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Die Bibel in einem Jahr · Tag 362 von 365

Offenbarung 1–5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Offenbarung 1

1Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gegeben hat, seinen Dienern kund zu tun, was in Bälde, geschehen soll; und er hat es, indem er seinen Engel sandte, seinem Diener Johannes kund getan, 2welcher das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi, alles, was er gesehen, bezeugt hat. 3Selig, wer da liest und hört die Worte dieser Weissagung, und bewahrt, was in ihr geschrieben steht; denn der Zeitpunkt ist nahe! 4Johannes an die sieben Gemeinden in Asien. Gnade euch und Friede von dem, der ist, und der war, und der kommen wird; und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind; 5und von Jesus Christus, welcher der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten, und der Herrscher über die Könige der Erde, der uns geliebt und uns abgewaschen hat von unsern Sünden in seinem Blute, 6und uns zu einem Königtume und zu Priestern für Gott, seinen Vater gemacht hat; ihm die Ehre und die Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 7Sehet, er kommt in den Wolken, und jegliches Auge wird ihn schauen, auch die, welche ihn durchstochen haben. Und es werden über ihn wehklagen alle Geschlechter der Erde. Ja! Amen. 8Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, Gott der da ist, und der war, und der kommen wird, der Allmächtige. 9Ich Johannes, euer Bruder und Mitgenosse in der Drangsal und im Königtum, und in der Geduld in Christus Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen von Jesus. 10Da war ich im Geiste an dem Tage es Herrn, und ich hörte hinter mir eine starke Stimme, wie von einer Posaune, 11die sprach: Was du schaust, schreibe in ein Buch, und sende es den sieben Gemeinden in Asien, nach Ephesus, nach Smyrna, nach Pergamus, nach Thyatira, nach Sardes, nach Philadelphia, und nach Laodicia. 12Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die zu mir redete; und da ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter, 13und inmitten der sieben goldenen Leuchter einen, der einem Menschensohne glich, angetan mit einem langen Gewande, und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. 14Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß wie Wolle und wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen, 15seine Füße ähneln dem im Ofen glühenden Glanzerze, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser; 16und er hielt in seiner Rechten sieben Sterne, und aus seinem Munde ging ein zweischneidiges Schwert hervor, und sein Angesicht war, wie wenn die Sonne leuchtet in ihrer Kraft. 17Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot nieder, und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht, ich bin der Erste und der Letzte, 18und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich lebe in alle Ewigkeit, und habe die Schlüssel des Todes und der Unterwelt. 19Schreibe nun, was du gesehen hast, was ist, und was nach diesen geschehen soll. 20Das Geheimnis der sieben Sterne, welche du in meiner Rechten gesehen hast, und die sieben goldenen Leuchter: die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.

Offenbarung 2

1Dem Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe: So spricht der, welcher die sieben Sterne in seiner Rechten hält, welcher wandelt inmitten der sieben goldenen Leuchter: 2Ich kenne deine Werke, und deine Mühe, und deine Geduld, und das du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, welche sich Apostel nennen, und es nicht sind, und hast sie als Lügner erfunden. 3Und du hast Geduld, und hast viel ertragen um meines Namens willen, und bist nicht müde geworden. 4Aber ich habe wider dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. 5So gedenke nun, von wo du herabgesunken bist, tue Buße, und übe die ersten Werke: wo nicht, so komme ich schnell über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, wenn du nicht Buße tust. 6Aber das hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, welche auch ich hasse. 7Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht: Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baume des Lebens, der im Paradiese meines Gottes ist. 8Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: So spricht der Erste und Letzte, der tot war und lebt: 9Ich kenne deine Bedrängnis, und deine Armut, doch du bist reich, und du wirst gelästert von denen, die sich selbst Juden nennen und es nicht sind, sondern eine Synagoge des Satans. 10Fürchte nichts von dem, was dir an Leiden bevorsteht. Siehe, der Teufel wird einige von euch in das Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet; und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis zum Tode, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! 11Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht: Wer siegt, soll keine Schädigung erfahren von dem zweiten Tode. 12Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamus schreibe: So spricht, der das zweischneidige Schwert hat: 13Ich weiß, wo du wohnst: wo der Thron Satans ist, und du hältst fest an meinem Namen und hast den Glauben an mich nicht verleugnet. Und in jenen Tagen bewährte Antipas sich als mein treuer Zeuge, der bei euch getötet ward, da, wo der Satan wohnt. 14Aber ich habe wider dich etwas Weniges, dass du dort solche hast, welche zu der Lehre Balaams halten, der den Balak lehrte, Ärgernis auszurichten vor den Kindern Israels, Götzenopfer zu essen und Unzucht zu treiben. 15So hast auch du solche, welche an der Lehre der Nikolaiten festhalten. 16Tue gleicherweise Buße; wo aber nicht, so werde ich schnell über dich kommen, und werde mit ihnen kämpfen mit dem Schwerte meines Mundes. 17Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht: Wer siegt, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben, und werde ihm einen weißen Stein geben, und auf den Stein einen neuen Namen geschrieben, den niemand kennt, als wer ihn empfängt. 18Und dem Engel der Gemeinde zu Thyatira schreibe: Dies spricht der Sohn Gottes, der Augen hat wie Feuerflammen, und dessen Füße wie Glüherz sind: 19Ich kenne deine Werke und deinen Glauben, und deine Liebe und deine Dienstleistung, und deine Geduld, und dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten. 20Aber ich habe etwas Weniges wider dich: dass du dem Weibe Jezabel, die sich selbst für eine Prophetin ausgibt, gestattest zu lehren und meine Knechte zu verführen, Unzucht zu treiben und von Götzenopfern zu essen. 21Ich habe ihr Frist gegeben, dass sie Buße tue; aber sie will sich nicht bekehren von ihrer Unzucht. 22Siehe, ich werde sie auf das Krankenbett werfen, und die mit ihr ehebrechen, werden in sehr großer Drangsal sein, wenn sie sich nicht bekehren von ihren Werken. 23Und ihre Kinder werde ich durch Todesgericht töten, alle Gemeinden sollen erkennen, dass ich es bin, der Herz und Nieren erforscht, und ich werde einen jeden von euch nach seinen Werken vergelten. Euch aber sage ich, 24den übrigen in Thyatira, allen, die nicht an dieser Stelle halten und die Tiefen des Satans, wie sie sagen, nicht erkannt haben: Euch werde ich keine andere Last auferlegen; 25jedoch was ihr habt, das bewahret, bis ich komme. 26Und dem, der siegt und meine Werke bis an´s Ende bewahrt, werde ich Macht über die Heiden geben, 27und er wird sie mit eisernem Stabe leiten, und wie Töpfergeschirr werden sie zertrümmert werden, 28so wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe; und ich werde ihm den Morgenstern geben. 29Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht!

Offenbarung 3

1Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: So spricht der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke, du hast den Namen, dass du lebst, und du bist tot. 2Werde wach, und stärke das übrige, das im Begriffe war zu sterben. Denn ich finde deine Werke nicht vollkommen vor meinem Gott. 3So sei denn eingedenk, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es, und tue Buße. Wenn du nun nicht wachest, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du sollst nicht wissen, um welche Stunde ich über dich kommen werde. 4Doch hast du einige wenige Namen zu Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie sollen mit mir in weißen Kleidern wandeln, denn sie sind dessen würdig. 5Wer siegt, wird solchergestalt mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. 6Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht! 7Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe: So spricht der Heilige und der Wahrhaftige, welcher den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand schließt, der schließt, und niemand öffnet: 8Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür geöffnet, die niemand schließen kann. Denn du hast wohl geringe Kraft, doch hast du mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet. 9Siehe, ich werde etliche aus der Synagoge des Satans geben, die sich selbst Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen; siehe, ich werde machen, dass sie kommen und dir zu Füßen fallen, und sie werden erkennen, dass ich dich liebe. 10Weil du das Wort meiner Geduld bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, welche über den ganzen Erdkreis kommen soll, die Bewohner der Erde zu prüfen. 11Siehe, ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand dir deine Krone nehme. 12Wer siegt, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nicht mehr von da weichen, und ich werde den Namen meines Gottes auf ihn schreiben, und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel, von meinem Gott, herabsteigt, und meinen Namen, den neuen. 13Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht! 14Und dem Engel der Gemeinde zu Laodicia schreibe: Dies spricht der Amen, der getreue und wahrhaftige Zeuge, welcher der Urgrund der Geschöpfe Gottes ist. 15Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist; o dass du kalt oder warm wärest! 16So aber, weil du lau bist, und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. 17Denn du sagst: Ich bin reich und habe Reichtum erworben und bedarf nichts, und du weißt nicht, dass du elend und erbarmungswürdig, und arm und blind und bloß bist. 18Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich und mit weißen Kleidern angetan werdest, und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehest. 19Ich strafe und züchtige die, welche ich lieb habe. So werde nun eifrig und tue Buße! 20Siehe, ich stehe vor der Tür, und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und mir die Tür aufmacht, so werde ich zu ihm eingehen und mit ihm Mahl halten, und er mit mir. 21Wer überwindet dem werde ich verleihen, mit mir auf meinem Throne zu sitzen; so wie auch ich überwunden und mich zu meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 22Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht!

Offenbarung 4

1Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel. Und die vorige Stimme, die ich hörte, wie wenn eine Posaune zu mir redete, sprach. Steige herauf, hierher, so will ich dir zeigen, was nach diesem geschehen soll! 2Alsbald war ich im Geiste. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Throne ein Sitzender. 3Und der da saß, war von Ansehen einem Jaspis- und Sardisstein ähnlich; und ein Regenbogen war rings um den Thron, wie Smaragd anzusehen. 4Rings um den Thron waren vierundzwanzig Throne; und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste, angetan mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Kronen. 5Und von dem Thron gingen Blitze, und Schall, und Donner aus; und sieben Feuerfackeln brannten vor dem Throne, dies sind die sieben Geister Gottes. 6Vor dem Throne war ein gläsernes Meer, dem Kristalle ähnlich, und in der Mitte des Thrones und ringsum den Thron waren vier Wesen voller Augen, vorn und hinten. 7Das erste Wesen glich einem Löwen, das zweite Wesen glich einem Stiere, das dritte Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte Wesen glich einem fliegenden Adler. 8Jedes der vier Wesen hatte sechs Flügel, und außen herum und innen waren sie ganz voll Augen, und sie riefen ohne Ausruhen Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige, der da war, und der da ist, und der da kommen wird! 9Und wenn die vier Wesen dem, der auf dem Throne sitzt und in alle Ewigkeit lebt, Herrlichkeit, und Ehre, und Dank darbrachten, 10so fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne saß, und beteten den an, der da lebt in alle Ewigkeit und legten ihre Kronen nieder vor dem Throne, und sprachen: 11Würdig bist du, Herr, unser Gott, zu nehmen die Verherrlichung, und die Ehre, und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und wegen deines Willens waren sie und wurden sie geschaffen.

Offenbarung 5

1Und ich sah auf der Rechten dessen, der auf dem Throne saß, ein Buch, das inwendig und auswendig beschrieben und mit sieben Siegeln versiegelt war. 2Und ich sah einen gewaltigen Engel, der mit mächtiger Stimme ausrief: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu lösen? 3Und niemand, weder im Himmel, noch auf Erden, noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen, noch es einzusehen. 4Da weinte ich sehr, weil niemand würdig erfunden wurde, das Buch zu öffnen, noch es einzusehen. 5Aber einer von den Ältesten sprach zu mir: Weine nicht! Siehe, der Löwe aus dem Stamme Juda, die Wurzel Davids, hat gesiegt, das Buch zu öffnen und die sieben Siegel desselben zu lösen. 6Und ich schaute, und siehe, inmitten des Thrones und der vier lebenden Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie getötet, und es hatte sieben Hörner und sieben Augen, dies sind die Geister Gottes, welche ausgesandt sind in alle Lande. 7Und es kam, und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Throne saß 8Und als es das Buch geöffnet hatte, fielen die vier lebenden Wesen und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamme, jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Rauchwerks haltend, welches die Gebete der Heiligen sind. 9Und sie sangen ein neues Lied und sprachen: Würdig bist du, Herr! das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest getötet und hast uns Gott mit seinem Blute erkauft aus allen Stämmen, und Sprachen, und Völkern, und Nationen., 10und hast uns unserm Gott zu einem Königtume und zu Priestern gemacht; und wir werden herrschen auf der Erde. 11Und ich schaute und hörte die Stimme vieler Engel rings um den Thron her, und um die Wesen und die Ältesten; ihre Zahl war tausendmal tausend; 12und sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das getötet worden ist, zu empfangen die Macht, und Gottheit, und Weisheit, und Stärke, und Ehre, und Herrlichkeit und Lobpreisung. 13Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden sind und unter der Erde und auf dem Meere und in demselben, alle hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme sei der Preis und die Ehre, und die Herrlichkeit, und die Macht in alle Ewigkeit! 14Und die vier Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen auf ihr Angesicht nieder und beteten ihn an, der in alle Ewigkeit lebt.

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