14. Juli 2026 · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung – Jes 7,1-9
König Ahas von Juda hatte sich vom Herrn losgesagt und in Folge davon wurde sein Reich von allen Seiten angegriffen. Syrien und Israel wollten mit ihm ein Bündnis gegen Assyrien schließen, doch Ahas weigerte sich, diesem Bündnis beizutreten. So sollte er nun als König abgesetzt und ein „Gefügiger“ eingesetzt werden. Das Herz des Königs zitterte angesichts seiner Probleme wie Laub in Wind. Doch größer als die Gefahr von außen war die Gefahr von innen, ausgehend vom mangelnden Vertrauen des Königs in Gott und seine eigenen Berater. Darum wollte Jesaja das Herz des Königs stärken. Er wird mit einer Mahnung und einer Verheißung zum König geschickt: „Bewahre die Ruhe, fürchte dich nicht“ und „Was die Feinde planen, kommt nicht zustande“. Letzteres kann aber nur dann eintreten, wenn der Glaube an Gott wieder die Überhand gewinnt. Der Glaube schafft dir eine Verbindung zu Gott. Ohne Glaube an den Vater, deinen Schöpfer, bist du allein und gefangen in dir. Gott kann dir, wenn du ihn ablehnst, keinen Trost spenden, er kann dich nicht durch dein Leben begleiten und du kannst ihn um nichts bitten. Hast du wenig oder gar keinen Glauben, dann nimm das Schriftwort zur Hand, es ist der Nährboden für den Glauben, aus welchem dir der Herr die Frucht des ewigen Lebens schenken wird.
Evangelium – Mt 11,20-24
Dieses „Weh dir!“ galt den galiläischen Städten Chorazin, Betsaida und Kafarnaum, in denen sich viele Menschen, trotz der zahlreichen Wundertaten Jesu, sich nicht dem von Jesus verkündeten Glauben zugewandt hatten. Jesus war zutiefst enttäuscht. Seine Anklage bestand darin, dass die Menschen in diesen Orten seine Machttaten, seine Wunder, nicht als Anlass zur Umkehr sahen, wobei das Ziel dieser Wundertaten von Anfang an die Umkehr zum Glauben und wahren Glaubensleben war. Diese Wunder waren daher ein zielgerichteter Teil von Jesu Verkündigung, doch blieben sie in der Regel bei der Bevölkerung dieser beiden Städte wirkungslos. Jesus meinte auch, wenn die heidnischen Städte Tyrus, Sidon oder Sodom seine Wunder erlebt hätten, die Menschen dort längst ihre Sünden in Sack und Asche betrauert und den Willen zur Umkehr gezeigt hätten. Diese Wehe-Rufe Jesu kann man aber auch heute noch vernehmen, weil viele vom Glauben abgefallen sind, obwohl sie sich Christen nennen. Wie sieht es mit deinem Glauben aus? Gelten diese Wehe-Rufe vielleicht auch dir? Wie ernst nimmst du es mit der Nachfolge? Jesus gibt dir noch eine Chance! Verpasse sie nicht und sichere dir den Zugang zum Reich Gottes.