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14. August 2026 · Heiliger Maximilian Kolbe

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Weish 3,1-9Evangelium · Joh 15,9-17

Erste Lesung – Weish 3,1-9

In den heutigen Worten aus dem Buch der Weisheit geht es um das Schicksal der Gerechten und Toren nach dem Tod. Die Gerechten sind die glaubenstreuen Juden, die Toren sind diejenigen, die nichts von der Weisheit Gottes verstanden haben – es können Heiden oder abgefallene Juden sein. Sie betrachten den Tod als die letzte Wirklichkeit. Sie wollen Gott nicht anerkennen. Alles Leid, Unrecht, Gewalt und früher Tod sprechen für sie, dass ein Leben in Gerechtigkeit sinnlos ist, geht es den Toren auf dieser Welt meist besser als den Gerechten. Diese sind in ihren Augen Narren, die am Leben vorbeileben. Die Gerechten müssen auf dieser Welt oft viel Leid einstecken. Aber sie sind stets in Gottes Hand, sie sind in seinem Frieden, einem Frieden, den nur der Glaube schenken kann. Und wenn ein Gerechter leiden muss, so dient dies seiner Erziehung, Erprobung und Läuterung. Müssen sie einen frühen Tod sterben, so ist das nicht als Strafe zu bewerten, sondern als eine bevorzugte Aufnahme bei Gott, hinein in ein neugeschaffenes Leben, dem gegenüber alles Bisherige wie nichts erscheint. Leiden und Tod sind eine Erlösung aus diesem oft kummervollen Leben, auch wenn der Abschied meist schwer fällt und mit einem Nichtverstehen verbunden ist.

Evangelium – Joh 15,9-17

Jesu Abschiedsreden sind eine Zusicherung an seine Jünger, dass er sie nach seinem Weg des Leidens, des Sterbens und seiner Auferstehung, nicht allein zurück und nicht im Stich lassen wird. Denn erst sein irdischer Tod ermöglicht sein Wiederkommen – ein Wiederkommen im Geist Gottes. So möchte Jesus, dass seine Jünger sein Erbe nicht in Trauer vernachlässigen oder resignierend antreten, sondern in Freude, es bewahren und weiter gedeihen lassen. Dazu ist es aber notwendig, um in der Liebe des Vaters zu bleiben, die Gebote Gottes zu kennen und sie zu halten. Niedergeschrieben in der Heiligen Schrift finden wir die zehn Gebote in den Büchern Exodus (Ex 20,1-7) und Deuteronomium (Dtn 5,6-21). Auf den Nenner gebracht sind diese Gebote ein von Gott mit uns begonnener Dialog, auf welchen er sich von uns eine Antwort erwartet – eine liebevolle Antwort. Eine solche ist für unser Heil grundsätzlich erforderlich, weil mit einem blinden und herzlosen Befolgen der Gebote, mit einem wörtlichen und herzlosen Gehorsam, das ewige Heil außer Reichweite rückt. Das ewige Heil können wir nur erlangen, wenn die Gebote Gottes fest in unseren liebenden Herzen verankert sind, liebevoll aus ihnen strömen, zum Wohle von uns selbst, zum Wohle der Beziehungen zu unseren Nächsten und Gott. Natürlich ist es nicht leicht, die Gebote zu halten, weil wir schwache und sündige Menschen sind. Aus diesem Grund fallen wir immer wieder zurück in sündhaftes Verhalten und benötigen einen Erlöser: Jesus Christus. Er lädt alle unsere Sündenlasten auf sich, wenn wir an ihn glauben.