darbringen dürfen? 8Da antwortete Moses ihnen: Wartet, dass ich erfrage, was der Herr betreffs eurer bestimmt. 9Und der Herr redete zu Moses und sprach: 10Sage den Söhnen Israels: Wer von eurem Volke wegen einer Leiche unrein ist, oder auf einer weiten Reise ist, soll dem Herrn das Phase feiern 11im zweiten Monat, am vierzehnten Tage des Monats am Abend; mit ungesäuertem Brot und wildem Lattich sollen sie es essen, 12und nichts davon übrig lassen bis zum Morgen, und kein Bein an ihm zerbrechen, und sollen alle Gebräuche des Phase beobachten. 13Ist aber jemand rein und nicht auf der Reise, und feiert dennoch das Phase nicht, dessen Seele soll aus seinem Volke weggetilgt werden, weil er dem Herrn nicht zu seiner Zeit sein Opfer dargebracht hat; er selbst soll seine Sünde tragen. 14Und wenn ein Fremder oder ein Ankömmling bei euch weilt, sollen sie dem Herrn das Phase nach seinen Vorschriften und Satzungen feiern. Ein Gesetz soll bei euch gelten, sowohl für den Ankömmling, wie für den Eingeborenen. 15An dem Tage also, an welchem das Zelt errichtet ward, bedeckte die Wolke dasselbe. Vom Abende aber bis zum Morgen war es über dem Zelte wie Feuerschein. 16So geschah es beständig; bei Tag bedeckte die Wolke dasselbe, und bei Nacht der Feuerschein. 17Wenn die Wolke, die das Zelt bedeckte, sich erhob, brachen die Söhne Israels auf; und an dem Orte, wo die Wolke stille stand, schlugen sie ihr Lager auf. 18Nach des Herrn Befehl brachen sie auf, und nach seinem Befehle lagerten sie sich; die ganze Zeit, während die Wolke über dem Zelte stand, blieben sie an demselben Orte. 19Und wenn es geschah, dass sie lange Zeit darüber weilte, so lagen die Söhne Israels dem Dienste des Herrn ob und zogen nicht weiter, 20so lange die Wolke über dem Zelte stand. Nach des Herrn Befehl schlugen sie ihre Zelte auf, und nach seinem Befehle brachen sie dieselben ab. 21Wenn die Wolke vom Abende bis zum Morgen blieb, aber sogleich bei Tagesanbruch das Zelt verließ, so brachen sie alsdann auf; und wenn sie erst nach einem Tage und einer Nacht wich, so brachen sie dann ihre Zelte ab. 22Wenn sie aber zwei Tage, oder einen Monat, oder noch längere Zeit über dem Zelte blieb, so weilten die Söhne Israels an demselben Orte und setzten den Zug nicht fort; aber sobald sie sich erhoben hatte, brachen sie auf. 23Nach dem Worte des Herrn schlugen sie ihre Zelte auf und nach seinem Worte zogen sie weiter, und sie waren im Dienste des Herrn nach seinem Befehle, den er durch Moses gegeben.

Numeri 10

1Und der Herr redete zu Moses und sprach: 2Mache dir zwei silberne Trompeten in getriebener Arbeit, damit du die Gemeinde mit denselben zusammenrufen kannst, wenn das Lager abgebrochen werden soll. 3Und wenn du die Trompeten blasen lässest, soll sich die ganze Gemeinde zu dir vor dem Eingange des Zeltes des Bundes versammeln. 4Wenn du nur einmal blasen lässest, sollen die Fürsten und Häupter der Gemeinde Israels zu dir kommen. 5Wenn der Schall aber länger und mit Unterbrechungen erklingt, so sollen zuerst diejenigen aufbrechen, welche nach Osten zu lagern. 6Wenn die Trompeten zum zweiten Male und auf ähnliche Weise erschallen, so sollen diejenigen aufbrechen, welche nach Süden zu lagern, und so sollen auch die übrigen tun, wenn die Trompeten zum Aufbruche blasen. 7Wenn aber das Volk versammelt werden soll, soll der Klang der Trompeten einfach sein und nicht in Absätzen erschallen. 8Die Söhne Aarons, die Priester, sollen die Trompeten blasen; und das soll eine für euch von Geschlecht zu Geschlecht ewig geltende Vorschrift sein. 9Wenn ihr aus eurem Lande zum Kampfe ausziehet gegen Feinde, die gegen euch streiten, so sollt ihr mit den Trompeten blasen; und so wird euer vor dem Herrn, euerm Gott, gedacht werden, dass ihr aus den Händen eurer Feinde errettet werdet. 10Wenn ihr ein Freudenmahl, oder Festtage, oder Neumonde habt, sollt ihr die Trompeten zu euren Brandopfern und Friedopfern blasen, dass sie euch Gedenken vor euerm Gott schaffen. Ich bin der Herr, euer Gott. 11Im zweiten Jahre, im zweiten Monat, am zwanzigsten Tage des Monats, erhob sich die Wolke von dem Zelte des Bundes. 12Da brachen die Söhne Israels nach ihren Abteilungen aus der Wüste Sinai auf, und die Wolke ließ sich in der Wüste Pharan nieder. 13Zum ersten Male brachen nach des Herrn Befehl durch Moses 14die Söhne Judas nach ihren Abteilungen auf, deren Anführer Nahasson, der Sohn Aminadabs, war. 15Im Stamme der Söhne Issachars war Nathanael, der Sohn Suars, der Anführer. 16Im Stamme Zabulon war Eliab, der Sohn Helons, der Anführer. 17Hierauf ward das Zelt abgebrochen, und die Söhne Gersons und Meraris brachen auf und trugen es. 18Sodann brachen die Söhne Rubens nach ihren Abteilungen und ihrer Ordnung auf; ihr Anführer war Helisur, der Sohn Sedeurs. 19Im Stamme der Söhne Simeons war Salamiel, der Sohn Surisaddais, der Anführer. 20Im Stamme Gad war Eliasaph, der Sohn Duels, der Anführer. 21Sodann brachen die Kaathiten auf, welche das Heiligtum trugen. Das Zelt ward so lange getragen, bis man zu dem Orte kam, wo es errichtet werden sollte. 22Hierauf brachen die Söhne Ephraims nach ihren Abteilungen auf; der Anführer ihrer Heeresschaar war Elisama, der Sohn Ammiuds. 23Im Stamme der Söhne Manasses aber war Gamaliel, der Sohn Phadassurs, der Anführer. 24Im Stamme Benjamin war Abidan, der Sohn Gedeons, der Anführer. 25Zuletzt vom ganzen Lager brachen die Söhne Dans nach ihren Abteilungen auf, deren Heerführer Ahiezer, der Sohn Ammisaddais, war. 26Im Stamme der Söhne Asers war Phegiel, der Sohn Ochrans, der Anführer. 27Im Stamme der Söhne Nephthalis war Ahira, der Sohn Enans, der Anführer. 28Das ist die Lagerordnung und der Aufbruch der Söhne Israels nach ihren Abteilungen, wenn sie aufbrechen. 29Und Moses sprach zu Hobab, dem Sohne Raguels, dem Madianiter, seinem Verwandten: Wir brechen jetzt nach dem Orte auf, welchen der Herr uns geben wird; komm mit uns, damit wir dir Gutes tun; denn der Herr hat Israel Gutes verheißen. 30Dieser antwortete ihm: Ich werde nicht mit dir ziehen, sondern in mein Land zurückkehren, in dem ich geboren bin. 31Er sprach: verlass uns nicht; denn du weißt, an welchen Stellen wir in der Wüste ein Lager aufschlagen können, und sollst unser Führer sein. 32Und wenn du mit uns ziehst, wollen wir dir das Beste von allen Gütern geben, welche der Herr uns geben wird. 33So zogen sie denn vom Berge des Herrn drei Tagereisen weiter, und die Lade des Bundes des Herrn ging ihnen voraus, drei Tage hindurch den Lagerort bestimmend. 34Auch schwebte die Wolke des Herrn des Tages über ihnen, wenn sie dahinzogen. 35Und wenn die Lade erhoben ward, sprach Moses: Erhebe dich, o Herr! es mögen sich deine Feinde zerstreuen, und die dich hassen, fliehen vor deinem Angesichte. 36Wurde sie aber niedergestellt, so sagte er: Kehre wieder, o Herr, zu der Menge des Heerlagers Israels!

Neues Testament

Markusevangelium 3

1Und er ging abermals in die Synagoge; und es war daselbst ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. 2Sie aber gaben acht auf ihn, ob er am Sabbate heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. 3Da sprach er zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Stehe auf, und tritt hierher in die Mitte! 4Und er sprach zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbate Gutes zu tun, oder Böses? Ein Leben zu retten, oder zu verderben? Sie aber schwiegen. 5Und er sah sie ringsherum zürnend an, betrübt über die Blindheit ihres Herzens, und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund. 6Die Pharisäer aber gingen hinaus, und hielten sogleich mit den Herodianern Rat wider ihn, wie sie ihn töten könnten. 7Jesus aber entwich mit seinen Jüngern an das Meer; und viel Volk von Galiläa und Judäa folgte ihm, 8auch von Jerusalem und Idumäa, und von jenseits des Jordans; und aus der Gegend von Thyrus und Sidon kam eine große Menge zu ihm, als sie von seinen Taten hörten. 9Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten der Volksmenge wegen ein Schifflein für ihn bereithalten, damit sie ihn nicht erdrückten; 10denn er heilte viele, so dass alle, die mit Gebrechen behaftet waren, mit Gewalt zu ihm hindrangen, um ihn anzurühren. 11Und wenn die unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrien und sprachen: 12Du bist der Sohn Gottes! Er aber verbot ihnen streng, ihn nicht offenbar zu machen. 13Und er stieg auf den Berg und berief zu sich, die er selbst wollte; und sie kamen zu ihm. 14Und er bestellte zwölf, dass sie um ihn seien, und dass er sie zum Predigen ausschickte, 15und gab ihnen die Macht, die Krankheiten zu heilen und die bösen Geister auszutreiben. 16Und er legte dem Simon den Namen Petrus bei, 17und berief Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen er den Namen Boanerges, das ist Donnerkinder, gab; 18und Andreas, und Philippus, und Bartholomäus, und Matthäus, und Thomas, und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus, und Simon, den Kananäer, 19und Judas Iskariot, welcher ihn auch verraten hat. 20Als sie nach Hause kamen, versammelte sich das Volk wieder, so dass sie nicht einmal ihr Brot essen konnten. 21Da die Seinigen dies hörten, gingen sie aus, ihn zu ergreifen, denn sie sagten: Er ist wahnsinnig geworden. 22Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub, und durch den obersten der bösen Geister treibt er die bösen Geister aus. 23Da rief er sie zusammen, und redete zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan einen anderen Satan austreiben? 24Und wenn ein Reich wider sich selbst geteilet ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. 25Und wenn ein Haus wider sich selbst geteilet ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen. 26Wenn nun der Satan gegen sich selbst aufsteht, so ist er geteilt, und wird nicht bestehen können, sondern es hat ein Ende mit ihm. 27Niemand kann in das Haus des Starken eindringen, und sein Hausgerät rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet, dann erst wird er sein Haus ausrauben. 28Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben werden, und alle Lästerungen, die sie ausstoßen mögen; 29wer aber wider den heiligen Geist lästert, wird in Ewigkeit keine Vergebung erhalten, sondern ewiger Sünde schuldig sein! 30Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist. 31Und es kamen seine Mutter und seine Brüder, und draußen stehen bleibend, schickten sie zu ihm hinein, und ließen ihn rufen. 32Das Volk aber saß um ihn her; und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder sind draußen, und suchen dich. 33Da antwortete er ihnen, und sprach: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 34Und indem er die, welche um ihn her saßen, ringsum anblickte, sprach er: Siehe da meine Mutter, und meine Brüder! 35Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder, meine Schwester, und meine Mutter.