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25. Juni 2026 · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Kön 24,8-17Evangelium · Mt 7,21-29

Erste Lesung – 2 Kön 24,8-17

Unter den Nachfolgern des Königs Joschijas ging Juda rasch seinem Ende entgegen. Im Osten war eine neue Weltmacht entstanden: das neubabylonische Reich unter König Nebukadnezzar. Dieser zog mit einer gewaltigen Streitmacht gegen Jerusalem. Der nach Jojakim an die Macht gekommene und eben erst vor drei Monaten in Jerusalem zum König gekrönte Jojachin erkannte die Aussichtslosigkeit eines Kampfes gegen die Babylonier und ergibt sich mit seinem gesamten Hofstaat. Er sollte 37 Jahre in babylonischer Gefangenschaft bleiben, mit ihm aber nicht nur der Hofstaat, sondern auch die wichtigsten Handwerker und wehrfähigen Männer, sodass Juda erheblich geschwächt wurde. Auch der Tempelschatz ging verloren, was das Ende des goldenen Zeitalters, begonnen unter Salomo, ankündigte. Doch Juda war gewarnt worden, die Propheten haben stets davor gewarnt, aber niemand wollte auf das Wort Gottes hören. Hören die Menschen heute auf das Wort Gottes? Findet das Wort Gottes die Annahme, die notwendig wäre, um Frieden auf dieser Welt zu schaffen? Leider nicht. Und das deshalb, weil viele Menschen ihre Herzen vor Gott verschließen. Ihre Herzen verhärten, das Wort Gottes prallt an ihnen ab und verpufft wirkungslos. Die Welt wird damit zu einem Spielball des Antichristen, Unfriede kann zwischen den Menschen und den Nationen gedeihen.

Evangelium – Mt 7,21-29

Die Worte der Bergpredigt, von welcher wir einen kurzen Ausschnitt im heutigen Evangelium hören, gehören zu den wenigen Texten, die auch Nichtchristen bekannt sind. Sie beginnen mit den Seligpreisungen und enden mit dem Gleichnis von den beiden Männern, deren einer sein Haus auf tragenden Stein, der andere auf lockeren Grund gebaut hat. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang für jeden von uns öffnen, lauten daher: Was ist mein Fundament im Leben? Worauf vertraue ich, auf wen höre ich und auf wen setze ich meine Hoffnung? Gründe ich auf Gott, dem Ewigen, oder baue ich auf die Kurzlebigkeit dieser Welt? Bedenke, dass deine Seele nicht eine vorübergehende Laune der Natur ist, sondern, dass Gott es war, der deine Seele geschaffen hat. Du ruhst in ihm seit dem Anbeginn der Zeiten, als er diese Welt und dich zuerst in seinen Gedanken geschaffen hat. Dein Weg gründet daher im Ewigen und führt in die Ewigkeit, wobei dein Verweilen auf dieser materiell geprägten Welt lediglich ein Zwischenspiel von kurzer Dauer ist. Vertraue daher dem Herrn, orientiere dich in diesem Erdenleben an ihm, so hast du ein festes Fundament für deinen weiteren Weg in Richtung Ewigkeit.