undefined. undefined NaN · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 2,14a.36-41Evangelium · Joh 10,1-10

Erste Lesung — Apg 2,14a.36-41

Der letzte Satz der Pfingstpredigt des Petrus fasst diese noch einmal zusammen: Das Volk Israel hat den göttlichen Gesandten zu seinen Lebzeiten verkannt und ihn sogar getötet, Gott aber hat ihn durch die Auferweckung rehabilitiert und gibt Israel eine zweite Chance, Jesus als Herrn und Retter anzuerkennen. Die Zuhörer des Petrus sind ergriffen und fragen ihn: „Was sollen wir tun, Bruder?“ (V.37). Sie erkennen ihre Schuld und wollen wieder aus dieser heraus. Petrus gibt ihnen die Antwort und zeigt den einzigen Ausweg zur Rettung: „Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden“ (V.38). Mit dieser Umkehr und Taufe auf den Herrn, so sagt Petrus, wird in Folge auch das Geschenk des Heiligen Geistes verbunden sein. Der Geist Gottes ist es, der rein macht. Mit dem Geist Gottes in dir entlarvst du den Widersacher, seine einflüsternden Worte werden dir keinen Schaden mehr zufügen und du wirst den rechten Weg im Leben gehen. Natürlich kann es geschehen, dass du selbst am rechten Weg strauchelst, niederfällst, d.h. ins Unrecht stürzt und Unrecht verursachst. Doch dann besinne dich rasch, versuche wieder die Stimme des Geistes in dir wahrzunehmen, aufzustehen und den einmal eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Ohne den Geist Gottes in dir wird dir das aber wahrscheinlich schwerfallen.

Evangelium — Joh 10,1-10

Im Gleichnis vom guten Hirten werden die beiden Möglichkeiten der Stellung zum Leben gezeigt: Das Leben nehmen oder das Leben geben. Wer viel vom Leben haben will, der nimmt Leben für sich, lebt in der Haltung des Nehmenden, braucht, verbraucht und vernichtet es. Das Leben geben ist hingegen Notwendigkeit für alle jene, die sich Nachfolger Christi nennen. Wer Leben gibt, empfängt Leben. Wenn wir Leben geben, wächst es, wird reicher und strahlender. Die Quelle des Lebens befindet sich bei dem, der sein Leben ganz gibt, ganz gegeben hat, Jesus Christus, der gute Hirt. Er ist der Hirt, dem die Schafe aus dem Gleichnis folgen, weil sie die Stimme der fremden Hirten nicht kennen und ihnen nicht folgen wollen. Wir sollten uns fragen: Wem folge ich im Leben? Was hat für mich höchste Priorität im Leben? Wonach strebe ich? Wir alle sollten uns mit diesen Fragestellungen auseinandersetzen. Jesus mahnt uns, nicht auf falsche Stimmen, falsche Rufer zu hören. Wie viele falsche Rufer drängen sich doch täglich in unser Leben. Sie wollen uns vom rechten Weg abbringen. Ihnen geht es nur um die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen. Unser Wohl ist ihnen meist kein Anliegen. Man erkennt sie sehr gut daran, dass ihre Stimmen meist sehr laut sind und ihre Rede sehr emotional. Darum: Eignen wir uns das besinnliche, fleischgewordene Wort Gottes an. Folgen wir seinem Ruf, einem Ruf, dem es wirklich um unser Wohl geht. Er schenkt uns Kraft in Bedrängnis, Friede, Freude und Zuversicht, dass dieses Leben nicht alles ist.