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19. Oktober 2026 · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Eph 2,1-10Evangelium · Lk 12,13-21

Erste Lesung – Eph 2,1-10

Am Anfang steht das Erbarmen Gottes mit uns Menschen, darum sind wir aus Gnade gerettet. Vor dieser Errettung durch Jesus Christus waren wir dem Ungehorsam gegen Gottes Willen verfallen, führten ein Leben in Sünde und waren daher dem Gesetz nach tot, von Gott und von aller Hoffnung auf Leben ausgeschlossen. Aber das war der Mensch nicht von Natur aus, sondern erst durch seine selbst gewählte Hinwendung zur Sünde. Nicht unschuldig daran war jener Geist, „der im Bereich der Lüfte regiert“ (V.2) – Satan – und der die ihm verfallenen Menschen von der himmlischen Welt trennt. Mit der Zeit haben sich die Menschen derart in ihrem selbstsüchtigen Streben verloren, dass dieses Verhalten zu ihrer Natur geworden ist. Aber Gott, und das ist das Unbegreifliche, hat seine Liebe zu uns nicht aufgegeben. Er nimmt die Menschen aus dem Machtbereich des Teufels heraus, hinein in seine Gemeinschaft, durch seinen Sohn Jesus Christus. Er zeigt uns damit, dass er liebt, was nicht liebenswert ist – das ist die erbarmende Liebe, die Gnade Gottes (V.5). Aber dennoch stehen die Menschen noch immer in der Welt, um sich zu bewähren. Doch bedeutet das nicht, dass der Mensch aus guten Werken heraus gerecht werden kann. Trotzdem ist er gefordert, diese zu tun, damit er an ihnen die Liebe bezeugen können, die der Herr erwartet. Blicken wir in die Welt, wie unmenschlich unsere Gesellschaft, unser Zusammenleben, bereits geworden ist. Und wenn wir dies erkennen, sollten wir uns an das Erbarmen Gottes erinnern, das er jedem Menschen zukommen lässt. So sollten auch wir handeln und damit Gott unsere Liebe erweisen.

Evangelium – Lk 12,13-21

Jesus wird gebeten, in einem Erbstreit zwischen zwei Brüdern zu vermitteln. Jesus lehnt dies ab und warnt stattdessen vor jeder Art von Habgier, denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin, dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt. Er verdeutlicht dies auch mit einem Gleichnis von einem reichen Mann, der eine seiner besten Ernten einbringt, doch dem seine Scheunen dafür zu klein sind. Er lässt sie daher abreißen und noch größer errichten. Aber eines hat er nicht bedacht: Er wird „noch in dieser Nacht“ eines plötzlichen Todes sterben. Was hat er dann von seinem Reichtum? Wir alle sind an das Vergängliche gebunden. Darum müssen wir jetzt schon für unsere Zukunft lernen, alles, was vergänglich ist, loszulassen. Wir müssen lernen, zwischen dem Wesentlichen und dem Unwesentlichen im Leben zu unterscheiden. Es gibt den ewigen Besitz und den zeitlichen Besitz. Der zeitliche Besitz wird vergehen, denn in die andere Welt können wir ihn nicht mitnehmen. Der ewige Besitz bleibt uns dafür erhalten, er ist unser Startkapital nach unserer Neugeburt. Wie viel Startkapital hast du dir in deinem Leben schon erwirtschaftet? Sicherlich kannst du es noch vermehren.