Bibel in einem Jahr · Tag 355 von 365

Mal 4; 1 Makk 1–2 · Offb 15

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das Buch Maleachi 4

1Denn sehet, es wird der Tag kommen, glühend wie ein Ofen, und alle Übermütigen und alle, welche Freveltat verüben, werden zu Stoppeln werden; der Tag, der da naht, wird sie in Flammen setzen, spricht der Herr der Heerscharen, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig lassen. 2Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, Heilung ist unter ihren Flügeln und ihr werdet hervorkommen und hüpfen wie Kälber der Herde. 3Und ihr werdet die Gottlosen niedertreten; wie Asche werden sie unter den Sohlen eurer Füße werden an dem Tage, da ich handle, spricht der Herr der Heerscharen. 4Gedenket an das Gesetz Moses, meines Dieners, das ich ihm auf Horeb für ganz Israel aufgetragen, Satzungen und Rechte. 5Sehet, ich werde euch den Propheten Elias senden, bevor der große und furchtbare Tag des Herrn hereinbricht. 6Er wird der Väter Herz den Söhnen zuwenden und der Söhne Herz ihren Vätern, damit ich, wenn ich komme, nicht die Erde mit dem Fluche treffen müsse.

Das 1. Buch der Makkabäer 1

1Und es begab sich, nachdem Alexander, der Sohn Philipps, der Macedonier, welcher der erste König von Griechenland war, aus dem Lande Kethim ausziehend, Darius, den König der Perser und Meder, geschlagen hatte, 2lieferte er viele Schlachten, nahm alle festen Plätze ein und tötete die Könige der Erde. 3Und er drang vor bis zu den Enden der Erde, gewann Beute von zahlreichen Völkern und die Erde war ihm unterworfen. 4Er brachte eine gewaltige Macht und ein sehr großes Kriegsheer zusammen, deshalb erhob sich sein Herz und ward hoffärtig. 5Auch brachte er Länder, Völker und Könige in seine Gewalt und sie wurden ihm zinsbar. 6Darnach aber sank er auf das Krankenlager und fühlte, dass er sterben werde. 7Da berief er seine angesehensten Diener, die von Jugend auf mit ihm erzogen waren, und verteilte sein Reich unter sie noch bei Lebzeiten. 8Alexander hatte zwölf Jahre regiert, als er starb. 9Und seine Diener erlangten die Herrschaft, ein jeder an seinem Orte. 10Und alle setzten sich nach seinem Tode Kronen auf, ebenso ihre Söhne nach ihnen viele Jahre hindurch, und viel Übles ward auf Erden verübt. 11Aus ihnen ging ein sündhafter Sprössling hervor, Antiochus der Erlauchte, der Sohn des Königs Antiochus, welcher in Rom als Geisel gelebt hatte, und ward König im hundertsiebenunddreißigsten Jahre der Herrschaft der Griechen. 12Zu jener Zeit traten in Israel ruchlose Leute auf und überredeten viele, indem sie sprachen: Auf, lasset uns einen Bund mit den Völkern um uns her schließen, denn seitdem wir uns von ihnen abgesondert haben, hat uns viel Unheil betroffen. 13Diese Rede gefiel in ihren Augen. 14Und einige aus dem Volke entschlossen sich und gingen zum Könige; diesen gab er Gewalt, die Satzungen der Heiden zu üben. 15Sie bauten also eine Übungsschule in Jerusalem nach dem Brauche der Heiden. 16Und sie stellten sich die Vorhaut wieder her und fielen von dem heiligen Bunde ab, schlossen sich an die Heiden an und verkauften sich dazu, Böses zu tun. 17Als nun Antiochus sich in seiner Herrschaft befestigt sah, schickte er sich an, Ägypten derselben zu unterwerfen, um über beide Reiche zu gebieten. 18Deshalb drang er in Ägypten ein mit einem mächtigen Heere, mit Wagen und Elefanten und Reitern und einer zahlreichen Menge von Schiffen 19und führte gegen Ptolemäus, den König von Ägypten, Krieg. Da geriet Ptolemäus in Furcht vor ihm und ergriff die Flucht und zahlreiche Verwundete fielen. 20Auch nahm Antiochus die festen Städte im Lande Ägypten ein und gewann die Beute des Landes Ägypten. 21Nachdem er Ägypten geschlagen, kehrte Antiochus heim im hundertdreiundvierzigsten Jahre und zog hinauf gegen Israel 22und kam nach Jerusalem mit einer starken Heeresmacht. 23Und er trat in das Heiligtum mit frechem Übermut und nahm den goldenen Altar weg und den Leuchter des Lichtes und alle Geräte desselben und den Tisch für die Schaubrote, die Becken, die Schalen, die goldenen Mörser, den Vorhang, die Kränze und den goldenen Schmuck an der Vorderseite des Tempels und er zerschlug alles. 24Auch das Silber und Gold und die kostbaren Gefäße nahm er, ebenso was er an verborgenen Schätzen fand. Und nachdem er alles genommen hatte, zog er fort in sein Land. 25Auch richtete er Blutvergießen an und redete mit großem Hochmute. 26Darüber entstand ein großes Wehklagen in Israel, in allen Wohnsitzen desselben. 27Es jammerten die Fürsten und die Ältesten, die Jungfrauen und die Jünglinge verzagten und die Schönheit der Frauen schwand dahin. 28Alle Gatten erhoben Wehklage und die Neuvermählten saßen weinend in ihrem Brautgemache. 29Das Land erbebte wegen seiner Bewohner und das ganze Haus Jakob war mit Schmach bedeckt. 30Zwei Jahre darnach entsandte der König einen Vorsteher der Abgaben in die Städte Judas und dieser kam nach Jerusalem mit zahlreicher Mannschaft. 31Er redete zu ihnen friedliche Worte in trüglicher Gesinnung und sie schenkten ihm Glauben. 32Doch plötzlich überfiel er die Stadt und brachte ihr eine große Niederlage bei und tötete viel Volk aus Israel. 33Alsdann plünderte er die Stadt, steckte sie in Brand und zerstörte ihre Häuser und Mauern ringsumher. 34Die Weiber und Kinder aber führten sie gefangen hinweg und bemächtigten sich des Viehes. 35Dann befestigten sie die Davidsstadt mit einer großen und starken Mauer und festen Türmen und sie ward ihre Burg. 36In diese legten sie gottloses Volk, ruchlose Leute und befestigten sich fest darin, sie versahen sich mit Waffen und Lebensmitteln und brachten die Beute aus Jerusalem dorthin zusammen 37zur Aufbewahrung und sie wurden ein großer Fallstrick. 38Und dies ward ein Hinterhalt für das Heiligtum und ein schlimmer Widersacher für Israel. 39Sie vergossen unschuldig Blut rings um das Heiligtum und entweihten dasselbe. 40Da flohen die Bewohner Jerusalems ihretwillen und die Stadt ward eine Behausung von Fremden, so dass sie ihrem Geschlechte fremd ward und ihre Kinder sie verließen. 41Ihr Heiligtum ward verödet wie eine Wüste, ihre Festtage wurden in Trauer verkehrt, ihre Sabbate in Schmach und ihre Ehre in nichts. 42So groß wie ihre Herrlichkeit ward jetzt ihre Schmach und ihre Hoheit wurde in Trauer verkehrt. 43Hierauf erließ der König Antiochus Schreiben an sein ganzes Reih, dass alle ein Volk sein und jeder sein eigenes Gesetz verlassen sollte. 44Da fügten sich alle Völker dem Befehl des Königs Antiochus, 45auch viele aus Israel unterwarfen sich seinem Frondienst, opferten den Götzen und entweihten den Sabbat. 46Auch sandte der König Schreiben durch Boten nach Jerusalem und in alle Städte von Juda, dass sie die Gesetze derer, welche im Lande fremd waren, befolgen, 47der Darbringung von Brandopfern, Schlachtopfern und Sühnopfern im Tempel Gottes Einhalt tun 48und die Feier des Sabbats und der Festtage untersagen sollten. 49Auch befahl er, das Heiligtum und das heilige Volk Israel zu verunreinigen, 50Altäre, Tempel und Götzenbilder zu errichten und Schweinefleisch und unreine Tiere zu opfern, 51ihre Söhne unbeschnitten zu lassen und ihre Seelen mit allerlei Unreinem und Greuel zu beflecken, so dass sie des Gesetzes vergäßen und alle Satzungen Gottes abänderten. 52Wer nicht nach dem Befehl des Königs Antiochus tun würde, sollte sterben. 53Dem allem gemäß sandte er in sein ganzes Reich Schreiben aus und setzte Amtleute über das Volk, welche die Ausführung derselben erzwingen sollten. 54Diese also befahlen den Städten Judas, Opfer darzubringen. 55Da schlossen sich viele vom Volke, die das Gesetz des Herrn verlassen hatten, ihnen an und taten Böses im Lande. 56Und sie verscheuchten das Volk Israel an abgelegene Orte, in verborgene Zufluchtsstätten. 57Am fünfzehnten Tage des Monats Kasleu im hundertfünfundvierzigsten Jahre aber errichtete der König Antiochus ein greuliches Götzenbild der Verwüstung auf dem Altare Gottes und man baute Altäre in allen Städte Judas ringsumher. 58Auch vor den Türen der Häuser und auf den Straßen brachte man Räucherwerk und Opfer dar 59und zerriss die Gesetzbücher Gottes und verbrannte sie im Feuer. 60Und bei wem immer sich die Bundesbücher des Herrn fanden, und wer das Gesetz des Herrn beobachtete, der wurde dem Befehle des Königs gemäß getötet. 61Nach Kräften taten jene also an dem Volke Israel, an denen, welche in den Städten sich fanden, Monat für Monat. 62Und am fünfundzwanzigsten Tage des Monats opferten sie auf dem Altare, der auf dem Altare Gottes stand. 63Und die Frauen, welche ihre Söhne beschneiden ließen, tötete man nach dem Befehle des Königs Antiochus. 64Und man hing die Knäblein an ihren Hals in allen ihren Häusern und tötete auch die, welche sie beschnitten hatten. 65Viele aber von dem Volke Israel beschlossen bei sich, nichts Unreines zu essen und wollten lieber sterben, als sich mit unreinen Speisen verunreinigen. 66Sie wollten das heilige Gesetz Gottes nicht verletzen und wurden getötet. 67Und es erging ein sehr großes Zorngericht über das Volk.

Das 1. Buch der Makkabäer 2

1In jenen Tagen erhob sich Mathathias, der Sohn Johannes, des Sohnes Simeons, Priester aus der Familie Joaribs von Jerusalem, der auf dem Berge zu Modin wohnte 2und fünf Söhne hatte: Johannes, mit dem Zunamen Gaddis, 3Simon, mit dem Zunamen Thasi, 4Judas, der der Machabäer genannt wurde, 5Eleazar, mit dem Zunamen Abaron, und Jonathan, mit dem Zunamen Apphus. 6Als diese das Böse sahen, das unter dem Volke von Juda und in Jerusalem geschah, 7sprach Mathathias: Wehe mir! warum bin ich geboren, diese Vernichtung meines Volkes und die Vernichtung der heiligen Stadt zu sehen und dabei untätig zu sitzen, während sie in die Gewalt der Feinde gegeben wird? 8Das Heiligtum ist in die Hände der Fremden geraten und ihr Tempel ist wie das Haus eines ehrlosen Menschen geworden. 9Ihre herrlichen Geräte sind als Beute fortgeführt, ihre Greise wurden auf ihren Straßen getötet und ihre Jünglinge sind durch das Schwert der Feinde gefallen. 10Welches Volk hat nicht ihr Reich in Besitz genommen und sich nicht ihrer Beute bemächtigt? 11All ihr Schmuck ist hinweggenommen, sie, die frei war, ist eine Sklavin geworden. 12Und siehe, unser Heiligtum, unsere Schönheit, unsere Herrlichkeit ist verheert und die Heiden haben sie entweiht. 13Wozu sollen wir denn noch leben? 14Und Mathathias und seine Söhne zerrissen ihre Kleider und legten Bußkleider an und trugen schweres Leid. 15Es kamen aber Abgesandte vom Könige Antiochus dorthin, um alle, die sich in die Stadt Modin geflüchtet, zu zwingen, Schlachtopfer und Rauchopfer darzubringen und vom Gesetze Gottes abzufallen. 16Während nun viele aus dem Volke Israel sich fügten und sich ihnen anschlossen, blieben Mathathias und seine Söhne standhaft. 17Da begannen die, welche von Antiochus gesandt waren, und sprachen zu Mathathias: Du bist der Erste, Angesehenste und Größte in dieser Stadt und mächtig durch Söhne und Brüder; 18so tritt nun zuerst herzu und tue, wie der König befiehlt, so wie dies alle Völker und die Männer von Juda und die in Jerusalem Zurückgebliebenen getan haben; so wirst du mit deinen Söhnen zu den Freunden des Königs gehören und mit Gold, Silber und vielen Geschenken überhäuft werden. 19Mathathias aber antwortete und sprach mit lauter Stimme: Wenn auch alle Völker dem Könige Antiochus gehorchen, dass ein jeder von dem gebotenen Gottesdienste seiner Väter abfällt und sich seinen Geboten fügt, 20so werden doch ich und meine Söhne und meine Brüder dem Gesetze unserer Väter gehorchen. 21Gott bewahre uns davor! Es frommt uns nicht, das Gesetz und die Vorschriften Gottes zu verlassen. 22Den Worten des Könige Antiochus werden wir nicht gehorchen und nicht opfern, dass wir so die Gebote unseres Gesetzes übertreten und einen andern Weg einschlagen sollten. 23Nachdem er alle diese Worte gesprochen, trat ein Jude vor aller Augen herzu, um den Götzen auf dem Altare der Stadt Modin dem Befehle des Königs gemäß zu opfern. 24Als Mathathias dies sah, ergriff ihn Schmerz und sein Inneres erbebte und sein Zorn entbrannte, der Vorschrift des Gesetzes gemäß, und herzueilend tötete er ihn am Altare. 25Aber auch den Mann, welchen der König Antiochus gesandt, der zu opfern zwingen sollte, tötete er zur selben Zeit und riss den Altar nieder. 26Und er eiferte für das Gesetz, wie Phinees dem Zamri, dem Sohne Saloms, gegenüber getan. 27Sodann ließ Mathathias in der Stadt mit lauter Stimme ausrufen: Wer immer für das Gesetz eifert und den Bund aufrecht hält, ziehe aus, mir nach! 28So flohen er und seine Söhne auf das Gebirge und ließen alles zurück, was sie in der Stadt hatten. 29Zur selben Zeit zogen viele, welche Recht und Gerechtigkeit suchten, in die Wüste hinab 30und blieben daselbst mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihrem Vieh, weil immer neues Unheil über sie kam. 31Indes wurde den Männern des Königs und dem Heere, das in Jerusalem, in der Davidsstadt, war, berichtet, dass Leute, welche das Gebot des Königs verwarfen, in Schlupfwinkel der Wüste entwichen und viele ihnen gefolgt seien. 32Alsbald zogen jene gegen sie aus und rüsteten sich zum Kampfe wider sie am Sabbate. 33Und sie sprachen zu ihnen: Wolltet ihr auch jetzt noch Widerstand leisten? Kommet heraus und tuet nach dem Befehle des Königs Antiochus, so sollt ihr am Leben bleiben. 34Sie aber antworteten: Wir werden nicht hinauskommen und nicht nach dem Befehle des Königs tun, dass wir den Sabbat entheiligen sollten. 35Da beeilten sich jene, einen Angriff auf sie zu machen. 36Diese aber antworteten ihnen nicht noch schleuderten sie einen Stein auf sie noch verrammelten sie ihre Schlupfwinkel, 37sondern sprachen: Lasset uns alle sterben in unserer Unschuld! Himmel und Erde werden Zeugen für uns sein, dass ihr uns ungerechterweise tötet. 38Jene also griffen sie am Sabbate an und sie kamen mit ihren Frauen und ihren Kindern und ihrem Vieh um, gegen tausend Seelen. 39Als Mathathias und seine Freunde dies erfuhren, trauerten sie gar sehr um sie. 40Und sie sprachen untereinander: Wenn wir alle tun, wie unsere Brüder getan haben, und nicht wider die Heiden um unser Leben und für unser Gesetz kämpfen, so werden sie uns bald von der Erde vertilgen. 41Sie beschlossen also an jenem Tage und sprachen: Gegen jeden, der uns am Sabbatstage angreift, wollen wir kämpfen, dass wir nicht alle sterben, wie unsere Brüder in den Schlupfwinkeln gestorben sind. 42Hierauf sammelten sich die Assidæer zu ihnen, eine tapfere Schar aus Israel, alle Eiferer für das Gesetz. 43Auch alle, welche vor dem Unheil flohen, begaben sich zu ihnen und brachten ihnen Verstärkung. 44So bildeten sie ein Heer und schlugen die Sünder in ihrem Zorn und die Gottlosen in ihrem Grimm, während die Übriggebliebenen zu den Heiden flohen, um zu entkommen. 45Mathathias aber und seine Genossen zogen umher, zerstörten die Altäre 46und beschnitten alle unbeschnittenen Knaben, soviel sie innerhalb der Grenzen Israels fanden, und zeigten sich als tapfere Männer. 47Sie verfolgten die Übermütigen und ihr Beginnen hatte gutes Gelingen. 48Und sie befreiten das Gesetz aus der Gewalt der Heiden und aus der Hand der Könige und ließen die Sünder nicht emporkommen. 49Als nun die Zeit herankam, dass Mathathias sterben sollte, sprach er zu seinen Söhnen: Jetzt ist der Übermut mächtig geworden und die Züchtigung und es ist eine Zeit der Verwüstung und grimmiger Zorn. 50So eifert denn nun, meine Söhne! für das Gesetz und gebet euer Leben für den Bund eurer Väter hin. 51Seid der Taten eurer Väter eingedenk, welche jene zu ihrer Zeit vollbrachten, und ihr werdet großen Ruhm und einen unsterblichen Namen erlangen. 52Ward nicht Abraham treu erfunden in der Prüfung und ihm dies zur Gerechtigkeit angerechnet? 53Joseph beobachtete in der Zeit seiner Bedrängnis das Gebot und ward so Herr von Ägypten. 54Phinees, unser Ahne, hatte brennenden Eifer für Gott und erhielt deshalb die Verheißung des Priestertums auf immer. 55Da Jesus den Befehl erfüllte, ward er Führer in Israel. 56Weil Kaleb in der Versammlung Zeugnis ablegte, erhielt er Erbbesitz. 57David erlangte durch seine Barmherzigkeit den Thron des Reiches auf ewige Zeiten. 58Elias ward, da er für das Gesetz eiferte, in den Himmel aufgenommen. 59Ananias, Azarias und Misael glaubten und wurden deshalb aus den Flammen errettet. 60Daniel ward ob seiner Lauterkeit vor dem Rachen der Löwen errettet. 61Und so erwäget von Geschlecht zu Geschlecht, dass alle, die auf ihn hoffen, nicht unterliegen. 62Daher fürchtet euch nicht vor den Drohungen eines sündhaften Menschen, denn seine Herrlichkeit ist Kot und Gewürm. 63Heute erhebt er sich und morgen ist er nicht mehr zu finden, denn er ist wieder in feinen Staub zurückgekehrt und seine Anschläge sind vernichtet. 64Darum, meine Söhne! Seid stark und tretet mannhaft für das Gesetz ein, denn durch dasselbe werdet ihr verherrlicht werden. 65Und siehe, euer Bruder Simon, von ihm weiß ich, dass er ein Mann des Rates ist; auf ihn höret allezeit, er soll euch Vater sein. 66Judas, der Machabäer, stark und tapfer von seiner Jugend an, soll euer Heerführer sein und den Kampf des Volkes führen. 67Ihr aber sammelt zu euch alle, welche das Gesetz beobachten, und nehmet Rache für euer Volk. 68Übet Vergeltung an den Heiden und seid bedacht auf die Gebote des Gesetzes! 69Hierauf segnete er sie und ward seinen Vätern beigesellt. 70Er starb im einhundertundsechsundvierzigsten Jahre und ward von seinen Söhnen in der Grabstätte seiner Väter zu Modin begraben und ganz Israel hielt über ihn große Trauerklage.

Neues Testament

Offenbarung des Johannes 15

1Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen hatten; denn durch sie ward der Zorn Gottes vollendet. 2Und ich schaute, wie ein gläsernes Meer gemischt mit Feuer; und die über das Tier, und sein Bild, und über die Zahl seines Namens gesiegt hatten, standen an dem gläsernen Meere, und hatten Harfen Gottes, 3und sangen das Lob Moses, des Dieners Gottes, und das Lied des Lammes, und sprachen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger! gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Ewigkeit! 4Wer sollte dich nicht fürchten, Herr! und deinen Namen preisen? Du allein ja bist heilig. Ja, alle Völker werden kommen, und vor dir anbeten, denn deine Gerichte sind offenbar geworden. 5Und darnach schaute ich, und siehe, der Tempel des Gezeltes des Zeugnisses im Himmel tat sich auf; 6und es gingen die sieben Engel aus dem Tempel hervor, welche die sieben Plagen hatten, angetan mit reiner lichter Leinwand, und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln. 7Und eines der vier Wesen gab den sieben Engeln sieben goldenen Schalen, gefüllt mit dem Zorne Gottes, der in alle Ewigkeit lebt. 8Und der Tempel ward voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes, und von seiner Macht, und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet werden.