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Die Bibel in einem Jahr · Tag 163 von 365

Psalmen 61–64

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Psalmen 61

1Zum Ende, für Idithun, ein Psalm Davids. 2Soll wohl meine Seele Gott nicht unterworfen sein, von ihm kommt mir ja Hilfe? 3Ja, er nur ist mein Gott und mein Retter, mein Schirmer, ich werde nicht mehr wanken. 4Wie lange stürmt ihr ein auf einen Mann und geht mit Mordgedanken um, ihr alle, wie auf eine sinkende Wand und eine einstürzende Mauer? 5Nur darauf sinnen sie, mir meine Ehre zu rauben, dürstend irre ich umher; mit ihrem Munde segnen sie, in ihrem Herzen fluchen sie. 6Doch du, meine Seele, sei Gott unterworfen, denn von ihm kommt mir Zuversicht. 7Denn er ist mein Gott und mein Retter, mein Helfer, ich werde nicht in die Fremde fliehen. 8Auf Gott beruht mein Heil und mein Ruhm, er ist der Gott, der mir hilft, und meine Hoffnung beruht auf Gott! 9Vertraue auf ihn, du ganze Gemeinde des Volkes, schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unser Helfer in Ewigkeit. 10Fürwahr! nichtig sind die Menschenkinder, trügerisch die Menschenkinder, werden sie auf der Waage gewogen, sie täuschen allesamt wegen ihrer Nichtigkeit. 11Verlasset euch nicht auf Unrecht und verlanget nicht nach Raub, und wenn euch Reichtum zuströmt, so hänget das Herz nicht an denselben! 12Einmal hat Gott gesprochen. Diese zwei Dinge vernahm ich: Gott gehört die Macht zu, 13und bei dir, o Herr! ist Erbarmen; denn du vergiltst einem jeden nach seinen Taten.

Psalmen 62

1Ein Psalm Davids, als er in der Wüste von Idumäa war. 2O Gott, mein Gott! zu dir erwache ich früh, es dürstet nach dir meine Seele, wie sehr schmachtet nach dir mein Fleisch. 3Im wüsten, unzugänglichen und wasserlosen Lande, so erscheine ich vor dir im Heiligtume, um deine Macht und deine Herrlichkeit zu schauen. 4Denn deine Barmherzigkeit ist besser als das Leben. Meine Lippen sollen dich loben. 5Also will ich dich preisen mein Leben lang und in deinem Namen meine Hände erheben. 6Wie an Mark und Fett ersättige sich meine Seele, mein Mund soll mit jubelnden Lippen dich preisen. 7Gedenke ich deiner auf meinem Lager, so sinne ich noch am Morgen über dich, 8denn du bist mein Helfer. Und im Schatten deiner Flügel will ich jubeln, 9dir hängt meine Seele an, deine Rechte hält mich aufrecht. 10Sie aber trachten mir vergebens nach dem Leben, sie werden hinabfahren in die Tiefen der Erde, 11werden der Gewalt des Schwertes preisgegeben, eine Beute der Füchse werden. 12Der König aber wird sich Gottes freuen, es rühmen sich alle, die bei ihm schwören, denn der Mund derer, die Gottloses reden, ist verstopft.

Psalmen 63

1Zum Ende, Psalm Davids. 2Erhöre, o Gott! mein Gebet, da ich flehe, von dem Schrecken des Feindes rette meine Seele. 3Du wirst mich beschirmen vor der Gemeinschaft der Bösewichter, vor der Rotte der Übeltäter. 4Denn sie schärfen wie ein Schwert ihre Zungen, spannen den Bogen, eine bittere Waffe, 5um im Verborgenen auf den Unbefleckten zu schießen. 6Jählings schießen sie auf ihn ohne Scheu; sie halten fest an bösem Anschlag, verabreden sich, Fallstricke zu verbergen, und sagen: Wer wird sie sehen? 7Sie ersinnen Freveltat, haben ersonnen, was sie gedachten, und der Mensch erhebt sein Herz zu hohen Dingen, 8aber Gott zeigt sich erhaben! Die Wunden von ihnen sind wie durch Pfeile von Kinderhand 9und ihre Zungen werden schwach wider sie. Es entsetzen sich alle, die die sehen, 10und alle Menschen erfasst Furcht; sie verkünden Gottes Tun und erkennen seine Werke. 11Der Gerechte erfreut sich in dem Herrn und vertraut auf ihn, und frohlocken werden alle, die aufrichtigen Herzens sind.

Psalmen 64

1Zum Ende, ein Psalm Davids, das Lied von Jeremias und Ezechiel für das Volk der Übersiedlung, da sie anfingen auszuziehen. 2Dir ziemt Lobpreis, o Gott! auf Sion und dir sollen Gelübde entrichtet werden in Jerusalem. 3Erhöre mein Gebet, zu dir kommt alles Fleisch. 4Gottlose Taten haben uns überwältigt, doch du vergabst uns unsere Missetaten. 5Glückselig, wen du erwählst und annimmst, dass er in deinen Vorhöfen wohne; wir werden gesättigt werden von deines Hauses Gütern; dein Tempel ist heilig, 6wunderherrlich in Gerechtigkeit. Erhöre uns, Gott, du unser Retter, du Hoffnung aller Enden der Erde und des fernen Meeres! 7Der du durch deine Kraft die Berge feststellst, mit Stärke umgürtest bist; 8der du das Meer bis auf den Grund aufwühlst, das Brausen seiner Wogen. Es erschrecken die Völker 9und die Bewohner der äußersten Enden fürchten sich vor deinen Zeichen; da, wo der Morgen und Abend beginnt, spendest du Jubel. 10Du suchst das Land heim und tränkst es reichlich, du bereicherst es in Fülle. Der Strom Gottes ist angefüllt vom Wasser, du bereitest ihnen Speise; denn solcherweise ist das Land bereitet. 11Tränkst du seine Furchen, so mehrst du sein Wachstum; wenn du demselben Regen sendest, sproßt es freudig. 12Du segnest den Kranz des Jahres mit deiner Güte und deine Felder füllen sich mit Überfluss. 13Es prangen die Tristen der Wüste und mit Jubel umgürten sich die Hügel. 14Es werden die Widder der Herden bekleidet und die Täler haben Überfluss an Korn; alles jauchzt, ja, singt Lob.

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