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16. Juli 2026 · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jes 26,7-9.12.16-19Evangelium · Mt 11,28-30

Erste Lesung – Jes 26,7-9.12.16-19

Die Verse 7-19 aus Jes 26 sind ein Bittgebet der Gemeinde, in dem sie neben der Bitte auch ihr Vertrauen Gott gegenüber ausspricht. Inmitten des Konflikts von Unterdrückern und Unterdrückten erhebt sich nämlich der Verdacht, Gott könnte den Frevlern vergeben, um sie auf den rechten Weg zurückzuführen. Dagegen erheben die Beter heftigen Protest, denn ihrer Meinung nach kann sich ein Leben in Gerechtigkeit nur dann „lohnen“, wenn die Frevler bestraft werden. Darüber hinaus müsse sich das Ende der Frevler deutlich von jenem der Frommen unterscheiden. In der bedrängenden Gegenwart hegt die betende Gemeinde großes Vertrauen in Gott und die eigene Zukunft. Gott wird das Volk aus seiner Not heben und sogar die Toten zum Leben erwecken. Dieser Glaube an die Auferstehung, der im letzten Vers sichtbar wird, zeigt, dass wir uns in der späten Zeit des Alten Testaments befinden – also lange nach Jesaja. Lassen wir uns das Vertrauen in den Herrn nicht nehmen, denn „Der Herr ist unsere Zuflucht“ (Ps 46). Der Herr ist die Zuflucht für alle Gläubigen, die sich in ihrer Bedrängnis an ihn wenden, ihn rufen und um Hilfe bitten. Wenden wir uns in unseren Notsituationen vertrauensvoll an ihn, werden wir gerettet. Jesus hat auf seiner Verkündigungstätigkeit in Galiläa dies oft bewiesen.

Evangelium – Mt 11,28-30

Im Matthäusevangelium finden wir einen Lobpreis Jesu auf den Vater. Es überrascht, dass Jesus diesen Jubel anstimmt, in dem Moment, da er in seiner Verkündigung auf Ablehnung stößt. Jesus sagt uns dazu: „Lernt von mir“, denn gerade in schwierigen Augenblicken ist es Zeit für das Lobpreisgebet, um auf unserem Weg mit Gott weiterzugehen. Auch Jesu Joch war ein schweres Joch, es ähnelt stark dem Kreuzesbalken, den er auf seinem Kreuzweg zur Hinrichtungsstätte auf seinen Schultern geschleppt hat. Unter der Last dieses Balkens ist er zusammengebrochen, doch wieder aufgestanden und weitergegangen. Diesen Kreuzesbalken sollen auch wir im Leben tragen und ertragen. Das heißt: Um Jesus nachzufolgen, müssen wir alle Lasten des Lebens in Geduld und Demut annehmen, auch wenn wir unter ihnen zusammenbrechen, denn mitten am Weg haben wir unser Ziel noch nicht erreicht. Geh immer weiter, auch wenn dein Weg beschwerlich und dunkel wird. Jesus hat dazu gesagt: „… ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20b). Diese Trostworte zeigen dir, dass du selbst in deinen schwersten Stunden und Tagen einen Helfer an deiner Seite hast: Jesus Christus.