23. Juni 2026 · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung – 2 Kön 19,9b-11.14-21.31-35a.36
König Sanherib von Assyrien fordert Hiskija, den König von Juda auf, sich ihm zu unterwerfen, ansonsten werde es ihm wie allen anderen Völkern ergehen, die ihm bis zuletzt Widerstand geleistet haben. Hiskija legt das Schreiben Sanheribs dem Herrn im Tempel vor und bittet um Hilfe. Der Herr antwortet ihm über Jesaja und sagt ihm seine Hilfe zu: Der Feind werde mit keiner seiner Militärtechniken gegen Jerusalem vorgehen, sondern vielmehr unverrichteter Dinge abziehen. Wir lesen weiter: Hundertfünfundachzigtausend Mann des Gegners wurden erschlagen, noch bevor sie gegen Jerusalem ziehen konnten. Der Gott Israels hat somit erwiesen, dass er der alleinige und einzige Gott ist. Er ist derjenige, der rettet. Alle anderen, die von uns Menschen angebetet werden, sind Götzen und zum Untergang verdammt. Warum und wozu also diese Götzen anbeten? Sie versprechen zwar ein schönes Leben, aber dies nur kurzfristig und zu Lasten aller anderen, sind selbst sterblich und vergänglich. Warum vertrauen wir uns – selbst wir „moderne“ Menschen – immer noch solchen Götzen an? Warum ist uns das ewige Leben mit und beim Herrn noch immer nicht von Bedeutung? Wir verlassen immer mehr die Wege des Herrn, weil wir dieser Welt und der Weltlichkeit mehr Vertrauen schenken als der Ewigkeit.
Evangelium – Mt 7,6.12-14
Wer von uns möchte nicht ewig leben? Der Weg dorthin führt über die Selbsterkenntnis, die Demut und Jesus Christus. Es ist kein einfacher Weg, denn oft hindert uns die Selbstsucht, auf diesem Weg zu bleiben. Sie spiegelt ein verzerrtes Selbstbildnis, lehrt den Hochmut und preist den Weg der Weltlichkeit als den einzigen wahren Weg der zum Glück und Heil führt. Aber: der Weg der Weltlichkeit ist kein schmaler Pfad, er ist eine breite Prachtstraße, auf der dich alle sehen und bewundern können. Achtest du auf dieser Straße nicht auf die Stoppschilder in deinem Leben, kannst du eines Tages rasch das Ende dieser Straße übersehen. Im Gegensatz zu dieser Prachtstraße der Weltlichkeit ist der Weg zum Heil ein schmaler Grat, zu dessen beiden Seiten tiefe und dunkle Abgründe, bestehend aus weltlichen Verführungen lauern, welche dir stets ihre alles umschlingenden Pranken entgegenstrecken. Kaum jemand schafft es aus eigener Kraft, nicht gelegentlich vom rechten Weg abzugleiten. Wer oder was kann dir in solchen Situationen ein rettender Anker sein? Es ist Jesus Christus! Sein Wort verleiht dir festen Halt und an ihm kannst du dich wieder zurückretten auf den Weg, der zum Heil führt. Je mehr du im Leben deine Augen auf das Ziel fixierst, desto weniger lenken dich die Verführungskünste des Antichristen ab. Lass dich auch nicht von einem schmalen Tor zum ewigen Leben abschrecken. Wenn du dich hindurchzwängst, wird alles, was dich an deinem Erfolg hindern möchte, beim Passieren der Pforte abgestreift werden und nur mehr deine reine und strahlende Seele überbleiben.