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Die Bibel in einem Jahr · Tag 361 von 365

Judas 1

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Judas 1

1Judas, Diener Jesu Christi und Bruder des Jakobus, den in Gott, dem Vater, Geliebten und für Jesus Christus Bewahrten und Berufenen. 2Barmherzigkeit und Friede und Liebe werde euch in Fülle! 3Geliebte! da ich mit allem Eifer bedacht war, euch über euer gemeinsames Heil zu schreiben, sah ich mich genötigt euch zu schreiben, dass ihr, wie ich euch inständig bitte, für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben kämpfet. 4Denn es haben sich gewisse Menschen eingeschlichen (die für ein solches Strafgericht längst vorherbestimmt sind), Gottlose, welche die Gnade unsers Gottes in Ausschweifung verkehren, und unsern alleinigen Gebieter, den Herrn Jesus Christus, verleugnen. 5Ich will euch aber, die ihr einmal alles wisset, daran erinnern, dass Jesus, nachdem er sein Volk aus dem Lande Ägypten gerettet, das zweite Mal jene, welche nicht glaubten, vernichtet hat. 6Auch hat er die Engel, welche ihre Herrschaft nicht bewahrten, sondern ihre Wohnung verließen, auf das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden unter der Finsternis bewahrt. 7Wie Sodoma und Gomorrha und die umliegenden Städte, welche in ähnlicher Weise sich in Unzucht erschöpften und unnatürlicher Wollust nachgingen, zum Beispiele geworden sind, indem sie die Strafe ewigen Feuers erleiden. 8Ebenso beflecken auch diese das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern die Majestät. 9Als der Erzengel Michael, mit dem Teufel rechtend um den Leib des Moses stritt, wagte er es nicht ein lästerndes Urteil gegen ihn zu fällen, sondern sprach: Der Herr gebiete dir! 10Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen, das aber, was sie von Natur, wie die unvernünftigen Tiere, verstehen, darin verderben sie. 11Wehe ihnen, denn sie sind den Weg Kains gewandelt und haben sich in den Irrtum Balaams um Lohnes willen fortreißen lassen und sind in der Auflehnung Kores zu Grunde gegangen. 12Diese sind bei ihren Liebesmahlen Schandflecken, indem sie ohne Scheu prassen, sich selbst weiden; wasserlose Wolken, die von den Winden dahingetrieben werden, Bäume im Spätherbst, unfruchtbar, zweifach erstorben, entwurzelt, 13tobende Meereswogen, ihre eigene Schande ausschäumend, Irrsterne, welchen der Sturm der Finsternis für ewig aufbehalten ist. 14Es hat aber auch auf diese der siebente von Adam, Enoch, geweissagt, indem er sprach: Siehe, es ist der Herr gekommen mit seinen heiligen Taufenden, 15Gericht zu halten über alle, und zur Strafe zu ziehen alle Gottlosen wegen aller Werke ihrer Gottlosigkeit, durch welche sie sich gottlos bewiesen, und wegen aller frevelhaften Reden, welche die gottlosen Sünder wider Gott ausgestoßen. 16Sie sind murrende, stets klagende, nach ihren Lüsten wandelnde Leute, ihr Mund redet Vermessenes, indes sie den Menschen um des Gewinnes willen schmeicheln. 17Ihr aber, Geliebte! seid eingedenk der Worte, die von den Aposteln unsers Herrn Jesus Christus vorhergesagt sind, 18welche euch sagten: Zur letzten Stunde werden Spötter kommen, die nach ihren eigenen Gelüsten in Gottlosigkeiten wandeln. 19Diese sind es, welche sich absondern, sinnliche Menschen, die den Geist nicht haben. 20Ihr aber, Geliebte! bauet euch fest auf euern heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geiste, 21bewahret euch in der Liebe Gottes, und harret auf das Erbarmen unsers Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. 22Und die einen weiset zurecht als schon Gerichtete, 23andere aber rettet, indem ihr sie dem Feuer entreißet. Anderer wiederum erbarmet euch in Furcht, so dass ihr selbst das vom Fleische befleckte Kleid verabscheut. 24Dem aber, welcher mächtig ist, euch ohne Sünde zu bewahren und vor seiner Herrlichkeit unbefleckt in Frohlocken darzustellen bei der Ankunft unsers Herrn Jesus Christus, 25ihm, dem alleinigen Gott, unserm Heilande, durch Jesus Christus, unsern Herrn, ist Herrlichkeit und Majestät, Herrschaft und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

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