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Die Bibel in einem Jahr · Tag 160 von 365

Psalmen 49–52

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Psalmen 49

1Ein Psalm Asaphs. Der Herr, der höchste Gott, redet und ruft die Erde auf vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergange. 2Von Sion strahlt seiner Schönheit Glanz aus. 3Gott kommt und tut sich kund, unser Gott schweigt nicht; Feuer lodert vor ihm auf und um ihn her tobt mächtiges Sturmwetter. 4Er ruft dem Himmel oben zu und ruft die Erde, um über sein Volk Gericht zu halten. 5Versammelt ihm seine Heiligen, die bei Opfern einen Bund mit ihm schließen. 6Die Himmel tun seine Gerechtigkeit kund, denn Gott ist Richter. 7Höre mein Volk, ich will reden; Israel, ich will dir bezeugen: Gott, dein Gott bin ich! 8Nicht um deiner Opfer willen stelle ich dich zur Rede. sind doch deine Brandopfer beständig vor mir. 9Nicht nehme ich aus deinem Hause Farren noch Böcke aus deinen Herden. 10Mein ist ja alles Getier des Waldes, die Tiere auf den Bergen und die Rinder. 11Ich kenne alle Vögel des Himmels und die Zierde des Feldes ist mein Eigentum. 12Wenn mich hungerte, würde ich es dir nicht sagen; denn mein ist der Erdkreis und was ihn erfüllt. 13Soll ich denn das Fleisch der Stiere essen oder das Blut der Böcke trinken? 14Bringe Gott als Opfer Lob dar und löse dem Allerhöchsten deine Gelübde 15und rufe mich an am Tage der Drangsal, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen! 16Zu dem Sünder hingegen spricht Gott: Warum zählst du meine Satzungen auf und nimmst meinen Bund in deinen Mund, 17während du doch Zucht hassest und meine Worte hinter dich wirfst? 18Siehst du einen Dieb, so läufst du mit ihm und hältst Gemeinschaft mit den Ehebrechern. 19Dein Mund fließt über von Bosheit und deine Zunge zettelt Betrug an. 20Du sitzest da und redest wider deinen Bruder und legst dem Sohne deiner Mutter Fallstricke. 21Solches tatest du und ich schwieg. Da meintest du in deiner Bosheit, ich sei dir ähnlich, aber ich will dich zur Rechenschaft ziehen und es dir vor Augen stellen. 22Erkennet dies doch, die ihr Gottes vergesset! dass er euch nicht einmal hinwegraffe, ohne dass jemand zu retten vermag. 23Ein Opfer des Lobes ehrt mich und dies ist der Weg, auf dem ich ihm das Heil von Gott zeigen will.

Psalmen 50

1Zum Ende, ein Psalm Davids, 2als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Bethsabee eingegangen war. 3erbarme dich meiner, o Gott! nach deiner großen Barmherzigkeit und nach der Menge deiner Erbarmungen tilge meine Missetat. 4Gänzlich wasche mich von meiner Verschuldung und von meiner Sünde mache mich rein! 5Denn ich erkenne meine Missetat und meine Sünde steht mir allezeit vor Augen. 6Gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was vor dir böse war; auf dass du gerecht erfunden werdest in deinem Spruche und obsiegest, wenn über dich geurteilt wird. 7Denn siehe, ich bin in Verschuldung empfangen und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. 8Siehe, die Treue liebst du; die geheimen und verborgenen Dinge deiner Weisheit hast du mir offenbart. 9Besprenge mich mit Ysop, so werde ich gereinigt sein; wasche mich, so werde ich weißer als der Schnee. 10Lass mich Freude und Wonne vernehmen, so werden meine geschlagenen Gebeine frohlocken. 11Wende dein Angesicht von meinen Sünden ab und tilge alle meine Missetaten. 12Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott! und erneuere den rechten Geist in meinem Innern. 13Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 14Gib mir die Wonne deines Heiles wieder und stütze mich mit dem obsiegenden Geiste. 15Dann will ich die Sünder deine Wege lehren und die Gottlosen werden sich zu dir bekehren. 16Befreie mich von Blutschuld, Gott, du Gott meines Heiles! So wird meine Zunge mit Freuden deine Gerechtigkeit preisen. 17Herr! öffne meine Lippen und mein Mund wird dein Lob verkünden. 18Denn wenn du Opfer wolltest, ich würde sie dir darbringen, an Brandopfern hast du kein Gefallen. 19Ein Opfer für Gott ist ein zerknirschter Geist, ein reuiges und gedemütigtes Herz wirst du, o Gott! nicht verschmähen. 20Nach deiner Huld erweise Sion Gnade, o Herr! damit die Mauern Jerusalems aufgebaut werden. 21Dann wirst du rechte Opfer annehmen, Gaben und Brandopfer; dann wird man junge Rinder auf deinen Altar legen.

Psalmen 51

1Zum Ende, Unterweisung Davids, 2als der Idumäer Doeg kam und dem Saul berichtete: David ist in das Haus Achimelechs gekommen. 3Was rühmst du dich in der Bosheit, der du mächtig bist in der Ungerechtigkeit? 4den ganzen Tag sinnt deine Zunge Frevel, wie ein scharfes Schermesser übst du Trug. 5Du liebst das Böse mehr als das Gute, redest lieber Unrecht, als was billig ist. 6Du liebst nur verderbliche Reden, trügerische Zunge! 7Darum wird dich Gott ganz und gar vernichten, dich hinwegraffen und dich vertreiben aus deinem Gezelte und deine Wurzel herausreißen aus dem Lande der Lebendigen. 8Die Gerechten werden es sehen und sich fürchten und ihn verlachen und sagen: 9Sehet da den Mann, der Gott nicht zu seinem Helfer machte, sondern auf die Menge seines Reichtums vertraute und sich stark dünkte in dem, was eitel war. 10Ich aber bin im Hause Gottes wie ein fruchtbarer Ölbaum, ich hoffe auf das Erbarmen Gottes immer und ewig. 11Ich will dich immerdar preisen, weil du es getan hast, und will auf deinen Namen hoffen, denn er ist gütig angesichts deiner Heiligen.

Psalmen 52

1Zum Ende, für Maeleth, eine Unterweisung Davids. Es spricht der Tor in seinem Herzen: „Es ist kein Gott.“ 2Verderbt und abscheulich sind sie geworden in ihren Sünden; keiner ist, der Gutes tut. 3Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand verständig sei oder nach Gott frage. 4Alle sind abgewichen, allesamt unnütz geworden; keiner ist, der Gutes tut, keiner, auch nicht einer. 5Sollen nicht alle zur Erkenntnis kommen, die Missetat vollbringen, die mein Volk verschlingen wie Brot? 6Gott rufen sie nicht an, zittern da vor Furcht, wo nichts zu fürchten ist, denn Gott verstreut die Gebeine derjenigen, die den Menschen zu gefallen suchen; sie werden zuschanden, denn Gott hat sie verworfen. 7O dass doch von Sion Heil für Israel käme! Wenn Gott die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob frohlocken und Israel sich freuen!

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