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Die Bibel in einem Jahr · Tag 42 von 365

Numeri 21–24

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Numeri 21

1Als Arad, der König der Chananiter, der gegen Süden wohnte, dies vernahm, dass nämlich Israel auf dem Wege der Kundschafter herangekommen sei, kämpfte er gegen Israel, und blieb Sieger, und führte von ihm Beute hinweg. 2Da verband sich Israel dem Herrn durch ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk in meine Hand gibst, werde ich seine Städte zerstören. 3Und der Herr erhörte das Flehen Israels und übergab ihnen die Chananiter, und Israel erschlug sie, und zerstörte ihre Städte, und nannte den Namen dieses Ortes Horma, das ist Bannung. 4Dann aber brachen sie von dem Berge Hor auf und zogen weiter auf der Straße, welche zum roten Meere führt, um das Land Edom zu umgehen. Da ward das Volk mißmutig über den Zug und die Beschwerden, 5und redete wider Gott und Moses, und sprach: Warum hast du uns aus Ägypten weggeführt, damit wir in der Wüste sterben? Brot fehlt, Wasser ist nicht da, und diese elende Speise ekelt uns bereits an. 6Deswegen sandte der Herr Feuerschlangen unter das Volk. Als sie von diesen gebissen wurden und sehr viele von ihnen starben, 7kamen sie zu Moses und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den Herrn und dich geredet haben; bete, dass er die Schlangen von uns nehme. Da betete Moses für das Volk. 8Und der Herr sprach zu ihm: Mache eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sie anblickt, soll am Leben bleiben. 9Also machte Moses eine eherne Schlange und richtete sie zum Zeichen auf; blickten die, welche gebissen waren, sie an, so wurden sie geheilt. 10Hierauf brachen die Söhne Israels auf und lagerten sich in Oboth. 11Von dort zogen sie weiter und lagerten sich in Jeabarim, in der Wüste, welche ostwärts gegen Moab hin liegt. 12Von da an aufbrechend, kamen sie an den Bach Zared. 13Diesen verließen sie und lagerten sich dem Arnon gegenüber, der in der Wüste ist und am Gebiete der Amorrhiter dahinfließt. Denn der Arnon bildet die Grenze von Moab und scheidet die Moabiter und Amorrhiter. 14Daher heißt es im Buche der Kriege des Herrn: Wie er am roten Meere getan, so wird er auch an den Tälern des Arnon tun. 15Die Felsen der Gießbäche neigten sich, um zu ruhen in Ar, sich zu lehnen an die Grenzen der Moabiter. 16Dort entsprang der Brunnquell, von dem der Herr zu Moses gesprochen: Versammle das Volk, so will ich ihm Wasser geben. 17Damals sang Israel dieses Lied: Steige herauf, o Brunnquell! Zusammen sangen sie: 18Brunnquell, von Fürsten gegraben, den die Heerführer durch den Gesetzgeber und mit ihren Stäben bereitet. Aus der Wüste zogen sie nach Matthana; 19von Matthana nach Nahaliel; von Nahaliel nach Bamoth; 20und von Bamoth weiter in ein Tal im Lande Moab, an der Höhe des Phasga, der auf die Wüste herabsieht. 21Israel aber sandte Boten zu Sehon, dem Könige der Amorrhiter, und sprach: 22Ich bitte, lass mich durch dein Land ziehen; wir werden nicht in die Äcker und Weinberge abbiegen, nicht Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Heerstraße werden wir bleiben, so lange wir durch dein Gebiet ziehen. 23Er aber wollte nicht gestatten, dass Israel durch sein Gebiet zog, sondern sammelte sein Heer, und zog ihm in die Wüste entgegen, und kam nach Jasa, und kämpfte mit Israel. 24Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land vom Arnon bis hin an den Jebok und bis zu den Söhnen Ammons ein; denn die Grenzen der Ammoniter waren durch starke Besatzungen geschützt. 25So nahm denn Israel alle seine Städte ein und schlug seine Wohnung in den Städten der Amorrhiter auf, in Hesebon nämlich und den dazu gehörigen Orten. 26Hesebon war die Stadt Sehons, des Königs der Amorrhiter, der gegen den König von Moab gekämpft und alles Land, das unter seiner Herrschaft gestanden, bis zum Arnon weggenommen hatte. 27Darum heißt es im Volksliede: Kommet nach Hesebon, auferbaut und befestigt werde die Stadt Sehons! 28Ein Feuer ging aus von Hesebon, eine Flamme von der Stadt Sehons, und verzehrte Ar, die Stadt der Moabiter, und die, welche auf den Höhen des Arnon wohnten. 29Wehe dir Moab, du bist verloren, Volk des Chamos! Er ließ seine Söhne die Flucht ergreifen, seine Töchter von Sehon, dem Könige der Amorrhiter, gefangen nehmen. 30Ihr Joch ist abgeworfen von Hesebon bis Dibon, ermattet kamen sie nach Nophe und bis nach Medaba. 31Israel also ließ sich im Lande der Amorrhiter nieder. 32Und Moses sandte Männer aus, um Jazer auszukundschaften; alsdann nahmen sie seine Flecken ein und überwältigten die Bewohner. 33Hierauf wandten sie sich und zogen den Weg nach Basan hinauf. Da rückte ihnen Og, der König von Basan, mit seinem ganzen Volke entgegen, um in Edrai den Kampf aufzunehmen. 34Und der Herr sprach zu Moses: Fürchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn, und sein ganzes Volk, und sein Land in deine Hand gegeben; und du sollst mit ihm verfahren, wie du mit Sehon, dem Könige der Amorrhiter, der in Hesebon wohnte, verfahren bist. 35Da schlugen sie auch ihn samt seinen Söhnen und sein ganzes Volk bis zur Vernichtung, und nahmen sein Land in Besitz.

Numeri 22

1Hierauf brachen sie auf und lagerten sich in den Ebenen Moabs, wo jenseits des Jordan Jericho liegt. 2Da aber Balak, der Sohn Sephors, alles sah, was Israel an den Amorrhitern getan hatte, 3und dass die Moabiter sich vor ihm fürchteten und seinen Ansturm nicht auszuhalten vermochten, 4sprach er zu den Ältesten von Madian: So wird dieses Volk alle vernichten, die in unsern Gebieten wohnen, wie ein Rind das Gras bis an die Wurzeln abzufressen pflegt. Er war damals König von Moab. 5Da sandte er Boten zu Balaam, dem Sohne Beors, einem Wahrsager, der am Flusse des Landes der Söhne Ammons wohnte, ihn herbeizurufen und ihm zu sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten herausgezogen, welches die Oberfläche des Landes bedeckt und nun mir gegenüber lagert. 6So komm denn und verfluche dieses Volk, denn es ist stärker als ich; vielleicht kann ich es dann schlagen und aus meinem Lande hinaustreiben; denn ich weiß, dass gesegnet ist, wen du segnest, und verflucht, wen du verfluchst. 7So zogen den die Ältesten von Moab und die Ältesten von Madian hin, indem sie den Lohn für die Weissagung mit sich nahmen. Als sie zu Balaam kamen und ihm alle Worte Balaks berichteten, 8antwortete dieser: Bleibet diese Nacht hier, ich will euch Antwort geben, was der Herr mir immer sagen wird. Während nun jene bei Balaam weilten, kam Gott und sprach zu ihm: 9Was wollen diese Männer bei dir? 10Er antwortete: Balak, der Sohn Sephors, der König der Moabiter, hat zu mir gesendet 11und mir sagen lassen: Siehe, das Volk, welches aus Ägypten weggezogen ist, bedeckt die Oberfläche des Landes; so komm nun und versuche es, vielleicht kann ich dann wider dasselbe kämpfen und es vertreiben. 12Da sprach Gott zu Balaam: Ziehe nicht mit ihnen und verfluche das Volk nicht; denn es ist gesegnet. 13Balaam also stand des Morgens auf und sprach zu den Fürsten: Ziehet hin in euer Land, denn der Herr hat es mir gewehrt, mit euch zu gehen. 14Die Fürsten also kehrten zurück und sprachen zu Balak: Balaam hat nicht mit uns gehen wollen. 15Da sandte er abermals viel mehr und vornehmere Männer ab, als die, welche er vorher gesandt hatte. 16Als diese zu Balaam kamen, sprachen sie: Also spricht Balak, der Sohn Sephors: Säume nicht, zu mir zu kommen; 17ich bin bereit, dich zu ehren, und will dir alles geben, was du willst; komm und verfluche dieses Volk! 18Balaam antwortete: Wenn mir Balak Silber und Gold gäbe, so viel sein ganzes Haus fassen kann, so könnte ich doch den Ausspruch des Herrn, meines Gottes, nicht ändern, dass ich mehr oder weniger sagte. 19Ich bitte, bleibet auch diese Nacht hier, dass ich zu erfahren vermag, was der Herr mir weiter antworten wird. 20Da kam Gott des Nachts zu Balaam, und sprach zu ihm: Sind diese Männer gekommen, dich zu berufen, so mache dich auf und ziehe mit ihnen; nur tue das, was ich dir befehlen werde. 21Des Morgens machte sich Balaam auf, und sattelte seine Eselin, und zog mit ihnen von dannen. 22Gott aber ward erzürnt. Und der Engel des Herrn stellte sich auf dem Wege Balaam entgegen, der auf der Eselin saß und zwei Knechte bei sich hatte. 23Als die Eselin den Engel mit gezücktem Schwerte in dem Wege stehen sah, wich sie von demselben ab und ging durch das Feld. Da schlug Balaam dieselbe, um sie auf den Weg zurückzubringen. 24Doch der Engel stellte sich in eine Enge zwischen zwei Mauern, mit denen die Weinberge abgegrenzt waren. 25Als die Eselin ihn sah, drängte sie sich an die Wand und presste den Fuß des Reiters. Da schlug er sie wiederum. 26Der Engel aber ging nochmals voraus an eine enge Stelle, wo sie weder zur Rechten noch Linken auszuweichen vermochte, und trat ihr entgegen. 27Da nun die Eselin den Engel stehen sah, fiel sie unter den Füßen ihres Reiters nieder; er aber ward zornig und schlug sie noch heftiger mit dem Stabe in die Seite. 28Da tat der Herr den Mund der Eselin auf, und sie sprach: Was habe ich dir getan, warum schlägst du mich, siehe, nun schon zum dritten Male? 29Balaam antwortete: Weil du es verdient und mit mir Mutwillen getrieben hast; hätte ich nur ein Schwert, dich zu töten! 30Die Eselin sprach: Bin ich nicht dein Tier, auf dem du immer bis auf den heutigen Tag zu reiten pflegtest? Sage, ob ich dir je etwas Ähnliches getan habe? Er antwortete: Niemals. 31Da öffnete der Herr alsbald die Augen Balaams, und er sah den Engel mit gezücktem Schwerte in dem Wege stehen und warf sich vor ihm nieder auf sein Angesicht. 32Der Engel aber sprach zu ihm: Warum schlägst du deine Eselin schon zum dritten Male? Ich bin gekommen, dir entgegenzutreten, weil dein Weg verkehrt und mir zuwider ist. 33Und wäre die Eselin nicht von dem Wege abgebogen und, da ich ihr wehrte, nicht ausgewichen, so hätte ich dich getötet und jene am Leben gelassen. 34Da sprach Balaam: Ich habe gesündigt, ich wusste aber nicht, dass du mir entgegengetreten warst; wenn es dir also missfällt, dass ich weiter ziehe, so werde ich umkehren. 35Der Engel antwortete: Ziehe hin mit jenen Männern, aber hüte dich, etwas anderes zu sprechen, als ich dir befehlen werde zu reden. Da zog er mit den Fürsten fort. 36Als Balak dies vernahm, zog er ihm entgegen bis zu der Stadt der Moabiter, welche an den äußersten Grenzen des Arnon liegt. 37Und er sprach zu Balaam: Ich habe Boten gesendet, um dich zu rufen, warum bist du nicht sogleich zu mir gekommen? Etwa weil ich dein Hierherkommen nicht belohnen kann? 38Balaam antwortete ihm: Siehe, ich bin da. Werde ich aber etwas anderes reden können, als was der Herr mir in den Mund legt? 39Hierauf zogen sie zusammen fort und kamen in die Stadt, welche an den äußersten Grenzen seines Reiches lag. 40Und Balak ließ Rinder und Schafe schlachten und sandte an Balaam und die Fürsten, welche bei ihm waren, Geschenke. 41Am Morgen aber führte er ihn auf die Höhen Baals, und er sah den äußersten Teil des Volkes.

Numeri 23

1Da sprach Balaam zu Balak: Lasse mir hier sieben Altäre erbauen und ebenso viele junge Stiere und ebenso viele Widder herbeischaffen. 2Und da er nach dem Wunsche Balaams getan, legten beide einen jungen Stier und einen Widder auf jeden Altar. 3Und Balaam sprach zu Balak: Bleibe ein wenig hier bei deinem Brandopfer, während ich hingehe, ob der Herr mir etwa entgegenkommt, und was er immer befiehlt, werde ich dir sagen. 4Als er nun eilends hinwegging, kam ihm Gott entgegen. Da redete Balaam zu ihm und sprach: Sieben Altäre habe ich errichtet und je einen jungen Stier und einen Widder darauf gelegt. 5Der Herr aber legte ihm ein Wort in den Mund und sprach: Kehre zurück zu Balak und sprich also. 6Da kehrte er zurück und fand Balak und alle Fürsten der Moabiter noch bei seinem Brandopfer stehend. 7Und er trug seine Gleichnisrede vor und sprach: Aus Aram ließ mich Balak, der König der Moabiter, holen, von den Bergen des Ostens: Komm! sprach er, und verfluche Jakob; eile und verwünsche Israel, 8Wie soll ich fluchen, wenn Gott nicht flucht? Wie soll ich verwünschen, wenn der Herr nicht verwünscht? 9Vom Gipfel der Felsen schaue ich ihn und von den Anhöhen erblicke ich ihn. Ein Volk wohnt abgesondert und rechnet sich nicht zu den übrigen Völkern. 10Wer kann den Staub Jakobs zählen, wer das Geschlecht Israels berechnen? Möchte meine Seele den Tod der Gerechten sterben und mein Ende dem ihren gleich sein? 11Da sagte Balak zu Balaam: Was ist das, was du tust? Meinen Feinden zu fluchen, habe ich dich hergerufen; und du segnest sie im Gegenteile. 12Er aber antwortete ihm: Kann ich denn etwas anders reden, als was der Herr mir befohlen hat? 13Da sprach Balak: Komm mit mir an einen andern Ort, von wo du einen Teil von Israel siehst und nicht das Ganze sehen kannst; von dort aus sollst du es verfluchen. 14Hierauf führte er ihn an einen hohen Ort, auf dem Gipfel des Berges Phasga, dort baute Balaam sieben Altäre, und legte je einen jungen Stier und einen Widder darauf, 15und sprach zu Balak: Bleibe hier bei deinem Brandopfer, während ich eine Begegnung mit dem Herrn suche. 16Da kam der Herr ihm entgegen, und legte ihm ein Wort in den Mund, und sprach: Kehre zurück zu Balak und sprich also zu ihm. 17Und er kehrte zurück und fand ihn, und die Fürsten der Moabiter mit ihm, bei seinem Brandopfer stehend. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der Herr geredet? 18Da hob er seine Gleichnisrede an und sprach: Stehe, Balak, und horche, höre, Sohn Sephors! 19Gott ist nicht wie ein Mensch, dass er lügen sollte, und nicht wie ein Menschenkind, dass er sich ändern sollte. Er hat also gesprochen und sollte es nicht tun? Er hat geredet und sollte es nicht ausführen? 20Zu segnen bin ich hergeführt worden, und den Segen kann ich nicht zurückhalten. 21Es ist kein Götze in Jakob, und man sieht kein Götzenbild in Israel. Der Herr, sein Gott, ist mit ihm, und der Siegesjubel seines Königs ertönt in ihm. 22Gott hat ihn aus Ägypten geführt, seine Stärke ist wie die des Nashorns. 23Keine Zeichendeuterei ist in Jakob, noch Wahrsagerei in Israel. Zu seiner Zeit wird Jakob und Israel verkündet werden, was Gott vollbracht hat. 24Siehe, das Volk wird wie eine Löwin aufstehen, und wie ein Löwe sich erheben; nicht wird es sich niederlegen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen trinkt. 25Da sprach Balak zu Balaam: Weder verfluche es, noch segne es. 26Er aber sprach: Habe ich dir nicht gesagt, dass ich alles, was Gott mir befiehlt, tun werde? 27Und Balak sprach zu ihm: Komm, ich will dich an einen andern Ort führen, vielleicht gefällt es Gott, dass du sie von da aus verfluchst. 28Und er führte ihn auf die Spitze des Berges Phogor, der auf die Wüste hinabschaut. 29Und Balaam sprach zu ihm: Lass mir hier sieben Altäre errichten, und schaffe mir ebenso viele junge Stiere und ebenso viele Widder her. 30Balak tat, wie Balaam gesagt hatte, und legte auf jeden Altar einen jungen Stier und einen Widder.

Numeri 24

1Und da Balaam sah, dass es dem Herrn gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht mehr, wie er zuvor getan, hinweg, um Weissagung zu suchen, sondern wandte sein Angesicht gegen die Wüste, 2und erhob seine Augen, und sah Israel in seinen Zelten nach seinen Stämmen lagernd; und der Geist Gottes kam über ihn. 3Und er begann seine Gleichnisrede und sagte: Es spricht Balaam der Sohn Beors; es spricht der Mann, dessen Auge geschlossen ist; 4es spricht der, welcher Gottes Reden hört, der ein Gesicht von dem Allmächtigen schaut, dessen Augen sich auftun, wenn er hinsinkt: 5Wie schön sind deine Zelte, o Jakob, und deine Wohnungen, o Israel! 6wie waldige Täler, wie wohlbewässerte Gärten an Strömen, wie Zelte, die der Herr errichtet hat, wie Zedern am Wasser! 7Es wird Wasser aus seinem Eimer strömen, und seine Saat wird zu vielen Wassern werden. Um Agags willen wird sein König hinweggenommen und sein Reich ihm entrissen werden. 8Gott hat es aus Ägypten geführt, seine Stärke gleicht der des Nashorns. Es wird die Völker, die ihm feind sind, verzehren, und ihre Gebeine zermalmen, und sie mit seinen Pfeilen durchbohren. 9Es hat sich gelagert und schläft wie ein Löwe, wie eine Löwin, die niemand aufzustören wagt. Wer dich segnet, wird selbst gesegnet sein; wer dir flucht, wird dem Fluche geweiht sein. 10Da ergrimmte Balak über Balaam, und schlug die Hände zusammen, und sprach: Meinen Feinden zu fluchen habe ich dich gerufen, und du hast sie im Gegenteil zum dritten Male gesegnet. 11Kehre zurück in deine Heimat. Ich hatte wohl beschlossen, dich hoch zu ehren; aber der Herr hat dich der dir bestimmten Ehre beraubt. 12Balaam antwortete dem Balak: habe ich nicht deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, gesagt: 13Wenn Balak mir Silber und Gold gäbe, so viel sein Haus zu fassen vermag, so könnte ich den Befehl des Herrn, meines Gottes, nicht übertreten, dass ich etwas Gutes oder Böses aus meinem Herzen vorbrächte, sondern alles, was der Herr spricht, das werde ich sagen? 14Nun aber zu meinem Volke ziehend will ich dir Aufschluss geben, was dein Volk diesem Volke am Ende der Tage tun wird. 15Seine Gleichnisrede also beginnend redete er abermals: es spricht Balaam, der Sohn Beors; es spricht der Mann, dessen Auge geschlossen ist; 16es spricht, der die Rede Gottes hört, der die Lehre des Höchsten kennt, der Gesichte des Allmächtigen schaut, der niedersinkt und dessen Augen sich dann auftun: 17Ich werde ihn sehen, doch nicht jetzt; ich werde ihn schauen, aber nicht nahe. Es wird ein Stern aufgehen aus Jakob, ein Zepter sich erheben aus Israel, und wird die Fürsten Moabs zerschmettern und alle Söhne Seths vernichten. 18Und Edom wird sein Besitztum sein; Seir wird der Anteil seiner Feinde werden; und Israel wird große Taten tun. 19Aus Jakob wird der Herrscher kommen, und wird die Überreste der Stadt vernichten. 20Und als er Amalek sah, begann er eine Gleichnisrede und sprach: Das erste unter den Völkern ist Amalek, doch sein Ende ist Vernichtung. 21Dann schaute er der Kiniter, und begann eine Gleichnisrede, und sprach: Wohl ist dein Wohnsitz fest; aber wenn du auch dein Nest auf den Felsen gebaut hast 22und auserkoren bist vom Stamme Kin, wie lange kannst du bestehen? Denn Assur führt dich gefangen fort! 23Und er begann von neuem eine Gleichnisrede und fuhr fort: Wehe, wer wird leben, wenn Gott dies tun wird? 24Sie werden in Schiffen von Italien kommen, und die Assyrer überwinden, und die Hebräer schlagen, und zuletzt werden sie selbst auch zu Grunde gehen. 25Und Balaam machte sich auf und kehrte in seine Heimat zurück; und auch Balak zog des Weges, den er hergekommen war, heim.

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