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Die Bibel in einem Jahr · Tag 41 von 365

Numeri 17–20

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Numeri 17

1Und der Herr redete zu Moses und sprach: 2Rede zu den Söhnen Israels, und lass dir von ihnen je einen Stab von jedem Geschlechte geben, von allen Fürsten der Stämme, also zwölf Stäbe, und schreibe den Namen eines jeden auf seinen Stab. 3Der Name Aarons aber soll auf dem des Stammes Levi stehen, und je ein Stab soll alle Familien eines Stammes zusammen darstellen. 4Sodann lege diese in das Zelt des Bundes vor das Zeugnis, wo ich zu dir reden werde. 5der, welchen ich unter ihnen erwähle, dessen Stab wird sprossen; so werde ich den Klagen der Söhne Israels, mit denen sie gegen euch murren, vor mir Einhalt tun. 6Da redete Moses zu den Söhnen Israels; und alle Fürsten gaben ihm Stäbe, je einen für jeden Stamm; und es waren zusammen zwölf Stäbe außer dem Stabe Aarons. 7Sodann legte Moses dieselben vor dem Herrn in dem Zelte des Zeugnisses nieder. 8Als er aber am anderen Tage wieder hinging, fand er, dass der Stab Aarons vom Hause Levi ausgeschlagen hatte; aus den vollen Knospen waren Blüten aufgebrochen, welche, ihre Blätter entfaltend, sich zu Mandeln herangebildet hatten. 9Da brachte Moses alle Stäbe von dem Herrn zu allen Söhnen Israels heraus, und sie beschauten sie, und ein jeder nahm seinen Stab zurück. 10Der Herr aber sprach zu Moses: Trage den Stab Aarons wieder in das Zelt des Zeugnisses zurück, damit er daselbst aufbewahrt werde als Wahrzeichen für die widerspenstigen Söhne Israels und ihre Klagen vor mir verstummen, dass sie nicht sterben. 11Und Moses tat, wie der Herr geboten hatte. 12Die Söhne Israels aber sprachen zu Moses: Siehe, wir sind verloren, wir alle kommen um! 13Wer irgend zum Zelte des Herrn herantritt, ist des Todes; sollen wir den vollends alle vertilgt werden?

Numeri 18

1Und der Herr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne, und das Haus deines Vaters mit dir, sollt die Vergehungen gegen das Heiligtum tragen; und du und deine Söhne zugleich sollt die Sünden gegen euer Priestertum tragen. 2Aber auch deine Brüder vom Stamme Levi, den Stab deines Vaters, nimm mit dir, sie sollen bereit sein, dir zu dienen; du aber und deine Söhne, ihr sollt den Dienst im Zelte des Zeugnisses versehen. 3Und die Leviten sollen auf deine Befehle Acht haben und alle Dienste am Zelte versehen; jedoch den Geräten des Heiligtums und dem Altare sollen sie nicht nahen, damit nicht ebenso sie sterben und ihr alle zugleich umkommet. 4Sie seien aber bei dir, und mögen auf die Hut des Zeltes Acht haben, und den gesamten heiligen Dienst bei demselben besorgen. Kein Fremder soll sich unter euch mischen. 5Besorget die Hut des Heiligtums und den Dienst am Altare, damit kein Zorngericht über die Söhne Israels komme. 6Ich habe euch eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israels gegeben und sie als Geschenk dem Herrn zu eigen gegeben, damit sie den Dienst an seinem Zelte versehen. 7Du aber und deine Söhne, waltet eures Priesteramtes; und alles, was zum Dienste am Altare gehört und innerhalb des Vorhanges ist, soll durch die Priester versehen werden. Wenn ein Fremder sich naht, soll er getötet werden. 8Und der Herr sprach zu Aaron: Siehe, ich übergebe dir die Hut über meine Erstlinge. Alles, was von den Söhnen Israels geheiligt wird, bestimme ich dir und deinen Söhnen für den priesterlichen Dienst als ewiges Recht. 9Folgendes also sollst du von dem, was geweiht und dem Herrn dargebracht wird, nehmen. Alle Opfergaben und Speiseopfer, und was als Sünd- und Schuldopfer mir dargebracht wird und hochheilig ist, soll dir und deinen Söhnen gehören. 10Im Heiligtume sollst du es essen; und nur die männlichen Personen sollen davon essen, weil es dir geweiht ist. 11Die Erstlinge aber, welche die Söhne Israels geloben und opfern, schenke ich dir, und deinen Söhnen, und deinen Töchtern, als ewiges Recht; wer in deinem Hause rein ist, darf davon essen. 12Alles Beste vom Öl, vom Wein und vom Getreide, alles, was sie dem Herrn an Erstlingen darbringen, gebe ich dir. 13Alle Erstlinge der Früchte, welche der Boden erzeugt und die dem Herrn dargebracht werden, sollen zu deinem Gebrauche dienen; wer in deinem Hause rein ist, darf davon essen. 14Alles, was die Söhne Israels infolge eines Gelübdes darbringen, soll dein sein. 15Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht von allem Fleische, das man dem Herrn opfert, es sei Mensch oder Vieh, soll dir gehören; doch so, dass du für die Erstgebornen unter den Menschen Lösegeld nehmen und alle Erstgeburt der unreinen Tiere auslösen lässest. 16Nach einem Monat sollst du sie auslösen lassen um fünf Sekel Silber, nach dem Gewichte des Heiligtums. Der Sekel hat zwanzig Obolen. 17Dagegen die Erstgeburt eines Rindes, oder eines Schafes, oder einer Ziege sollst du nicht auslösen lassen, weil sie dem Herrn geweiht sind; nur ihr Blut sollst du über den Altar gießen und ihr Fett zum lieblichen Geruche für den Herrn verbrennen. 18Ihr Fleisch aber soll zu deinem Gebrauche dienen, wie auch das geweihte Bruststück und die rechte Schulter dein sein sollen. 19Alle Erstlingsgaben für das Heiligtum, welche die Söhne Israels dem Herrn darbringen, gebe ich dir, und deinen Söhnen, und deinen Töchtern, als ewiges Recht. Es ist ein ewig geltender Salzbund vor dem Herrn, für dich und deine Söhne. 20Und der Herr sprach zu Aaron: Ihr sollt in ihrem Lande keinen Besitz, noch Anteil unter ihnen haben; ich bin dein Anteil und Erbbesitz inmitten der Söhne Israels. 21Alle Zehnten Israels aber gebe ich den Söhnen Levis als Besitz für den Dienst, den sie mir am Zelte des Bundes verrichten, 22dass die Söhne Israels fortan nicht mehr dem Zelte nahen und eine Sünde begehen, die den Tod bringt. 23Nur die Söhne Levis sollen mir am Zelte dienen und die Sünden des Volkes auf sich nehmen; dies sei eine bei euch von Geschlecht zu Geschlecht ewig geltende Vorschrift. Sie sollen keinen andern Besitz haben, 24sondern mit dem dargebrachten Zehnten zufrieden sein, den ich zu ihrem Gebrauche und zu ihrem Bedarf eigens bestimmt habe. 25Und der Herr redete zu Moses und sprach: 26Befiehl den Leviten und sage ihnen: Wenn ihr von den Söhnen Israels den Zehnten empfanget, den ich euch gegeben, so bringet die Erstlinge davon, das ist den Zehnten vom Zehnten, dem Herrn dar, 27dass es euch als Erstlingsopfer angerechnet werde, von der Tenne sowohl wie von der Kelter. 28Desgleichen sollt ihr von allem, wovon ihr die Erstlinge empfanget, dem Herrn ein Opfer darbringen und es Aaron, dem Priester, geben. 29Alles, was ihr von dem Zehnten darbringt und als Gabe für den Herrn absondert, soll das Beste und Auserlesenste sein. 30Sage ihnen auch: Wenn ihr das Beste und Auserlesenste von den Zehnten opfert, so soll es euch so angerechnet werden, als hättet ihr die Erstlinge von Tenne und Kelter gegeben; 31und ihr und eure Familien dürft es an allen euren Orten verzehren; denn es ist der Lohn für den Dienst, den ihr im Zelte des Zeugnisses tuet. 32versündiget euch nicht dadurch, dass ihr das Beste und fetteste für euch behaltet, damit ihr die Gaben der Söhne Israels nicht entheiliget und sterbet.

Numeri 19

1Und der Herr redete zu Moses und Aaron und sprach: 2Dies ist eine heilige Vorschrift über das Schlachtopfer, welche der Herr festgesetzt hat. Gebiete den Söhnen Israels, dass sie eine rote Kuh zu dir führen, die ausgewachsen, ohne Fehler ist, und noch kein Joch getragen hat; 3diese sollt ihr Eleazar, dem Priester, übergeben, der sie aus dem Lager herausführen und vor aller Augen schlachten lassen soll. 4Dann soll er den Finger in ihr Blut tauchen und gegen den Eingang des Zeltes hin siebenmal sprengen, 5und die Kuh vor aller Augen verbrennen lassen; ebenso das Fell und das Fleisch, wie ihr Blut und ihr Unrat soll dem Feuer übergeben werden. 6Sodann soll der Priester Zedernholz, Ysop, und doppelt gefärbten Karmosin in das Feuer werfen, von dem die Kuh verzehrt wird. 7Hierauf soll er seine Kleider und seinen Leib waschen, und darnach erst darf er wieder in das Lager kommen und soll unrein sein bis zum Abend. 8Aber auch der, welcher sie verbrannt hat, soll seine Kleider und seinen Leib waschen und unrein sein bis zum Abend. 9Jemand aber, der rein ist, soll die Asche der Kuh sammeln und sie außerhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten, damit sie für die Gemeinde der Söhne Israels zum Reinigungswasser aufbewahrt werde; denn die Kuh ward als Sündopfer verbrannt. 10Und der, welcher die Asche der Kuh hinweggetragen hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend. Das soll den Söhnen Israels und den Fremdlingen, die unter ihnen wohnen, als eine heilige und ewig verpflichtende Satzung gelten. 11Wer die Leiche eines Menschen berührt und deshalb sieben Tage unrein ist, 12soll mit diesem Wasser am dritten und siebenten Tage besprengt werden, und so wird er rein werden. Wird er am dritten Tage nicht besprengt, so kann er am siebenten nicht rein werden. 13Jeder, der den Leichnam eines verstorbenen Menschen berührt und mit diesem gemischten Wasser nicht besprengt ist, verunreinigt das Zelt des Herrn und wird ausgetilgt werden aus Israel; denn weil er nicht mit dem Wasser der Versöhnung besprengt ward, wird er unrein sein und seine Unreinigkeit ihm anhaften. 14Das ist die Bestimmung betreffs eines Menschen, der in einem Zelte stirbt: Alle, die in dieses Zelt eintreten, und alle Gerätschaften, welche in demselben sind, sollen sieben Tage unrein sein. 15Ein Gefäß, das keinen Deckel hat und oben nicht zugebunden ist, soll unrein sein. 16Wer auf dem Felde den Leichnam eines ermordeten oder gestorbenen Menschen, oder sein Gebein, oder sein Grab berührt, soll sieben Tage unrein sein. 17Und man soll etwas von der Asche des verbrannten Sündopfers nehmen und fließendes Wasser in ein Gefäß darüber gießen. 18Sodann soll jemand, der rein ist, Ysop in das Wasser tauchen und das ganze Zelt, und alles Geräte, und die Menschen, die mit solcher Unreinigkeit befleckt sind, damit besprengen. 19Und so soll ein Reiner den Unreinen am dritten und siebenten Tage besprengen. Und wenn er am siebenten Tage entsündigt ist, soll er sich und seine Kleider waschen und unrein bleiben bis zum Abend. 20Wer aber auf solche Weise nicht entsündigt ist, soll weggetilgt werden aus der Mitte der Gemeinde, weil er das Heiligtum des Herrn verunreinigt hat und mit dem Wasser der Reinigung nicht besprengt worden ist. 21Das soll eine ewig geltende Vorschrift sein. Auch der, welcher das Wasser sprengt, soll seine Kleider waschen: Jeder, der das Entsündigungswasser berührt, soll unrein sein bis zum Abend. 22Alles, was ein Unreiner anrührt, macht er unrein; und wer etwas davon berührt, soll unrein sein bis zum Abend.

Numeri 20

1Hierauf kamen die Söhne Israels, die ganze Gemeinde, in die Wüste Sin im ersten Monate; und das Volk blieb in Kades. Und Maria starb dort und ward an demselben Orte begraben. 2Da es nun dem Volke an Wasser gebrach, rotteten sie sich wider Moses und Aaron zusammen, 3und erregten Aufruhr, und sprachen: O wären wir doch unter unsern Brüdern vor dem Herrn umgekommen! 4Warum habt ihr die Gemeinde des Herrn in die Wüste herausgeführt, dass wir samt unserem Viehe sterben? 5Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufziehen lassen und uns an diesen schlimmen Ort gebracht, wo man nicht säen kann, wo weder Feigen wachsen, noch Weinstöcke, noch Granatäpfel, und wo überdies auch kein Wasser zum Trinken ist? 6Da verließen Moses und Aaron die Gemeinde, und gingen in das Zelt des Bundes, und warfen sich auf ihr Angesicht zur Erde nieder, und riefen zu dem Herrn, und sprachen: Herr, Gott! erhöre das Geschrei dieses Volkes und öffne ihnen deinen Schatz, einen Quell lebendigen Wassers, dass sie satt werden und ihr Murren aufhöre. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn über ihnen. 7Und der Herr redete zu Moses und sprach: 8Nimm den Stab und versammle das Volk, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen, so wird er Wasser geben. Und wenn du Wasser aus dem Felsen hervorquellen lässest, soll die ganze Gemeinde samt ihrem Vieh trinken. 9Da nahm Moses den Stab, der vor dem Herrn war, wie er ihm befohlen hatte, 10und versammelte die Gemeinde vor dem Felsen und sprach zu ihnen: Höret, ihr Widerspenstigen und Ungläubigen! Werden wir euch wohl Wasser aus diesem Felsen hervorgehen lassen können? 11Hierauf erhob Moses seine Hand und schlug mit seinem Stabe zweimal an den Felsen, da strömte Wasser in Fülle heraus, so dass Volk und Vieh trank. 12Und der Herr sprach zu Moses und Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, so dass ihr mich vor den Söhnen Israels verherrlichtet, sollt ihr dies Volk nicht in das Land führen, das ich ihnen geben werde. 13Das ist das Wasser des Widerspruches, wo die Söhne Israels wider den Herrn haderten und er sich an ihnen verherrlichte. 14Inzwischen sandte Moses Boten von Kades aus zu dem Könige von Edom, welche sagen sollten: Dies entbietet dir dein Bruder Israel: Du kennst alle Mühsale, die uns betroffen haben, 15wie unsere Väter nach Ägypten hinabgezogen sind, und wir dort lange Zeit gewohnt haben, und die Ägypter uns und unsere Väter bedrückt haben; 16und wie wir zu dem Herrn riefen, und er uns erhörte, und seinen Engel sandte, der uns aus Ägypten herausführte. Siehe, wir lagern in der Stadt Kades, welche an der Grenze deines Gebietes liegt, 17und bitten, du wollest uns durch dein Land ziehen lassen. Wir wollen nicht durch Äcker, noch durch Weinberge ziehen, nicht Wasser aus deinen Brunnen trinken, sondern auf der Heerstraße dahin ziehen, ohne zur Rechten oder zur Linken abzubiegen, so lange wir dein Gebiet durchziehen. 18Edom aber antwortete ihm: Durch mein Gebiet sollst du nicht hindurchziehen, oder ich trete dir gewaffnet entgegen. 19Da sprachen die Söhne Israels: Wir wollen auf dem gebahnten Weg dahin ziehen; und wenn wir und unser Vieh dein Wasser trinken, so wollen wir geben, was recht ist; die Entschädigung soll keine Schwierigkeit machen, wir möchten nur schnell hindurchziehen. 20Er aber antwortete: Du wirst nicht durchziehen; und alsbald zog er ihnen mit zahllosem Volke und gewaffneter Hand entgegen 21und wollte ihren Bitten nicht willfahren, ihnen den Durchzug durch sein Gebiet zu gewähren. Deshalb ließ ihn Israel und bog ab. 22Als sie hierauf von Kades aufbrachen, kamen sie zu dem Berge Hor, der an den Grenzen des Landes Edom ist. 23Dort redete der Herr zu Moses: 24Aaron, sprach er, soll nunmehr zu seinem Volke scheiden; denn er soll das Land, das ich den Söhnen Israels gebe, nicht betreten, weil er meinem Munde bei dem Wasser des Widerspruches nicht geglaubt hat. 25Nimm Aaron und seinen Sohn mit ihm und führe sie auf den Berg Hor; 26alsdann ziehe dem Vater seine Kleider aus, und lege sie seinem Sohne Eleazar an; Aaron soll abberufen werden und allda sterben. 27Da tat Moses, wie der Herr geboten hatte; und sie stiegen auf den Berg Hor vor den Augen des ganzen Volkes. 28Und Moses zog Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohne Eleazar an. 29Als nun jener auf der Höhe des Berges gestorben war, stieg Moses mit Eleazar herab. 30Da aber die ganze Gemeinde sah, dass Aaron gestorben war, beweinte sie ihn dreißig Tage lang in allen ihren Familien.

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