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2. August 2026 · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jes 55,1-3Evangelium · Mt 14,13-21

Erste Lesung – Jes 55,1-3

Im Auftrag Gottes verkündet der Prophet Jesaja, was auf das Volk nach der Rückkehr aus dem Exil wartet: Leben in Fülle. Er bedients sich dabei der Sprache des Marktes, damit die Menschen auf Gottes einladende Werbung aufmerksam werden. Noch dazu sind Gottes Gaben alle gratis. Alle dürstenden können sich kostenlos laben und an der Bundesgemeinschaft teilhaben. Sich an den Wassern Zions zu erfreuen, erinnert dabei an die Aufforderung, aus den Wassern des Heils zu schöpfen. Und mit allen, die zur Lebensquelle kommen, wird Gott einen ewigen Bund schließen. Gott wirbt um uns. Er sagt uns immer wieder: „Hört auf mich, dann bekommt ihr …“, so lautet sein unglaubliches Angebot. Wir sollten dieses annehmen. Das heißt, den bisher eingeschlagenen Lebensweg überdenken, ggf. zu ändern und umzukehren, hin zu Gott. Wir müssen unser Leben auf den heilenden und rettenden Gott fokussieren. Und jeder der noch zögert, soll wissen: Gottes Erbarmen ist groß. Er ist und bleibt treu, auch wenn wir seine Wege verlassen haben und unseren eigenen gefolgt sind. Gott ist groß im Verzeihen, das macht Mut, den letzten Schritt in die richtige Richtung zu tun.

Evangelium – Mt 14,13-21

Während seiner Wanderung durch Galiläa, am Ende eines langen Tages mit vielen Menschen, die ihm gefolgt waren, speiste Jesus in einer einsamen Gegend auf wundersame Weise fünftausend Menschen mit lediglich fünf Broten und zwei Fischen. Er speiste sie mit irdischer Nahrung, ohne welcher wir nicht leben können, er speiste sie aber auch mit dem himmlischen Brot, dem Wort des Vaters, ohne welches wir nicht in die Ewigkeit gelangen können. Dabei ist Jesus selbst dieses Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, das Brot des Lebens. Und er sagte: „Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben“ (Joh 6,51). Damit dieses Brot an alle Menschen weitergegebenen werden konnte, musste es gebrochen werden. So erst kann jeder dieses Brot in sich aufnehmen, um an der ewigen Seligkeit teilhaben zu können. Die ersten, die von diesem Brot aßen, waren seine Jünger und diejenigen Menschen, die sich damals um ihn versammelt hatten, um das Wort Gottes zu hören und in sich aufzunehmen. Nimmst du regelmäßig das Wort Gottes zu dir? Ist es für dich zu einer unverzichtbaren Speise geworden, ohne welche du nicht mehr leben kannst? Spürst du schon ihre Wirkung in dir? Diese Speise ist für dich wichtiger als irdische Speise, denn sie gewährt dir, bei Aufnahme in deine Seele, das ewige Leben.