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Die Bibel in einem Jahr · Tag 159 von 365

Psalmen 45–48

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Psalmen 45

1Zum Ende, von den Söhnen Kores, ein Psalm über die Geheimnisse. 2Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein Helfer in Drangsalen, die uns hart betroffen. 3Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Erde erbebte und die Berge mitten ins Meer versetzt würden. 4Mögen seine Wasser toben und aufwallen und die Berge erbeben vor seiner Macht. 5Eines Stromes Wogendrang erfreut die Stadt Gottes, der Allerhöchste hat seine Wohnung geheiligt. 6Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken, frühe am Morgen hilft ihr Gott. 7Es tobten Völker, es wankten Reiche; er ließ seine Stimme erschallen und die Erde erbebte. 8Der Herr der Heerscharen ist mit uns; unser Schirm ist der Gott Jakobs. 9Kommet und schauet die Taten des Herrn, welche Wunder er auf Erden gewirkt hat! 10Der den Kriegen steuert bis ans Ende der Erde, Bogen zertrümmert und Waffen zerschlägt und Schilde in Feuer verbrennt. 11Lasset ab und sehet, dass ich Gott bin; ich bin erhaben unter den Völkern und erhaben auf Erden. 12Der Herr der Heerscharen ist mit uns, unser Schirm ist der Gott Jakobs.

Psalmen 46

1Zum Ende, ein Psalm von den Söhnen Kores. 2Klatschet in die Hände, ihr Völker alle, jauchzet Gott zu mit Jubelschall! 3Denn der Herr, der Allerhöchste, ist furchtbar, ein großer König über die ganze Erde. 4Er zwang Völker unter unsere Macht und Nationen unter unsere Füße. 5Er hat für uns seinen Erbbesitz auserwählt, die Zierde Jakobs, die er liebt. 6Gott ist aufgefahren mit Jubelklang und der Herr mit Posaunenschall. 7Lobsinget unserm Gott, lobsinget; lobsinget unserm Könige, lobsinget! 8Denn Gott ist König über die ganze Erde, lobsinget mit Weisheit! 9Gott herrscht über die Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Throne. 10Die Fürsten der Völker versammeln sich um den Gott Abrahams, denn hoch erhoben sind die mächtigen Gewalthaber der Erde.

Psalmen 47

1Ein Lobpsalm von den Söhnen Kores, am zweiten Wochentage. 2Groß ist der Herr und hoch zu preisen in der Stadt unsers Gottes auf seinem heiligen Berge. 3Fest steht gegründet zum Frohlocken der ganzen Erde der Berg Sion, die Seite gegen Mitternacht, die Stadt des großen Königs. 4Gott hat sich kundgegeben in ihren Häusern, da er ihr Beschützer ist. 5Denn siehe, die Könige der Erde scharten sich zusammen, vereinigten sich miteinander. 6Als sie solches schauten, erstaunten sie, wurden bestürzt und bebten, 7Schrecken erfasste sie, da trafen sie Schmerzen, wie die einer Gebärenden. 8In heftigem Sturme zertrümmertest du die Tharsis-Schiffe. 9Wie wir es vernommen, so sahen wir es in der Stadt des Herrn der Heerscharen, in der Stadt unsers Gottes: Gott hat sie auf ewig gefestigt. 10Wir preisen deine Gnade, o Gott! inmitten deines Tempels. 11Wie dein Name, o Gott! also erschallt auch dein Lobpreis bis an die Enden der Erde, voll Gerechtigkeit ist deine Rechte. 12Es freue sich der Berg Sion und die Töchter Judas mögen frohlocken, um deiner Gerichte willen, o Herr! 13Gehet herum um Sion und umwandelt es ringsum, preiset es in seinen Türmen! 14Richtet eure Herzen auf seine Stärke und zählet einzeln seine Häuser, auf dass ihr es dem kommenden Geschlechte verkündet, 15dass hier Gott wohnt, unser Gott auf immer und ewig; er wird uns leiten immerdar.

Psalmen 48

1Zum Ende, ein Psalm von den Söhnen Kores. 2Höret dies, ihr Völker alle, vernehmet es alle Bewohner des Erdkreises, 3alle ihr Erdgeborenen und Menschenkinder, alle miteinander, reich und arm! 4mein Mund soll Weisheit reden, und meines Herzens Sinnen Einsicht. 5Ich will mein Ohr der Gleichnisrede neigen, will auf der Harfe meinen Rätselspruch kundgeben. 6Warum soll ich mich fürchten am Unglückstage, wenn die Bosheit meiner Nachsteller mich umgibt, 7welche auf ihre Macht vertrauen und der Menge ihrer Reichtümer sich rühmen? 8Es kann kein Bruder loskaufen, kein Mensch, und keiner Gott das Lösegeld für sich erlegen, 9noch für sein Leben einen Lösepreis, wenn er sich auch in Ewigkeit abmühte 10und lebte für und für. 11Nicht hat er das Ende vor Augen, wenn er Weise sterben sieht; Toren und Unverständige kommen miteinander um und hinterlassen Fremden ihre Reichtümer. 12Ihre Gräber sind ihr Haus auf immer, ihre Wohnungen von Geschlecht zu Geschlecht, man preist ihren Namen in ihren Ländern. 13Doch der Mensch erkennt es nicht, da er in Ehren ist, er wird den unverständigen Tieren gleich und wird diesen ähnlich. 14Dieser ihr Wandel bringt sie zu Falle und nachher noch gefallen ihre Reden. 15Wie Schafe fahren sie zur Unterwelt, der Tod rafft sie hinweg; die Gerechten triumphieren über sie gar bald und ihre Hilfe schwindet dahin in der Totenwelt, nachdem ihre Herrlichkeit vergangen. 16Aber Gott wird meine Seele aus der Unterwelt erretten, indem er mich hinnimmt. 17Fürchte nicht, wenn ein Mensch reich wird und wenn sich die Herrlichkeit seines Hauses mehrt, 18denn wenn er stirbt, nimmt er nichts mit sich und seine Herrlichkeit fährt nicht mit ihm hinab. 19Denn wird seine Seele in seinem Leben gepriesen, so pries er dich nur, wenn du ihm Gutes erwiesest. 20Er wird zum Geschlecht seiner Väter hingehen und nimmer das Licht schauen. 21Der Mensch, der in Ehren ist und es nicht erkennt, gleicht unvernünftigen Tieren und wird ihnen ähnlich.

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