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1. August 2026 · Heiliger Alfons Maria Liguori

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Röm 8,1-4Evangelium · Mt 5,13-19

Erste Lesung – Röm 8,1-4

Im Brief an die Römer spricht Paulus staunend und dankbar von der Erlösungstat Jesu Christi und entfaltet das neue Leben der Christen im Geist. Bislang ohne Jesus Christus, war die Tora nur das Gesetz der Sünde und somit des Todes. In Christus ist sie aber zum Gesetz des Geistes, des Lebens geworden. Die Verurteilung ist durch das Geschehen in Christus aufgehoben. Wir haben nun den Geist empfangen und sind damit frei geworden, denn lediglich mit dem eigenen Geist ausgestattet, ist der Mensch nach der Ausdrucksweise des Apostels „Fleisch“ und steht somit aufgrund seiner Schwachheit unter dem Gesetz der Sünde, der Vernichtung und des Todes. In Christus ist das Gesetz nicht mehr von der Sünde bestimmt, sondern vom Geist Gottes, der zum Leben führt. Den Christen ist damit eine neue Auslegung der Tora im Geist eröffnet. Gott selbst spricht der Sünde das Urteil, das ihr gebührt: Er verurteilte die Macht der Sünde durch seinen Sohn, womit die Sünde entmachtet ist. Gott hat seinen Sohn vom Tod auferweckt, und derselbe Geist, der in Christus wohnt, wird auch unseren Leib lebendig machen. Und darüber hinaus wird Gottes Geist, wenn wir ihn wirken lassen, unserem Leben immer mehr seine Kraft mitteilen und schenken. Wir können somit als Christen eine neue Lebensweise erfahren, die nicht mehr vom Fleisch, sondern vom Geist Gottes bestimmt ist.

Evangelium – Mt 5,13-19

Unser aller Auftrag als Christen lautet, etwas zum Wachstum des Reiches Gottes beizutragen. Deshalb sollen wir mit unseren Taten zeigen, wie das Reich Gottes beschaffen ist. Menschen lassen sich zwar leicht durch Worte überzeugen, denen keine Taten folgen oder Taten, die nur zum Untergang führen. Aber wenn den Worten Taten der Nächstenliebe folgen und nicht Taten des Hasses, des Streits oder des Krieges, werden alle den wahren Weg erkennen und sich uns auf dem Weg zum Licht anschließen. Doch nur mehr wenige setzen sich für die Verbreitung des Gottesreiches ein. Es geht dabei aber nicht nur um Priester oder Diakone in Auslegung des Wortes, es geht dabei auch ganz persönlich um dich. Denn das Reich Gottes kann nur dann Ertrag bringen, wenn nicht nur das Wort ausgestreut wird, sondern auch, wenn du als Arbeiter hinausgehst und der Saat hilfst, zu gedeihen und, wenn du hilfst, dem Besitzer des Reiches seinen Ertrag zu bringen. Das heißt: bringe Seelen zu ihm. Am besten kannst du das, wenn du Jesus auf seinem Weg nachfolgst, den Weg der Liebe, denn das Reich Gottes ist das Reich der Liebe. So kannst auch du dazu beitragen, dass dieses Reich wächst. Es kann überall seinen Anfang finden, bei jedem Menschen. Und mit jeder Liebesbezeugung, welche wir untereinander austauschen, entwickelt sich Gottes Reich zu einem allesumfassenden Netz, durch welches das Böse nicht mehr hindurchdringen kann. Bei jedem Mangel an Liebe bekommt hingegen das Netz einen Riss, wird löchrig und verliert an Kraft und Wirkung.