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3. Juni 2026 · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Tim 1,1-3.6-12Evangelium · Mk 12,18-27

Erste Lesung – 2 Tim 1,1-3.6-12

Der zweite Timotheusbrief ist angesichts seines nahenden Todes seiner Form nach ein Abschiedsbrief des Paulus an den ihm nahestehenden Timotheus. Inhaltlich macht sich darin Paulus keine Sorgen um sein weiteres Schicksal, doch dass die Botschaft Jesu weitergegeben wird, ist sein großes Anliegen. Er erinnert Timotheus an den Auftrag, den er von Gott erhalten hat, und an die Botschaft, die er zu bewahren und weiterzugeben hat, denn eben aus diesem Grund wurden ihm von Paulus die Hände aufgelegt. Timotheus soll Jesus Christus als den wahren und alleinigen Retter verkünden, wobei auch der Glaube an Gott als Retter und Erlöser seines Volkes mitschwingt. Die Verkündigung der „Frohen Botschaft“ kann natürlich mit Leid verbunden sein, so wie Paulus solches durchlitten hat aber trotzdem seinen Weg konsequent weitergegangen ist. Für die „Gute Sache“ des Evangeliums einzutreten kann bedeuten, mit bitteren Erfahrungen konfrontiert zu werden. Doch der christliche Glaube, im Kern der Glaube an Jesus Christus und seine Auferstehung, bürgt für Hoffnung auf Überwindung des Todes und des Bösen sowie für Vergebung der Schuld zum Erhalt des ewigen Lebens. Nicht zu glauben würde bedeuten, die eigene Schuld nicht loszuwerden, in ihr zu sterben und selbst einmal dafür einzustehen, ohne jemanden, der uns diesbezüglich zur Seite steht bzw. schon dafür bezahlt hat.

Evangelium – Mk 12,18-27

Zu den Fragen, die Jesus gestellt werden, zählt auch jene der Sadduzäer nach der Art und Weise unseres Zusammenlebens im Jenseits. Die Sadduzäer leugnen nämlich die Auferstehung und wollen mit ihrem Beispiel: „Eine Frau hat sieben Ehemänner gehabt, von denen einer nach dem anderen gestorben ist. Wessen Frau wird sie nach ihrem Tod sein?“, Jesus in Verlegenheit bringen. Doch er antwortet ihnen, dass das Leben nach dem Tod nicht nach derselben Größe wie das irdische zu bemessen sei. Die Auferstandenen – sagt Jesus – werden in einem anderen Zustand leben, den wir jetzt weder erfahren noch uns vorstellen können. Viele Menschen glauben nicht an die Auferstehung und viele erwarten sich vom Leben im Jenseits eine Fortsetzung des gewohnten irdischen Lebens. Aber diese Welt hat mit dem irdischen Tod ihre Aufgabe erfüllt: Wachstum des Geistes, der Liebe, der Erkenntnis des Schöpfers mit einer Neugeburt der Seele, hinein in das ewiglich „Himmlische Jerusalem“. Was wird uns dort erwarten? Kaum jemand mag dies zu erahnen, doch mit Jesus an unserer Seite dürfen wir uns auf das Unvermeidliche freuen, denn Gott möchte nur das Beste für uns und wird uns sicherlich kein Jenseits mit all den negativen Aspekten dieser irdischen Welt anbieten, sondern etwas, worin sich unsere Seelen in Liebe geborgen fühlen und wir nur mehr ein Miteinander anstelle eines Gegeneinanders leben werden.