Die Psalmen 52
1Zum Ende, für Maeleth, eine Unterweisung Davids. Es spricht der Tor in seinem Herzen: „Es ist kein Gott.“ 2Verderbt und abscheulich sind sie geworden in ihren Sünden; keiner ist, der Gutes tut. 3Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand verständig sei oder nach Gott frage. 4Alle sind abgewichen, allesamt unnütz geworden; keiner ist, der Gutes tut, keiner, auch nicht einer. 5Sollen nicht alle zur Erkenntnis kommen, die Missetat vollbringen, die mein Volk verschlingen wie Brot? 6Gott rufen sie nicht an, zittern da vor Furcht, wo nichts zu fürchten ist, denn Gott verstreut die Gebeine derjenigen, die den Menschen zu gefallen suchen; sie werden zuschanden, denn Gott hat sie verworfen. 7O dass doch von Sion Heil für Israel käme! Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob frohlocken und Israel sich freuen!
Die Psalmen 53
1Zum Ende, unter den Unterweisungsliedern Davids, 2als die Ziphiter kamen und zu Saul sprachen: Hält sich David nicht bei uns verborgen? 3O Gott! durch deinen Namen errette mich und durch deine Kraft schaffe mir Recht! 4Erhöre mein Gebet, o Gott! vernimm die Worte meines Mundes. 5Denn Fremdlinge haben sich erhoben wider mich und Gewalttätige trachten mir nach dem Leben und stellen sich Gott nicht vor Augen. 6Denn siehe, Gott steht mir bei und der Herr ist der Beschützer meiner Seele. 7O wende das Böse auf meine Feinde ab und nach deiner Treue vertilge sie; 8so werde ich dir dann willig Opfer darbringen und deinen Namen preisen, o Herr! denn er ist gütig. 9Denn aus aller Drangsal rettest du mich und auf meine Feinde schaut mein Auge herab.
Die Psalmen 54
1Zum Ende, unter den Unterweisungsliedern Davids. 2Erhöre mein Gebet, o Gott! und verschmähe mein Flehen nicht; 3merke auf mich und erhöre mich! Ich bin betrübt in meiner Kümmernis und verwirrt 4ob der Stimme des Feindes und ob der Bedrängnis durch den Sünder. Denn sie wälzen Unheil auf mich und fallen in ihrem Grimme über mich her. 5Mein Herz ist geängstet in mir und des Todes Furcht ist auf mich gefallen. 6Furcht und Zittern kommt mich an und Finsternis umhüllt mich. 7Da sprach ich: O dass ich Flügel hätte gleich einer Taube, ich flöge fort und fände Ruhe! 8Siehe, ich fliehe fernhin und bleibe in der Wüste. 9Ich harre auf den, der mich errettet aus der Kleinmut des Geistes und dem Sturme. 10Stürze sie, Herr! mach ihre Zunge uneins, denn ich sehe Gewalttat und Hader in der Stadt. 11Tag und Nacht umkreist Bosheit ihre Mauern und in ihrer Mitte herrscht Mühsal 12und Unrecht und von ihren Plätzen weicht nicht Wucher und Betrug. 13Denn wenn mein Feind mich gelästert hätte, so wollte ich es wohl ertragen, und wenn der, welcher mich hasst, stolze Reden wider mich geführt hätte, so wollte ich mich wohl vor ihm verbergen. 14Aber du, sonst ein Herz mit mir, mein Führer und mein Vertrauter, 15der du zugleich mit mir süße Speisen genossest, die wir einträchtig in das Haus Gottes wandelten! 16Der Tod komme über sie und sie mögen lebendig in die Unterwelt hinabfahren! denn Bosheit ist in ihrer Wohnung, unter ihnen. 17Ich aber rufe zu Gott und der Herr wird mich erretten. 18Abends und morgens und mittags will ich reden und kundtun, so wird er meine Stimme erhören. 19Er wird meine Seele erlösen und in Frieden versetzen vor denen, die mir nahetreten, denn gar viele sind gegen mich. 20Gott wird mich erhören und der da vor aller Zeit ist, sie demütigen, denn sie ändern sich nicht und fürchten Gott nicht. 21er streckt seine Hand aus zur Vergeltung. Sie haben seinen Bund entweiht, 22aber durch seines Zornesblick werden sie zerstreut und sein Grimm verfolgt sie. Seine Worte sind gelinder denn Öl und gleichwohl sind sie Pfeile. 23Wirf deine Sorge auf den Herrn, und er wird dich erhalten; nicht auf immer wird er den Gerechten wanken lassen. 24Ja, du, o Gott! wirst sie hinabstürzen lassen in die Grube des Verderbens. Die Männer der Blutschuld und des Truges werden die Hälfte ihrer Lebenstage nicht erreichen, ich aber vertraue auf dich, o Herr!