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4. August 2026 · Heiliger Johannes Maria Vianney, Pfarrer von

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Ez 3,16-21Evangelium · Mt 9,35-10,1

Erste Lesung – Ez 3,16-21

Der Prophet Ezechiel erhält von Gott den Auftrag, zum Wächter über das Haus Israel zu werden. Dabei richtet sich dieser Auftrag zur Mahnung aber nicht an das Volk als zusammengehörige Gemeinde, sondern an die Einzelnen im Volk. Ezechiel soll als Wächter einzelne Menschen warnen, denn Gott möchte über keinen Menschen das Gericht kommen lassen, ohne ihn vorher gewarnt zu haben. Die Warnung soll an die Gerechten gerichtet werden, die aufhören Rechtes zu tun, sowie an die Gottlosen, die weiterhin ihren eigenen Weg gehen. Sollte Ezechiel seiner Verantwortung nicht gerecht werden, wird Gott sein Blut fordern. Auch unsere Aufgabe ist es, Menschen vor den Folgen des Beschreitens von Irrwegen, abseits von Gott, zu warnen. Denn solche Wege bergen das große Risiko in sich, abzustürzen und abzufallen von Gottes Gnade mit Verlust des ewigen Heils. Wir dürfen als Christen nicht tatenlos zusehen, wie einer von unseren Nächsten in sein Unheil läuft. Unsere Pflicht ist es, zu versuchen, den anderen von seiner falsch gesetzten Entscheidung abzuhalten und ihn wieder behutsam zurückzubringen auf den geraden Weg. Tun wir das nicht, machen wir uns schuldig, denn unsere Obsorgepflicht gilt nicht nur uns selbst, sondern auch unserem Nächsten gegenüber.

Evangelium – Mt 9,35-10,1

Auf seinem Weg durch Galiläa besucht Jesus alle Städte und Dörfer, lehrt in den Synagogen und verkündet das Evangelium. Dabei vergleicht er seine Mission mit einer Ernte, mit einer Selektion in Brauchbares und Unbrauchbares. Diese Mission soll nun von seinen Jüngern mit Predigten zur Umkehr, Exorzismen und Heilungen fortgesetzt werden. Dazu überträgt er ihnen Vollmacht und sendet sie aus, um ganz Israel die frohe Botschaft zu bringen und unreine Geister auszutreiben. Solch eine Vollmacht hat jeder von uns. Wie das? In jedem von uns wohnen unreine Geister. In manchen viele und mächtige, in anderen wenige und nicht so dramatisch böse. Es liegt an dir selbst, ob du diesen Geistern in dir ein Wohnrecht einräumst, oder ob du sie aus dir verbannst, gegen sie kämpfst und letzten Endes besiegst. Jeder von uns hat die Macht dazu. Diese Macht kommt vom Glauben und wird gestärkt von der Kraft des Geistes Gottes in dir. Du musst nur auf die Stimme dieses Geistes hören und das tun, was sie dir sagt, auch dann, wenn es für dich mit sehr viel Kraftaufwand verbunden ist und du meinst, diesen Kampf nicht zu gewinnen. Mit Vertrauen auf Gott und mit Selbstvertrauen wirst du wieder Herr deiner Seele.