Bibel in einem Jahr · Tag 140 von 365

Esra 7–9 · Apg 11

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das Buch der Esra 7

1Nach diesen Ereignissen aber kam, als Artaxerxes, der König der Perser, herrschte, Esdras, der Sohn Sarajas, des Sohnes Azarias, des Sohnes Helkias, 2des Sohnes Sellums, des Sohnes Sadoks, des Sohnes Achitobs, 3des Sohnes Amarias, des Sohnes Azarias, des Sohnes Marajoths, 4des Sohnes Zarahias, des Sohnes Ozis, des Sohnes Bokkis, 5des Sohnes Abisues, des Sohnes Phinees, des Sohnes Eleazars, des Sohnes Aarons, des Priesters vom Anfange; 6dieser Esdras kam herauf von Babylon, ein Schriftgelehrter, kundig des Gesetzes Moses, welches Gott, der Herr, Israel gegeben hatte. Und der König gab ihm alles, was er begehrte, da die Hand des Herrn, seines Gottes, über ihm waltete. 7Und es zogen einige von den Söhnen Israels und von den Söhnen der Priester und von den Söhnen der Leviten und von den Sängern und von den Türhütern und von den Nathinäern im siebten Jahre des Königs Artaxerxes nach Jerusalem. 8Diese kamen nach Jerusalem im fünften Monate, das ist das siebte Jahr des Königs. 9Denn am ersten Tage des ersten Monats begann er, von Babylon heraufzuziehen, und am ersten Tage des fünften Monats kam er nach Jerusalem, da die gütige Hand seines Gottes über ihn waltete. 10Denn Esdras wendete seinen Sinn darauf, das Gesetz des Herrn zu erforschen und die Gebote und Rechte in Israel zu lehren und zu erfüllen. 11Dies ist aber die Abschrift des schriftlichen Erlasses, den der König Artaxerxes dem Priester Esdras, dem Schriftgelehrten, gab, welcher der Worte und Gebote des Herrn und seiner Satzungen in Israel kundig war. 12Artaxerxes, der König der Könige, wünscht dem Priester Esdras, dem Schriftgelehrten, kundig im Gesetze des Gottes des Himmels, Heil! 13Es ist von mir bestimmt worden, dass jeder in meinem Reiche von dem Volke Israel und von seinen Priestern und von den Leviten, dem es gefällt, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir gehen darf. 14Denn du bist vom Angesichte des Königs und seiner sieben Räte gesandt, Judäa und Jerusalem nach dem Gesetze deines Gottes zu untersuchen, das in deiner Hand ist, 15und um das Silber und Gold dorthin zu bringen, welches der König und seine Räte dem Gott Israels, dessen Wohnung zu Jerusalem ist, aus freien Stücken dargebracht haben, 16sowie alles Silber und Gold, das du in der ganzen Landschaft Babylon finden kannst und das Volk opfern will, und was die Priester für das Haus ihres Gottes, das zu Jerusalem ist, freiwillig darbringen, 17nimm ungehindert und kaufe sorgfältig für dieses Geld Kälber, Widder, Lämmer, samt deren Speiseopfern und Trankopfern, und bringe sie auf dem Altare des Tempels eures Gottes dar, der zu Jerusalem ist. 18Was ferner dir und deinen Brüdern gut scheint, mit dem übrigen Silber und Golde zu tun, das tuet dem Willen eures Gottes gemäß. 19Und die Geräte, welche dir zum Dienste im Hause deines Gottes gegeben werden, liefere vor dem Angesichte Gottes zu Jerusalem ab. 20Aber auch das übrige, was für das Haus deines Gottes erforderlich sein wird, wieviel du auch aufwenden musst, soll aus dem Schatze und dem Besitze des Königs dargereicht werden 21und von mir. Ich Artaxerxes, der König, habe alle Verwalter des öffentlichen Schatzes, die jenseits des Stromes sind, angewiesen und verpflichtet, alles, was Esdras, der Priester, der Schriftgelehrte im Gesetze des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, ohne Verzug zu gewähren 22bis zu hundert Talenten Silber und bis zu hundert Kor Getreide und bis zu hundert Bat Wein und bis zu hundert Bat Öl, Salz aber ohne Messung. 23Alles, was zum Dienste des Gottes des Himmels gehört, soll für das Haus des Gottes des Himmels genau gespendet werden, dass er nicht etwa wider das Reich des Königs und seiner Söhne zürne. 24Auch tun wir euch betreffs aller Priester, Leviten, Sänger, Türhüter, Nathinäer und Diener dieses Hauses Gottes kund, dass ihr nicht das Recht habt, ihnen Zoll und Steuer und Jahrgelder aufzuerlegen. 25Du aber, Esdras! bestelle nach der Weisheit deines Gottes, die dir verliehen ist, Richter und Vorsteher, dass sie das ganze Volk, das jenseits des Stromes ist, richten, die nämlich, welche das Gesetz deines Gottes kennen; aber auch die, welche es nicht kennen, lehret ungehindert. 26Ein jeder nun, der das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des Königs nicht befolgt, über diesen soll sorgfältig Gericht gehalten werden, es sei zum Tode oder zur Verbannung oder zur Strafe an seiner Habe oder doch zum Kerker. 27Gepriesen sei der Herr, der Gott unserer Väter, der solches dem Könige in das Herz gab, das Haus des Herrn in Jerusalem zu verherrlichen, 28und der mir seine Barmherzigkeit vor dem Könige und seinen Räten und allen mächtigen Fürsten des Königs zugewendet hat; und ich ward gestärkt durch die Hand des Herrn, meines Gottes, der über mir waltete, und versammelte die Häupter aus Israel, dass sie mit mir hinaufzögen.

Das Buch der Esra 8

1Dies also sind die Häupter der Familien und die Geschlechtsverzeichnisse derjenigen, welche mit mir unter der Herrschaft Artaxerxes, des Königs von Babylon, hinzogen. 2Von den Söhnen Phinees: Gersom. Von den Söhnen Ithamars: Daniel. Von den Söhnen Davids: Hattus. 3Von den Söhnen Sechenias, den Söhnen Pharos: Zacharias, und mit ihm wurden hundertundfünfzig verzeichnet. 4Von den Söhnen Phahath-Moabs: Elioenai, der Sohn Zarehes, und mit ihm zweihundert. 5Von den Söhnen Sechenias: der Sohn Ezechiel, und mit ihm dreihundert. 6Von den Söhnen Adans: Abed, der Sohn Jonathans, und mit ihm fünfzig. 7Von den Söhnen Alams: Isaias, der Sohn Athalias, und mit ihm siebzig. 8Von den Söhnen Saphatias: Zebedia, der Sohn Michaels, und mit ihm achtzig. 9Von den Söhnen Joabs: Obedia, der Sohn Jahiels, und mit ihm zweihundertundachtzehn. 10Von den Söhnen Selomiths: der Sohn Josphias, und mit ihm hundertsechzig. 11Von den Söhnen Bebais: Zacharias, der Sohn Bebais, und mit ihm achtundzwanzig. 12Von den Söhnen Azgads: Johanan, der Sohn Ekketans, und mit ihm hundertundzehn. 13Von den Söhnen Adonikams, welche die letzten waren, dies sind ihre Namen: Elipheleth, Jehiel und Samajas, und mit ihnen sechzig. 14Von den Söhnen Beguis: Uthai und Zachur, und mit ihnen siebzig. 15Ich versammelte sie aber an dem Flusse, der nach Ahava fließt, und wir blieben daselbst drei Tage. Als ich aber unter dem Volke und unter den Priestern Söhne Levis suchte, fand ich daselbst keine. 16Da sandte ich Eliezer, Ariel, Semejas, Elnathan, Jarib, den andern Elnathan, Nathan, Zacharias und Mosollam, die Häupter, und Jojarib und Elnathan, die Weisen, hin. 17Und ich sandte sie zu Eddo, dem Oberhaupte der Ortschaft Chasphia, und legte ihnen die Worte in den Mund, welche sie Eddo und seinen Brüdern, den Nathinäern, in der Ortschaft Chasphia reden sollten, um uns Diener für das Haus unseres Gottes herbeizuführen. 18Und sie führten zu uns, da die gütige Hand unseres Gottes über uns waltete, einen sehr weisen Mann von den Söhnen Moholis, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, und Sarabias und seine Söhne und seiner Brüder, zusammen achtzehn, 19Hasabias und mit ihm Isaias von den Söhnen Meraris samt seinen Brüdern und seinen Söhnen, zusammen zwanzig, 20und von den Nathinäern, welche David und die Fürsten zum Dienste der Leviten gegeben hatten, zweihundertundzwanzig Nathinäer. Alle diese wurden mit ihren Namen verzeichnet. 21Da rief ich daselbst am Flusse Ahava ein Fasten aus, dass wir uns kasteiten vor dem Herrn, unserm Gott, und von ihm den rechten Weg für uns und unsere Kinder und all unsere Habe erbäten. 22Denn ich schämte mich, von dem Könige Schutztruppen und Reiter zu begehren, die uns auf dem Wege vor Feinden schützten, weil wir zu dem Könige gesagt hatten: Die Hand unseres Gottes waltet über allen, welche ihn suchen, zum Segen, aber seine Macht und Stärke und sein Grimm kommt über alle, die ihn verlassen. 23So fasteten wir denn und baten unsern Gott um guten Erfolg und es ist uns glücklich ergangen. 24Hierauf wählte ich von den obersten Priestern zwölf aus, Sarabias und Hasabias, und mit ihnen zehn von ihren Brüdern, 25und ich wog ihnen das Silber und Gold und die geheiligten Gerätschaften des Hauses unseres Gottes dar, welche der König und seine Räte und seine Fürsten und ganz Israel diejenigen, welches ich vorfanden, gegeben hatten; 26und ich wog ihnen zu Händen sechshundertundfünfzig Talente Silber, hundert silberne Gefäße, hundert Talente Gold 27und zwanzig goldene Becher, die je tausend Goldstücke schwer waren, und zwei Gefäße vom besten glänzenden Erze, schön wie Gold. 28Und ich sprach zu ihnen: Ihr seid dem Herrn geheiligt und die Geräte sind geheiligt, sowie das Silber und Gold, welches dem Herrn, dem Gott unserer Väter, freiwillig geopfert worden ist. 29So wachet denn und verwahret es, bis ihr es vor den obersten Priestern und Leviten und vor den Vorstehern der Geschlechter Israels zu Jerusalem, in den Schatz des Hauses darwägt. 30Da übernahmen die Priester und Leviten das dargewogene Silber und Gold samt den Geräten, um es nach Jerusalem in das Haus unseres Gottes zu bringen. 31Wir also brachen vom Flusse Ahava am zwölften Tage des ersten Monats auf, um nach Jerusalem zu ziehen, und die Hand unseres Gottes waltete über uns und bewahrte uns vor der Gewalt des Feindes und des Auflaurers am Wege. 32Und wir kamen nach Jerusalem und blieben dort drei Tage. 33Am vierten Tage aber ward das Silber und Gold und die Geräte im Hause unsers Gottes durch Meremoth, den Sohn des Urias, den Priester, dargewogen, bei ihm war Eleazar, der Sohn des Phinees, und bei diesen die Leviten Jozabed, der Sohn Josues, und Noadaja, der Sohn Bennois, 34nach Zahl und Gewicht, und das Gesamtgewicht ward zu dieser Zeit aufgeschrieben. 35Aber auch die Kinder der Gefangenschaft, welche aus der Wegführung gekommen waren, brachten dem Gotte Israels Brandopfer dar, zwölf junge Rinder für das ganze Volk Israel, sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Lämmer, zwölf Böcke als Sündopfer, alles als Brandopfer für den Herrn. 36Und sie übergaben die Erlasse des Königs den Statthaltern, die vom Hofe des Königs da waren, und den Befehlshabern jenseits des Stromes, und diese halfen dem Volke und dem Hause Gottes.

Das Buch der Esra 9

1Nachdem dies vollbracht war, traten die Vorsteher zu mir und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten sind nicht von den Völkern der Lande und ihren Greueln abgesondert, nämlich von den Chananitern, Hethitern, Pherezitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Ammorhitern; 2denn sie haben einige von deren Töchtern für sich und ihre Söhne genommen und so den heiligen Samen mit den Völkern der Länder vermischt, auch haben die Vorsteher und Obrigkeiten zuerst sich dieser Übertretung schuldig gemacht. 3Als ich diesen Vorwurf hörte, zerriss ich meinen Mantel und mein Obergewand und raufte mir die Haare des Hauptes und Bartes aus und setzte mich in Trauer nieder. 4Alle aber, welche das Wort des Gottes Israels fürchteten, kamen zu mir wegen der Übertretung derjenigen, die aus der Gefangenschaft gekommen waren, und ich saß traurig da bis zum Abendopfer. 5Zur Zeit des Abendopfers aber stand ich aus meiner Trauer auf, zerriss noch einmal Mantel und Kleid, beugte meine Knie, breitete zum Herrn, meinem Gott, meine Hände aus 6und sprach: Mein Gott! Scham erfasst mich und ich erröte, mein Angesicht zu dir zu erheben; denn unsere Missetaten haben sich über unser Haupt gehäuft und unsere Sünden sind bis an den Himmel emporgewachsen 7von den Tagen unserer Väter an, aber auch wir selbst haben schwer gesündigt bis auf diesen Tag und um unserer Sünden willen sind wir selbst und unsere Könige und unsere Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, in das Schwert, in Gefangenschaft, in Plünderung und in Beschämung, wie noch heute. 8Und jetzt ist gleichsam auf einen kleinen Augenblick unser Flehen zu dem Herrn, unserm Gott, gekommen, dass einige übriggelassen sind und uns ein Pfahl an seiner heiligen Stätte gegeben ward, und dass unser Gott unsere Augen erleuchtete und uns noch ein wenig Leben verlieh in unserer Knechtschaft. 9Denn wir sind Knechte, aber unser Gott hat uns nicht in unserer Knechtschaft verlassen, sondern hat uns Gnade vor dem Könige von Persien zugewendet, dass er uns das Leben schenkte und das Haus unseres Gottes wieder aufrichtete und aus seiner Verwüstung erhob und uns eine Mauer schaffte in Juda und Jerusalem. 10Und nun, was sollen wir nach diesem allem sagen, unser Gott? Wir haben ja deine Gebote verlassen, 11die du durch deine Diener, die Propheten, gegeben hast, da du sprachst: Das Land, in das ihr hinziehet, es in Besitz zu nehmen, ist ein unreines Land, sowie die Völker und die übrigen Länder unrein sind durch die Greuel derjenigen, welche es von einem Ende zum andern mit ihrer Verunreinigung erfüllt haben. 12Gebet daher eure Töchter nicht ihren Söhnen und ihre Töchter nehmet nicht für eure Söhne, und nimmermehr suchet Frieden für sie und Glück; damit ihr stark werdet und genießet, was gut ist im Lande, und eure Kinder auf ewig zu Erben lasset. 13Und nach allem, was über uns durch unsere schlimmen Taten und durch unsere großen Vergehen gekommen ist, hast du, unser Gott, uns von unserer Ungerechtigkeit befreit und uns Rettung gewährt, wie es heute erscheint, 14damit wir uns nicht abwenden und deine Gebote übertreten, noch Heiraten mit den Völkern dieser Greuel eingehen. Wirst du denn über uns zürnen bis zur Vernichtung, dass du uns die Übriggebliebenen nicht zur Rettung lassest? 15Herr, Gott Israels! du bist gerecht; denn wir sind übriggeblieben, um gerettet zu werden, wie es sich heute zeigt. Siehe, wir stehen vor dir mit unserer Schuld; denn niemand kann deswegen vor dir bestehen.

Neues Testament

Apostelgeschichte 11

1Es hörten aber die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hätten. 2Als nun Petrus hinaufkam nach Jerusalem, stritten die, welche aus der Beschneidung waren, gegen ihn, 3und sprachen: Warum bist du zu Unbeschnittenen eingekehrt, und hast mit ihnen gegessen? 4Da begann Petrus, und erzählte ihnen den Hergang der Ordnung nach, und sprach: 5Ich war in der Stadt Joppe im Gebete, und sah in der Verzückung ein Gesicht: ein Behältnis, wie ein großes Leintuch, herabsteigen, welches an den vier Ecken vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam bis zu mir. 6Und indem ich auf dasselbe hinsah, und es betrachtete, sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde, und die wilden und die kriechenden Tiere, und die Vögel des Himmels. 7Ich hörte aber auch eine Stimme, die zu mir sprach: Stehe auf Petrus, schlachte und iß! 8Da sprach ich: Keinesweges, Herr! denn etwas Gemeines oder Unreines ist noch nie in meinen Mund eingegangen. 9Eine Stimme aber antwortete zum zweiten Male vom Himmel: Was Gott rein gemacht hat, nenne du nicht gemein. 10Dieses aber geschah zu dreien Malen; und alles ward wieder in den Himmel aufgenommen. 11Und sehet, alsbald standen drei Männer an dem Hause, in dem ich war, die von Cäsarea zu mir gesandt waren. 12Und der Geist sprach zu mir, ich sollte mit ihnen gehen ohne Bedenken. Es kamen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir traten in das Haus des Mannes. 13Da erzählte er uns, wie er den Engel in seinem Hause habe stehen sehen, der zu ihm sprach: Sende nach Joppe, und lass Simon, mit dem Beinamen Petrus, kommen. 14Dieser wird Worte zu dir sprechen, durch welche du Heil erlangen wirst, du und dein ganzes Haus. 15Als ich nun zu reden anfing, kam plötzlich der Heilige Geist auf sie, so wie auch auf uns am Anfange. 16Da gedachte ich des Wortes des Herrn, als er sagte: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geiste getauft werden. 17Wenn also Gott ihnen dieselbe Gnade gegeben hat, wie auch uns, die wir an den Herrn Jesus Christus geglaubt haben, wer war ich, dass ich vermocht hätte, Gott zu wehren? 18Nachdem sie dies gehört hatten, schwiegen sie, und priesen Gott, indem sie sprachen: Also auch den Heiden hat Gott Buße verliehen zum Leben! 19Jene nun, welche wegen der um Stephanus willen gekommenen Bedrängnis zerstreut waren, zogen umher bis Phönicien und Cypern und Antiochia, ohne jemand anders das Wort zu verkündigen, als allein den Juden. 20Es waren aber unter ihnen einige Männer aus Cypern und Cyrene, diese redeten, als sie nach Antiochia gekommen, auch zu den Griechen, und verkündigten den Herrn Jesus. 21Und die Hand des Herrn war mit ihnen; und eine große Anzahl ward gläubig, und bekehrte sich zu dem Herrn. 22Es kam aber die Kunde hiervon zu den Ohren der Kirche zu Jerusalem; und sie sandten den Barnabas bis nach Antiochia. 23Als dieser nun hinkam, und die Gnade Gottes sah, freute er sich, und ermahnte alle, mit dem Vorsatze ihres Herzens auszuharren im Herrn; 24denn er war ein trefflicher Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens. Und es wurde dem Herrn eine große Menge zugetan. 25Barnabas aber reiste nach Tarsus, um Saulus zu suchen; und da er ihn gefunden hatte, führte er ihn nach Antiochia. 26Und sie hielten sich daselbst in der Kirche ein ganzes Jahr auf, und lehrten eine große Menge, so dass die Jünger zuerst zu Antiochia Christen genannt wurden. 27In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem herab nach Antiochia. 28Und einer von ihnen, namens Agabus, stand auf, und zeigte durch den Geist an, das seine große Hungersnot über den ganzen Erdkreis kommen werde, welche auch wirklich unter Claudius eintrat. 29Die Jünger aber beschlossen alle, je nachdem ein jeder hatte, etwas an die in Judäa wohnenden Brüder zur Unterstützung zu senden. 30Dies taten sie auch, indem sie es an die Vorsteher durch die Hand des Barnabas und Saulus sandten.