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14. Juni 2026 · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Ex 19,2-6aEvangelium · Mt 9,36-10,8

Erste Lesung – Ex 19,2-6a

Das erste und entscheidende Ziel nach dem Auszug aus Ägypten ist erreicht: Der Ort der Gottesoffenbarung und der Bundesschließung. Moses bringt das Volk an den Ort, an dem ihm Gott zuvor erschienen war und ihm den Auftrag zum Exodus gegeben hatte. Und abermals steigt Moses auf den Berg Sinai, abermals spricht Gott zu ihm und formuliert seine weiteren Anweisungen: Israel soll sein eigenes und besonderes Volk werden, als ein „Reich von Priestern“. Damit meint Gott, dass das ganze Volk, so wie es durch den Kult den Priestern vorbehalten ist, in besonderer Nähe zu Gott leben soll. Zwar sind alle Völker Gottes Eigentum, aber Israel ist dazu bestimmt, sein kostbarster Besitz zu werden. Übertragen auf uns heute bedeutet das, dass wir als Christen den Auftrag zur Mission, der damals an Israel ergangen ist, fortsetzen sollen. Ist uns klar, was das bedeutet? Wir alle sollen zu einem Medium für Gottes Offenbarung werden! Gott hat sich vor zweitausend Jahren in seinem Sohn Jesus Christus offenbart. Die Apostel wurden direkte Zeugen davon und in Nachfolge, über viele Generationen hinweg, auch wir. Leitpfad dafür ist unser Glaube. Ein Glaube, den heutzutage nicht mehr viele in ihren Herzen tragen, ein Glaube, der in unserer Zeit verkümmert und durch weltliche Dinge vermehrt ersetzt wird. Aus diesem Grund sind wir alle dazu aufgerufen, diesen Glauben lebendig zu halten und ihm wieder zum Wachstum zu verhelfen. Jeder von uns soll dazu seinen Beitrag leisten.

Evangelium – Mt 9,36-10,8

Jesus zog durch alle Städte und Dörfer von Galiläa und lehrte in den Synagogen. Er hatte Erbarmen mit den Menschen und erkannte die Notwendigkeit, zwölf seiner Jünger mit Vollmacht auszustatten und sie auszusenden, um überall die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Dazu sollten sie auch die frohe Botschaft verbreiten, denn das Volk Gottes sollte vor Anbruch des Gerichts die Möglichkeit erhalten, aus diesem Gericht heraus das Heil zu erlangen. Diese zwölf nannte er Apostel, was zu Deutsch so viel wie „Gesandter“ bedeutet. Jesus sieht in ihnen, gemäß der heutigen Schriftstelle, diejenigen Arbeiter, welche die große Ernte einbringen sollten. Bist du schon so ein Erntehelfer? Du meinst, du kannst das nicht? Dann lass dich von einem Fachkundigen darin unterweisen. Diese Arbeit ist nicht schwer. Als Erntehelfer musst du lediglich Seelen für das Reich Gottes gewinnen. Du kannst das, indem du in allem was du tust, als Christ mit gutem Beispiel vorangehst und zeigst, wie lobenswert das Leben auf dem Weg der Nachfolge erst wird. Die Menschen werden an dir die Wahrheit erkennen und bereit sein, ihr Herz zu wandeln und jenen Glauben annehmen, den du ihnen vorlebst. Denn glauben bedeutet vor allem, den Geist Gottes in die Welt zu tragen, um mit seiner Hilfe das Wachstum von Gottes Reich zum Wohle der Menschheit und jeder einzelnen Seele zu fördern. Lass dich vom Herrn anstellen und werde zu einem lohnenswerten Erntehelfer!