undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 11,1-18Evangelium · Joh 10,1-10

Erste Lesung — Apg 11,1-18

Nach längerem Wirken in Judäa kehrte Petrus nach Jerusalem zurück und berichtete der Jerusalemer Gemeinde, was er erlebt hatte. Ausschlaggebender Grund für diese Berichterstattung war der Vorwurf, er habe mit Heiden eine (Mahl-) Gemeinschaft gehalten, was einem Juden jedoch nicht gestattet war. Petrus erzählte nun von seiner Vision (Apg 10): Er sah, wie ein großes Gefäß, in Form eines Leinentuches, gefüllt mit Vierfüßlern, Kriechtieren und Vögeln aus dem Himmel heruntergelassen wurde und eine Stimme ihm dreimal befahl, davon zu essen. Petrus weigerte sich, denn viele der Tiere waren nach dem jüdischen Speisegebot unrein. Doch die Stimme aus dem Himmel entgegnete: „Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein!“ (Apg 10,15). Es war dies der Beginn der Heidenmission, denn nach dieser Vision taufte Petrus den heidnischen Hauptmann Kornelius, auf den sich, so wie auf alle anderen Anwesenden, nach der vorangehenden Verkündigung, der Heilige Geist herabließ. So wie nach Pfingsten in Jerusalem die Judenmission begonnen hat, war dieses Ereignis der Startschuss zur Missionierung unter den Heiden. Für Gott ist jeder willkommen, der ihn fürchtet und tut was recht ist (Apg 10,35), unabhängig von welcher Hautfarbe ein Mensch oder welchem Land er zugehörig ist. Wir alle sind seine Kinder und bewohnen alle ein- und dasselbe Haus in diesem unendlich großen Universum. Es ist daher unverständlich, dass der Mensch nicht zum Frieden fähig ist und sich immer wieder dem Bösen zuwendet. Wird sich da jemals etwas ändern?

Evangelium — Joh 10,1-10

Jesus erzählt ein Gleichnis von einem Hirten und einem Dieb. Er sagt, der Räuber kommt nicht zur Tür herein und er ist ein Fremder, vor dem die Schafe flüchten, weil sie seine Stimme nicht kennen. Der Hirte ist das Gegenstück zum Räuber. Er kommt zur Tür herein, die Schafe kennen ihn und folgen ihm. Jesus ist dieser Hirte für uns, Gott, der Vater, hat ihn gesendet, weil er die Welt so sehr liebt. Jesus hat sich für uns am Kreuz hingegeben, damit wir ihm in die Ewigkeit folgen können. Den Hass der Welt hat er hängend am Kreuz in Liebe umgewandelt. Diese Liebe ist die Stimme des Vaters im Sohn, sie ruft uns täglich, sie ist das Licht der Welt. Jedoch spricht der Antichrist ebenfalls täglich zu uns und er kommt, um unsere Liebe zu stehlen, unsere Zeit zu rauben und unsere Seelen zu vernichten. Er kommt mit vielen weltlichen Versuchungen, aber nicht, um Gutes zu tun, sondern Seelen zu verdunkeln und zu verhärten. Steinerne Seelen sind seine Siegestrophäen über Gott, über das ewige Leben im Licht und über das Wort Gottes auf dieser Welt. Jesus hingegen schenkt uns Wärme, Licht, Barmherzigkeit, Liebe und das ewige Leben. Viele Beispiele in der Heiligen Schrift stehen als Zeugen dafür. Wir Menschen stehen täglich zwischen dem herausfordernden Kampf zwischen Gut und Böse, wobei es bis jetzt niemand geschafft hat, sich mit seiner ganzen Persönlichkeit ausschließlich dem Guten hinzugeben. Viele sind zwar diesem Ziel sehr nahegekommen, doch erreicht hat es bisher noch kein Mensch, weil wir alle Sünder sind und der Erlösung durch Jesus bedürfen.