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29. Juli 2026 · Heilige Marta, Maria und Lazarus

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Joh 4,7-16Evangelium · Joh 11,19-27

Erste Lesung – 1 Joh 4,7-16

Jesus Christus gibt uns, als dreifaltiger Gott, Antworten auf alle Fragen betreffend den Ursprung, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Schöpfung. In ihm wird alles offenbar, nichts bleibt verborgen. Das Leben wird erkennbar, es verliert seine Sinnlosigkeit, die Ungereimtheit seiner Herkunft und die Unkenntnis seiner Vollendung. In Jesus Christus hat Gott Himmel und Erde verbunden. Was verloren schien, wurde gerettet, doch was verloren sein möchte, bleibt verloren. Warum bloß wollen viele verloren bleiben? Wie unendlich groß ist doch die Schöpfung, so groß, dass wir sie mit unserem Verstand nicht erfassen können, ihre Gesetze nie zur Gänze begreifen werden, ihre Grenzen nie überschreiten werden, selbst in Jahrtausenden weiterer Entwicklung nicht. Doch trotzdem maßen wir uns an, Herren der Schöpfung zu sein, uns über Gott zu stellen und zu behaupten, das Nichts sei stärker als Gott. Die vermeintliche Stärke des Nichts beeindruckt uns mehr als derjenige, der alles geschaffen hat. Das ist die Sprache des Antichristen. Er erniedrigt Gott und erhebt das Nichts zu einer Gottheit, die von uns Menschen angebetet werden soll und in welcher wir dereinst untergehen sollen. Doch Gott gibt uns nicht auf. In seiner Liebe zu uns, seinen Kindern, geht er sogar so weit, seinen eigenen Sohn, sich selbst, zu opfern, um uns zu retten. Wer das aus tiefstem Herzen heraus glaubt und diesen Glauben im Leben umsetzt, ist bereits gerettet.

Evangelium – Joh 11,19-27

Glaubst du an die Auferstehung und das ewige Leben? Viele Menschen tun sich noch immer schwer damit, diese frohe Botschaft in sich aufzunehmen. Dabei ist Jesus selbst von den Toten auferstanden und trotzdem glauben viele Menschen nicht an ihn. Ist denn die Auferstehung von den Toten ein Alltagsgeschehen auf unserer materiellen Welt? Nein, es ist etwas Besonderes, es ist fast etwas Einzigartiges, wenn man die Totenauferweckungen durch Jesus miteinbezieht. Doch Jesus ist durch sich selbst auferstanden, im Gegensatz zu denjenigen, die er auferweckt hat. Eine Auferstehung durch sich selbst kann nur der bewirken, der Herr über Leben und Tod ist. Hast du noch immer Zweifel an Jesu göttlichen Ursprung, an seiner Allmacht, auch dich vom Tode zu erretten? Dann frag dich: Wer sonst noch könnte dazu fähig sein, Tote zu erwecken, wie am Beispiel des Lazarus geschehen? Wenn du dieses Geschehen leugnest, leugnest du die Heilige Schrift, das Wort Gottes, und stehst auf der Seite desjenigen, der gegen Gott intrigiert. Denke immer daran: Jesus verhilft dir zu diesem höheren Leben, wo du die Herrlichkeit des Vaters sehen wirst. Verdränge deshalb die dunklen Gedanken, die deinen Tod begleiten wollen. Freue dich hingegen darüber, Jesus, den Herrn über Leben und Tod, von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten zu dürfen und von allen Lasten und Ängsten, die du im Laufe deines Lebens auf deine Schultern gelegt hast, befreit zu werden und jene Herrlichkeit erleben zu dürfen, die an uns offenbar werden soll.