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30. Mai 2026 · Samstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jud 17.20b-25Evangelium · Mt 11,27-33

Erste Lesung – Jud 17.20b-25

Der Brief des Judas, verfasst um die Wende vom ersten zum zweiten Jahrhundert nach Christus, wahrscheinlich von Judas, dem Bruder des Jakobus, ist gerichtet an alle Berufenen, also an alle von Gott geliebten. Es scheint dabei der Eifer der angesprochenen Juden- oder Heidenchristen schon etwas erlahmt gewesen zu sein, da der Autor vor Irrlehrern warnt, deren Auftreten von den Aposteln für die Endzeit angekündigt wurde. Sie schätzen die kirchliche Lehre gering und behaupten dabei, den wahren „Geist“ zu besitzen. Wie kann man sich vor solchen Irrlehrern schützen? Am besten mit den von den Aposteln überlieferten Glaubenssätzen. Dazu gehört, jeden Kontakt mit jenen zu vermeiden, die rettungslos den Irrlehren verfallen sind. Die Zweifelnden gilt es dagegen zurückzugewinnen, selbst dann, wenn sie bereits scheinbar dem Gericht Gottes verfallen sind. LSUB, es lohnt sich, im Glauben an Jesus Christus auszuharren, selbst dann, wenn scheinbar vieles oder viele dagegensprechen, denn es gibt nur eine Wahrheit und die ist Gott. Alle anderen schmackhaft gemachten „Wahrheiten“ sind Unwahrheiten und zielen letztendlich nur darauf ab, menschliche Seelen von Gott wegzuführen, hinein ins Unheil. Der Drache aus der Offenbarung des Johannes kämpft noch immer gegen Gott und möchte selbst, ohne Gott anzubeten, von uns Menschen angebetet werden. Er möchte ein Gott sein, wird dabei aber zum Antichristen, dessen Nachfolge wir Menschen unbedingt vermeiden müssen, denn sie führt nicht zur Seligkeit, sondern zur ewigen Verdammnis.

Evangelium – Mt 11,27-33

Im dritten Teil des Lobpreises Jesu im Matthäusevangelium, lädt Jesus uns ein, zu ihm zu kommen und ihm zu folgen, um Ruhe und Erquickung zu finden. „Kommt alle zu mir …“, sagt er, denn er möchte uns geben, was er vom Vater bekommen hat. Er will uns die Wahrheit schenken, und die Wahrheit Jesu ist immer unentgeltlich: Sie ist ein Geschenk, sie ist der Heilige Geist. So wie der Vater eine Vorliebe für die Unmündigen hat, so wendet sich auch Jesus denen zu, die mühselig und beladen sind. Er reiht sich auch selbst unter sie ein, denn er ist gütig und von Herzen demütig. Zuletzt sagt Jesus noch, dass wir Ruhe und Erquickung finden werden, wenn wir zu ihm gehen, denn nur er schenkt uns die wahre Ruhe und Freude. Niemand sonst kann uns eine solche Ruhe und Freude schenken, denn sie trägt göttlichen Maßstab in sich, weit hinausreichend über alle Ruhe und Freuden der Welt. Darum müssen wir uns im Leben entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen: Den Weg der Welt oder den Weg der Wahrheit, des Heiligen Geistes und Jesu Weg. Der Weg der Welt bietet dir lediglich kurzfristige Freuden, der Weg der Wahrheit hingegen ewige Freude und Ruhe.