Bibel in einem Jahr · Tag 139 von 365

Esra 4–6 · Apg 10

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das Buch der Esra 4

1Als aber die Feinde Judas und Benjamins hörten, dass die Kinder der Gefangenschaft dem Herrn, dem Gott Israels, den Tempel erbauten, 2traten sie zu Zorobabel und zu den Häuptern der Stammhäuser und sprachen zu ihnen: Lasset uns mit euch bauen, denn wir suchen euern Gott, so wie ihr; sehet, wir haben Opfer dargebracht seit den Tagen Asor-Haddans, des Königs von Assur, welcher uns herbeigeführt hat. 3Da sprachen Zorobabel und Josue und die übrigen Häupter der Stammhäuser Israels zu ihnen: Nicht euch und uns zugleich gehört es zu, unserm Gott ein Haus zu bauen, sondern nur wir allein wollen es dem Herrn, unserm Gott, bauen, wie uns Cyrus, der König von Persien, befohlen hat. 4So geschah es denn, dass das Volk des Landes das Volk von Juda hinderte und bei dem Baue störte. 5Und sie dingten wider sie Ratgeber, um ihr Vorhaben zu vereiteln, so lange Cyrus, der König von Persien, lebte, und bis zur Regierung des Darius, des Königs von Persien. 6Und der Regierung des Assuerus aber schrieben sie im Anfange seiner Regierung eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem. 7Und in den Tagen des Artaxerxes schrieben Beselam, Mithridates, Thabeel und die übrigen, welche mit ihnen im Einverständnis waren, an Artaxerxes, den König von Persien; die Klageschrift aber war syrisch geschrieben und man las sie in syrischer Sprache. 8Reum Beelteem und Samsai, der Schreiber, schrieben an den König Artaxerxes einen Brief über Jerusalem, also lautend: 9Reum Beelteem und Samsai, der Schreiber, und ihre übrigen Genossen, die Diniter, Apharsathachiter, Terphaliter, Apharsither, Erchuiter, Babylonier, Susanechiter, Dieviter und Älamiter, 10und die übrigen Völkerschaften, welche der große und glorreiche Asenapher weggeführt und in den Städten Samarias und in den andern Landschaften jenseits des Flusses angesiedelt hat in Frieden; 11(Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten:) Dem Könige Artaxerxes! Deine Knechte, die Männer, welche jenseits des Stromes wohnen, wünschen dir Heil! 12Es sei dem Könige kund, dass die Juden, welche von dir zu uns heraufzogen, nach Jerusalem gekommen sind, und diese aufrührerische und schlechte Stadt aufbauen, ihre Mauern aufrichten, und die Wände zusammenfügen. 13So sei also dem Könige kund, dass wenn diese Stadt aufgebaut und ihre Mauern hergestellt sein werden, sie keine Steuer, noch Zoll und jährliche Abgaben mehr geben werden, und diese Schädigung wird zuletzt selbst die Könige treffen. 14Wir aber sind des Salzes eingedenk, das wir im Palaste essen, und weil es uns unrecht scheint, den Schaden des Königs ansehen zu müssen, darum senden wir hin und geben dem Könige Nachricht, 15damit du in den Büchern der Denkwürdigkeiten deiner Väter nachsuchen lassest; und du wirst in den Denkwürdigkeiten geschrieben finden und ersehen, dass diese Stadt eine aufrührerische Stadt ist und Königen und Ländern Schaden zufügt und dass in ihr von jeher Kriege angestiftet werden, weshalb denn auch diese Stadt zerstört wurde. 16Wir tun dem Könige zu wissen, dass du, wenn diese Stadt aufgebaut wird und ihre Mauern wiederhergestellt werden, jenseits des Stromes keinen Besitz mehr haben wirst. 17Da sandte der König einen Befehl an Reum Beelteem und an Samsai, den Schreiber, und an die übrigen Bewohner Samarias, die ihre Genossen waren, und an die andern jenseits des Stromes, indem er ihnen Heil und Frieden wünschte. 18Die Anklage, welche ihr an uns gesendet, ist deutlich vor mir gelesen worden 19denn es ward von mir Befehl gegeben, man hat nachgeforscht und gefunden, dass diese Stadt von alters her sich gegen die Könige auflehnt und Aufruhr und Streit in ihr angestiftet werden; 20denn auch sehr mächtige Könige waren in Jerusalem, welche über die ganze Landschaft jenseits des Stromes ihre Herrschaft ausübten und Zoll und Abgaben empfingen. 21So höret nun die Entscheidung: Tuet jenen Männern Einheit, dass diese Stadt nicht wieder aufgebaut werde, bis etwa von mir Befehl dazu gegeben wird. 22Sehet zu, dass ihr dies nicht saumselig vollziehet und allmählich der Nachteil, den die Könige erdulden, wachse. 23Als die Abschrift des Befehles des Königs Artaxerxes vor Reum Beelteem und Samsai, dem Schreiber, und ihren Genossen gelesen war, zogen sie eilig nach Jerusalem zu den Juden und taten ihnen mit mächtigem Arme Einhalt. 24Damals ward das Werk am Hause des Herrn zu Jerusalem eingestellt und es geschah nichts bis zum zweiten Jahre der Regierung des Darius, des Königs von Persien.

Das Buch der Esra 5

1Es weissagten aber Aggäus, der Prophet, und Zacharias, der Sohn Addos, den Juden, welche in Judäa und Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels. 2da erhoben sich Zorobabel, der Sohn Salathiels, und Josue, der Sohn Josedeks, und fingen an, den Tempel Gottes zu Jerusalem zu bauen, und mit ihnen waren die Propheten Gottes und standen ihnen bei. 3Zu dieser Zeit kamen Thathanai, der Statthalter jenseits des Stromes, zu ihnen und Stharbuzanai und deren Genossen und sprachen also zu ihnen: wer hat euch geraten, dieses Haus zu erbauen und seine Mauern wiederherzustellen? 4Darauf antworteten wir ihnen und nannten die Männer, welche Urheber dieses Baues seien. 5Das Auge ihres Gottes aber wachte über den Ältesten der Juden und so konnten jene ihnen nicht wehren. Und es ward beschlossen, die Sache an Darius zu berichten, dass sie sich alsdann gegen diese Anklage verantworteten. 6Abschrift des Briefes, welchen Thathanai, der Statthalter des Landes jenseits des Stromes, und Stharbuzanai und seine Genossen, die Arphasachiter, welche jenseits des Stromes waren, an den König Darius sandten. 7Der Bericht, den sie ihn sandten, lautete also: Darius, dem Könige, allen Frieden! 8Es sei dem Könige kund, dass wir in das Land Judäa gegangen sind, zu dem Hause des großen Gottes, das aus unbehauenen Steinen und mit Balken gebaut wird, die in die Wände eingefügt werden, und dieses Werk wird eifrig betrieben und wächst unter ihren Händen. 9Wir haben also die Ältesten gefragt und so zu ihnen gesprochen: wer hat euch die Erlaubnis gegeben, dieses Haus aufzubauen und diese Mauern wiederherzustellen? 10Auch nach ihren Namen haben wir sie gefragt, um dir dieselben kundzutun, und haben die Namen der Männer aufgeschrieben, welche unter ihnen die Häupter sind. 11Diese Antwort aber haben sie uns gegeben und gesprochen: Wir sind Diener des Gottes des Himmels und der Erde und bauen den Tempel auf, welcher vordem vor vielen Jahren errichtet war und welchen ein großer König von Israel gebaut und aufgeführt hatte. 12Nachdem aber unsere Väter den Gott des Himmels erzürnt hatten, gab er sie in die Hände Nabuchodonosors, des Königs von Babylon, des Chaldäers, hin, der dieses Haus zerstörte und sein Volk nach Babylon hinwegführte. 13Im ersten Jahre des Cyrus aber, des Königs von Babylon, gab der König Cyrus den Befehl, dieses Haus Gottes zu bauen. 14Denn auch die goldenen und silbernen Geräte des Tempels Gottes, die Nabuchodonosor aus dem Tempel, der zu Jerusalem war, weggenommen und in den Tempel zu Babylon gebracht hatte, gab der König Cyrus aus dem Tempel von Babylon heraus, und sie wurden einem Manne Namens Sassabasar übergeben, den er auch als Statthalter einsetzte. 15Zu diesem sprach er: Nimm diese Gerätschaften und ziehe hin und lege sie in den Tempel zu Jerusalem nieder, und das Haus Gottes werde an seiner Stätte aufgebaut. 16Hierauf also kam dieser Sassabasar und legte den Grund zum Tempel Gottes in Jerusalem und seit der Zeit bis jetzt wird an ihm gebaut und noch ist er nicht vollendet. 17Wenn es also dem Könige gut scheint, so lasse er in der Schriftensammlung des Königs, die zu Babylon ist, nachforschen, ob von dem Könige Cyrus der Befehl erteilt worden ist, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen, und lasse uns seinen Willen hierüber wissen.

Das Buch der Esra 6

1Da gab der König Darius Befehl und man forschte in der Sammlung der Schriften nach, die in Babylon hinterlegt waren. 2Und es fand sich zu Ekbatana, einer Burg in dem Lande Medien, eine Rolle; in dieser war eine solche Denkwürdigkeit geschrieben: 3Im ersten Jahre des Königs Cyrus: Der König Cyrus hat bestimmt, dass das Haus Gottes in Jerusalem an dem Orte, wo man Opfer darbringen soll, aufgebaut und dass der Grund gelegt werden soll, der eine Höhe von sechzig Ellen zu tragen bestimmt ist, 4drei Lagen von unbehauenen Steinen und ebenso Lagen von neuem Holze; die Kosten aber sollen von dem Hause des Königs gegeben werden. 5Dazu sollen die goldenen und silbernen Gerätschaften des Tempels Gottes, welche Nabuchodonosor aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen und nach Babylon gebracht hat, zurückgegeben und in den Tempel zu Jerusalem an ihren Ort gebracht werden. Sie sind auch in der Tat im Tempel Gottes niedergelegt worden. 6Nun also, Thathanai, Statthalter des Landes jenseits des Stromes, Stharbuzanai, samt euren Genossen, den Arphasachitern, die ihr jenseits des Stromes seid, bleibt fern von ihnen. 7und lasset diesen Tempel Gottes durch den Fürsten der Juden und durch ihre Ältesten herstellen, dass sie dieses Haus Gottes an seiner Stätte aufbauen. 8Auch ist von mir Befehl ergangen, was von diesen Ältesten der Juden geschehen soll, damit das Haus Gottes aufgebaut werde, nämlich dass aus der Klasse des Königs, das ist von den Steuern, welche von dem Lande jenseits des Stromes gezählt werden, jenen Männern unverweilt die Kosten ausgehändigt werden, damit die Arbeit nicht behindert werde. 9Und wenn sie dessen benötigt sind, soll man ihnen junge Rinder und Lämmer und Böcke zum Brandopfer für den Gott des Himmels, Getreide, Salz, Wein und Öl, nach der Vorschrift der Priester in Jerusalem, Tag für Tag geben, so dass kein Grund zur Klage ist. 10Und sie mögen dem Gott des Himmels Opfer darbringen und für das Leben des Königs und seiner Söhne beten. 11So ist es denn von mir als Erlass ergangen, jedem, der diesen Befehl ändert, einem Balken aus seinem Hause zu reißen und aufzurichten, um ihn an denselben zu schlagen, sein Haus aber öffentlich zu verkaufen. 12Gott aber, der seinem Namen daselbst eine Wohnung bereitete, zerstöre jedes Reich und Volk, das seine Hand ausstreckt, um Widerstand entgegenzusetzen und dieses Haus Gottes in Jerusalem zu zerstören. Ich, Darius, habe den Befehl gegeben und will, dass er sorgfältig vollzogen werde. 13Da setzten Thathanai, der Statthalter des Landes jenseits des Stromes, und Stharbuzanai und seine Genossen, alles sorgfältig ins Werk, so wie es der König Darius befohlen hatte. 14Die Ältesten der Juden aber bauten und es gelang ihnen nach der Weissagung des Aggäus, des Propheten, und des Zacharias, des Sohnes Addos; und sie bauten und richteten auf nach dem Geheiße des Gottes Israels und nach dem Befehle des Cyrus und des Darius und des Artaxerxes, der Könige von Persien, 15und sie vollendeten dieses Haus Gottes bis zum dritten Tag des Monats Adar, das ist das sechste Jahr der Herrschaft des Königs Darius. 16Dann feierten die Söhne Israels, die Priester und Leviten und die übrigen Söhne der Wegführung, die Einweihung des Hauses Gottes mit großer Freude. 17Und sie brachten zur Einweihung des Hauses Gottes hundert junge Rinder, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer und zwölf Ziegenböcke als Sündopfer für ganz Israel, nach der Zahl der Stämme Israels, dar. 18Auch bestellten sie die Priester nach ihren Ordnungen und die Leviten nach ihren Abteilungen zu dem Dienste Gottes in Jerusalem, wie im Buche Moses geschrieben ist. 19Dann hielten die Söhne Israels aus der Gefangenschaft das Pascha am vierzehnten Tage des ersten Monats, 20denn die Priester und Leviten hatten sich wie ein Mann gereinigt und waren alle rein, so dass sie das Pascha für alle Söhne der Wegführung und für ihre Brüder, die Priester, und für sich selbst opfern konnten. 21Und die Söhne Israels, welche aus der Wegführung zurückgekommen waren, aßen es, sowie alle, die sich zu ihnen von der Unreinigkeit der Völker des Landes abgesondert hatten, um den Herrn, den Gott Israels, zu suchen. 22Auch hielten sie das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage hindurch in Freuden, denn der Herr hatte ihnen Freude gespendet und ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewendet, dass er ihre Hände bei dem Baue des Hauses des Herrn, des Gottes Israels, stärkte.

Neues Testament

Apostelgeschichte 10

1Ein Mann aber in Cäsarea mit Namen Kornelius, ein Hauptmann von der Schar, welche die italische hieß; 2fromm, und gottesfürchtig mit seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen spendete, und zu Gott immerdar betete, 3dieser sah in einem Gesichte deutlich, um die neunte Stunde des Tages, einen Engel Gottes zu sich hereintreten, und zu ihm sagen: Kornelius! 4Er aber schaute ihn an, und sprach von Furcht ergriffen: Was ist, Herr? Dieser sagte zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind emporgestiegen zum Andenken vor Gott. 5Und jetzt sende Männer nach Joppe, und lass einen gewissen Simon holen, der Petrus genannt wird. 6Dieser wohnt bei einem gewissen Simon, einem Gerber, dessen Haus am Meere liegt; er wird dir sagen, was du tun sollst. 7Als nun der Engel, der zu ihm redete, weggegangen war, rief er zwei seiner Diener und einen gottesfürchtigen Soldaten von denen, die unter ihm standen. 8Diesen erzählte er alles, und sandte sie nach Joppe. 9Am andern Tage aber, als jene auf dem Wege waren, und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach hinauf, um zu beten, um die sechste Stunde. 10Und er ward hungrig, und wollte essen. Während sie aber zurichteten, kam eine Entzückung über ihn: 11Er sah den Himmel geöffnet, und ein Behältnis herabkommen, wie ein großes Leintuch, welches an vier Enden vom Himmel zur Erde herabgelassen wurde. 12In demselben waren alle vierfüßigen und kriechenden Tiere der Erde und die Vögel des Himmels. 13Und eine Stimme ließ sich vernehmen: Stehe auf Petrus, schlachte und iß! 14Petrus aber sprach: Das sei ferne, Herr! denn niemals habe ich etwas gegessen, was gemein und unrein ist. 15Und zum zweiten Male sprach eine Stimme zu ihm: Was Gott gereiniget hat, nenne du nicht gemein. 16Dies aber geschah zu dreien Malen; und sofort wurde das Behältnis in den Himmel aufgenommen. 17Als nun Petrus bei sich selbst im Zweifel war, was wohl das Gesicht, welches er gesehen, zu bedeuten habe, siehe, da standen die Männer, welche Kornelius gesandt hatte, nach Simons Hause fragend, an der Türe. 18Sie riefen und fragten, ob Simon, mit dem Zunamen Petrus, sich daselbst aufhalte. 19Indem aber Petrus über das Gesicht nachdachte, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich! 20Stehe also auf, steige hinab, und gehe ohne Bedenken mit ihnen; denn ich habe sie gesendet. 21Da ging Petrus hinab zu den Männern, und sprach: Sehet, ich bin es, den ihr suchet. Was ist die Ursache, weswegen ihr gekommen seid? 22Sie sprachen: Kornelius, ein Hauptmann, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der auch von dem ganzen Volk der Juden ein gutes Zeugnis hat, hat durch einen heiligen Engel Offenbarungen erhalten, dich in sein Haus rufen zu lassen, und Worte von dir zu hören. 23Da führte er sie hinein, und beherbergte sie. Am folgenden Tage aber machte er sich mit auf, und zog mit ihnen, und einige der Brüder von Joppe geleiteten ihn. 24Des andern Tages kam er nach Cäsarea. Kornelius aber erwartete sie, und hatte seine Verwandten und vertrauten Freunde zusammenberufen. 25Und es geschah, da Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen, und betete an. 26Petrus aber hob ihn auf, und sprach: Steh auf, auch ich selbst bin ein Mensch! 27Und mit ihm redend ging er hinein, und fand viele versammelt. 28Da sprach er zu ihnen: Ihr wisset, wie ein Jude es verabscheut, sich einem Fremdlinge anzuschließen, oder zu ihm zu gehen; mir aber hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu heißen. 29Darum bin ich ohne Bedenken gekommen, als ich hergerufen ward. So frage ich denn: Aus welcher Ursache habt ihr mich rufen lassen? 30Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen um eben diese Stunde betete ich zur neunten Stunde in meinem Hause, und siehe, ein Mann stand vor mir in weißem Gewande, und sprach: 31Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. 32Sende also nach Joppe, und lass Simon kommen, der den Beinamen Petrus hat. Er hat seine Herberge im Hause Simons, eines Gerbers, nahe am Meere. 33Sogleich nun habe ich nach dir gesendet; und du hast wohl getan, dass du gekommen bist. Jetzt also sind wir alle vor dir gegenwärtig, um alles zu hören, was dir vom Herrn aufgetragen worden ist. 34Da tat Petrus seinen Mund auf, und sprach: In Wahrheit erfahre ich, dass Gott nicht die Person ansieht: 35sondern in jedem Volke ist, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übet, ihm angenehm. 36Gott sandte das Wort den Kindern Israels, und verkündete Frieden durch Jesus Christus. (Dieser ist Herr über alle.) 37Ihr kennt die Begebenheit, welche sich durch ganz Judäa zugetragen hat, von Galiläa angefangen, nach der Taufe, welche Johannes predigte; 38wie Gott Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist und mit Kraft salbte; welcher umherging, Gutes tuend, und alle, die vom Teufel bewältigt waren, heilend, denn Gott war mit ihm. 39Und wir sind Zeugen von allem, was er im Lande der Juden und zu Jerusalem getan hat. Sie aber hingen ihn an das Kreuz und töteten ihn. 40Diesen hat Gott am dritten Tage auferweckt, und ihn offenbar werden lassen, 41nicht dem ganzen Volke, sondern den von Gott vorherbestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er von den Toten auferstanden war. 42Und er hat uns geboten, dem Volke zu predigen, und Zeugnis zu geben, dass er es ist, der von Gott als Richter der Lebendigen und der Toten bestellt ist. 43Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass alle, die an ihn glauben, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangen. 44Während Petrus noch diese Worte sprach, kam der Heilige Geist auf alle, welche das Wort hörten. 45Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, staunten, dass auch über die Heiden die Gnade des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; 46denn sie hörten sie in Sprachen reden, und Gott verherrlichen. 47Da nahm Petrus das Wort: Kann wohl jemand das Wasser versagen, dass diese nicht getauft werden, die den Heiligen Geist empfangen haben, so wie auch wir? 48Und er befahl, sie im Namen des Herrn Jesus Christus zu taufen. Darnach baten sie ihn, einige Tage bei ihnen zu bleiben.