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5. August 2026 · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jer 31,1-7Evangelium · Mt 15,21-28

Erste Lesung – Jer 31,1-7

Jeremia musste seinem Volk bisher immer Unheil ankündigen. Nachdem nun aber das Gericht Gottes vollzogen wurde, darf Jeremia von der kommenden Heilszeit sprechen, die auf das Volk wartet. Dem Volk wird ein neuer Anfang gewährt. Es wird befreit und Israel wieder hergestellt werden. Die Exilanten werden voll Freude in ihre Heimat zurückkehren und ein neuer Bund mit Gott wird den alten ersetzen, der am Sinai geschlossen, aber von den Israeliten gebrochen wurde. Gott wird sein Volk von innen heraus erneuern, auch wenn es sich von ihm abgewendet hat. Er liebt sein Volk von Ewigkeit her, und alle Untreue der Menschen kann ihn nicht daran hindern, seine Liebe aufzugeben, denn Gott ist ein Gott des Wiederaufbaus, des Neubeginns. Ganz gleich, wie groß unser Abstand zu ihm geworden ist, Gott streicht uns nicht aus seinem Herzen, er gibt uns immer wieder die Chance umzukehren. Und wenn wir das tun, empfängt er uns freudestrahlend mit offenen Armen, verzeiht und wird an uns das Gute tun, das wir eigentlich nicht verdient hätten. Wir werden uns bei ihm geborgen fühlen, wir werden in ihm und bei ihm unser wahres zu Hause erkennen und uns niemals mehr von ihm lossagen wollen.

Evangelium – Mt 15,21-28

Jesus befindet mit seinen Jüngern im heidnischen Gebiet am Mittelmeer, den Hafenstädten Tyros und Sidon. Er möchte unbekannt bleiben, doch eine heidnische Frau erkennt ihn und bittet ihn um Heilung für ihre unter einem Dämon leidende Tochter. Jesus lehnt vorerst ab, denn seine Aufgabe ist es zu diesem Zeitpunkt noch, das Heil ausschließlich in Israel zu verkünden. Er vergleicht die Heiden sogar mit Hunden. Die Frau entgegnet ihm: Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Jesus ist beeindruckt von der Hartnäckigkeit und dem Glauben dieser Frau. Sie hat sein Herz berührt und er ändert seine abweisende Haltung. Sie bekommt, worum sie gebeten hat: Ihre Tochter wird geheilt. Können wir im Glauben ebenso hartnäckig sein wie diese Frau? Wie stark ist unser Glaube? Stehen wir jederzeit zu unserem Glauben oder lassen wir uns bereits beim ersten leichten Gegenwind entmutigen? Dieser leichte Gegenwind ist in unserer Zeit bereits zu einem kräftigen Sturm angewachsen. Christsein erfordert heutzutage Mut, Ausdauer und Kraft, um in der Öffentlichkeit als Christ zu bestehen. Weichen wir nicht von unserem Weg ab, zeigen wir mit unserer Lebenseinstellung und Lebensführung, was Christsein bedeutet und wie wir diese Welt verändern könnten, wenn alle Menschen Jesus auf seinem Weg nachfolgen würden.