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7. Juli 2026 · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Hos 8,4-7.11-13Evangelium · Mt 9,32-38

Erste Lesung – Hos 8,4-7.11-13

Als Folge des Bundesbruches mit Gott kündigt Hosea den Überfall von Feinden an, denn der Bruch mit Gott war bereits zu groß: Israel setzte eigene Könige ein, gegen den Willen Gottes; es schuf sich Götzen – ein Kalb aus Gold; es betrieb verfehlte Außenpolitik, hat sich bis zur Unkenntlichkeit den anderen Völkern angepasst. Gott sieht in Israel nicht mehr sein Volk und will deshalb zur Strafe die Befreiung des Volkes aus Ägypten wieder rückgängig machen. Gott sieht sich gezwungen, die Geschichte mit seinem Volk wieder von ganz vorne zu beginnen. Auch heute könnte Gott viele Gründe finden, die Geschichte mit uns wieder neu zu beginnen. Politische und soziale Missstände, Anbetung des Materialismus, Kriege weltweit und Gottlosigkeit prägen unsere Welt, jedoch in einem ganz anderen Maßstab als zur Zeit des Propheten Hosea. Wir dürfen deshalb die von Hosea ausgesprochene Warnung auch als Warnung für unsere Zeit verstehen. Wie lange wird Gott noch zusehen, wie lange räumt er uns noch Zeit zur Umkehr ein? Wir dürfen nicht tatenlos bleiben, wir müssen etwas verändern, und das bald und rasch!

Evangelium – Mt 9,32-38

Wie groß muss das Mitleid Jesu mit uns Menschen heute sein, wie groß seine Verwunderung darüber, wie die Menschheit sich benimmt, wie sehr die Menschen meinen, ohne Gott auskommen zu können. Sie irren herum und gebärden sich wie Schafe ohne Hirten und laufen dabei von einem Unglück ins andere. Die Frage ist nur, wie lange kann es noch so weitergehen? Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, müssen wir alle etwas tun: wieder zu Gott zurückfinden. Auch als kleines Rädchen in diesem großen Geschehen kannst du dazu etwas bewirken. Alles Große fängt klein an und ohne das kleine Zahnrad in einem Uhrwerk läuft die Uhr nicht. Was könnte dein Beitrag sein, um Glaube, Hoffnung und Liebe auszusäen und zu pflegen, damit der gute Hirte wieder als solcher erkannt wird? Ein wahrer Christ, der sich der Nachfolge Jesu anschließt, kann nicht zu Hause auf seinem Sofa sitzenbleiben und den Müßiggang einschalten. Wir lesen im Evangelium: Jesus zog durch alle Städte und Dörfer… Um das Evangelium, die frohe Botschaft zu verbreiten, musst du so wie Jesus, hinausgehen aus deiner Komfortzone, hinein in die Welt des dunklen Alltags so vieler Menschen. Jesus hat diesen Menschen sein Licht gebracht. Auch wir können den Menschen das Licht Jesu bringen. Das Licht Jesu kann jede Dunkelheit vertreiben und so manchen Menschen helfen, die bereit dazu sind, dieses Licht anzunehmen, um aus ihrer Dunkelheit herauszukommen. Wenn du hingegen nur zu Hause bleibst, kann das Licht Jesu nicht auf Wanderschaft gehen und wird eines Tages erlöschen, weil du es nicht weitergegeben hast.