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23. September 2026 · Heiliger Pater Pio

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Gal 2,19-20Evangelium · Mt 16,24-27

Erste Lesung – Gal 2,19-20

Paulus bekundet, dass er durch das Gesetz für das Gesetz gestorben ist. Er ist durch das Gesetz gestorben, weil es ihn, den Sünder, zum Tod verurteilt. Aus der Perspektive des Gesetzes hat er als Sünder den Tod zu erwarten. Somit ist das Sterben im Gesetz vorgezeichnet. Aber nun ist er für das Gesetz gestorben, denn er ist berufen für Gott zu leben, indem er das Gesetz der Liebe erfüllt. So ist sein altes Ich mit Christus gekreuzigt worden und Jesus gibt ihm Anteil am Heil seines Dienens. Ab jetzt lebt das neue Ich auf, gewinnt einen neuen Standpunkt gegenüber der Tora, der ihm eine neue Auslegung eröffnet, die Tora aber nicht abschafft. Jesus lebt nun in ihm und wird zum Zentrum seines Willens. Aber solange er noch unter den Bedingungen menschlicher Existenz lebt, vollzieht sich dieses neue Leben mit Christus in ihm nicht anders als im Glauben an Christus. Jetzt wäre die Frage angebracht: Wie steht es um unseren Glauben? Glaubst du nicht an Gott, den Schöpfer und an Jesus Christus den Erlöser, könnte dein Heil in Gefahr sein. Glaubst du hingegen an die Worte der Heiligen Schrift und handelst du nach ihnen, wird dich der Herr von all deinen Gebrechen, Leiden und Narben auf deiner Seele, verursacht durch deine oder anderer Schuld, heilen und dich aufnehmen in seine Gemeinschaft mit dem Vater. Wähle daher den Glauben als Grundlage für dein irdisches Leben, weiche nicht ab vom rechten Weg und folge Jesus nach so gut du kannst.

Evangelium – Mt 16,24-27

Auf dem Weg durch Galiläa beginnt Jesus seine Jünger auf seinen Leidensweg vorzubereiten. Gleichzeitig wies er auf die Notwendigkeit, auf dem Weg der Nachfolge neben seinem Kreuz, also Jesu Kreuz, auch das eigene Kreuz an- und aufzunehmen. Natürlich sind mit jedem Kreuz Schande und Leid verbunden, wobei das Leid an sich aber nicht heilig ist, sondern nur das Leiden derer, die zu Gott gehören und dies in ihrem Leben erkennbar für alle, durch wahre Nachfolge ausdrücken. Doch Christentum bedeutet nicht Lust am Leiden, Freude am Nein zum Leben, sondern das Mitgehen im Leid mit Christus und dem Nächsten. Nun zur Frage: Wonach strebst du in deinem Leben, was ist dein Plan? Wenn du dein Leben im Eigenentwurf ohne Gott planst, wird sich bald die Selbstsucht bei dir einbringen. Durch sie wirst du gefesselt, aufgehalten und auf einen falschen Weg geführt, der dich immer weiter von Gott wegführt. Darum: Gehe deinen Weg immer mit Gott, suche die wahren Werte. Lerne, dich vor ungestümen Begierden deiner Seele zu schützen und hinterfrage alles, was dir angeboten wird. Unterliege nicht den irdischen Verführungskünsten und gib dem Antichristen keinen Raum in dir. Halte diesen Raum frei für Gott und er wird dich mit dem Heiligen Geist erfüllen. Wenn du dich mit wenigem begnügst, wirst du einen großen inneren Reichtum erfahren. Verlierst du deine Seele auf dieser Welt, kannst du sie nicht mitnehmen in das Reich Gottes, denn du bist deine Seele.