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9. Juni 2026 · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Kön 17,7-16Evangelium · Mt 5,13-16

Erste Lesung – 1 Kön 17,7-16

Ausbleibender Regen trocknete das Land aus und auch der Bach, an dem sich Elija niedergelassen hat, versiegt. Abermals rettet der Herr den Propheten. Er lässt ihn nach Sarepta in Phönizien, einem Land des Baals, zu einer Witwe aufbrechen, die ihm das weitere Überleben sichern soll. Es kommt zu einer zweiten wundersamen Ernährung. Die Witwe, die Elija antrifft, hat selbst nur mehr für eine Mahlzeit Essen übrig und möchte nach dieser mit ihrem Sohn sterben. Nachdem sie aber bereit war, dem eindringlich bittenden Elija etwas von dem Wenigen zu geben, das sie noch hatte, geschah das Wunder: der Mehltopf wurde nicht mehr leer und der Ölkrug versiegte nicht. Gott zeigt auf diese Weise, dass er sich um die Ärmsten kümmert, wenn sie ihm ihr Vertrauen schenken, selbst dann, wenn sie im Land des Baals wohnen. Wie groß ist unser Vertrauen in Gott? Wir zählen zwar nicht unbedingt alle zu den Ärmsten der Armen, wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, haben zur Genüge was wir brauchen, und das lässt uns oft genug Gott vergessen. Doch Gott vergisst uns nie, selbst wenn wir uns von ihm Zeit unseres Lebens abwenden – zumindest viele tun dies. Sich hingegen Gott zuzuwenden bedeutet, sich, so wie Gott es tut, unseren Nächsten zuzuwenden, denjenigen entgegen, die uns brauchen, in materieller Unterstützung oder seelischer Hinsicht.

Evangelium – Mt 5,13-16

Während seines Wirkens in Galiläa bestieg Jesus mit seinen Jüngern und all den anderen, die noch mit ihnen mitgegangen waren, einen Berg und lehrte sie dort, wie wahre Jünger als seine Nachfolger in der Welt leben sollten. Dabei ging es Jesus aber nicht um feste Regeln, sondern um einen neuen Blick auf die Welt und das Zusammenleben in ihr. So sollen alle wie Salz sein, das Speisen erst schmackhaft macht und vor Fäulnis bewahrt. Und Licht sollen sein, das können sie aber nur, wenn sie Jesus in ihre Herzen aufgenommen haben, er dort lebt und so Gottes Wirken durch sie sichtbar wird. Dahingehend ist auch die Rede von der Sinnlosigkeit zu verstehen, über das Licht des Glaubens einen „Scheffel“ zu stellen, denn dieser würde das Licht rasch zum Erlöschen bringen. Das Licht der Jünger soll hingegen weithin sichtbar leuchten, damit die Menschen anhand dieses Lichtes den Vater im Himmel preisen können. Wir alle sind als Nachfolger des Herrn gefordert, Licht in die Dunkelheiten des Lebens zu bringen und Trostlosigkeiten in freudvolles Leben umzuwandeln. Ziehen wir uns hingegen als Christen zurück, sodass uns niemand als solche erleben und erkennen kann, erfüllen wir nicht unseren Auftrag und werden vielleicht nach dem Ablauf unseres irdischen Lebens als nutzlos entsorgt, wie Salz, das seinen Geschmack verloren hat und somit nutzlos geworden ist.