undefined. undefined NaN · Heiliger Markus, Evangelist

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 1 Petr 5, 5b-14Evangelium · Mk 16,15-20

Erste Lesung — 1 Petr 5, 5b-14

Der erste Petrusbrief, verfasst vermutlich in der Regierungszeit von Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.), ist ein Brief der Hoffnung. Die Gemeinde der Christusgläubigen war bereits merklich angewachsen und in zunehmender Weise verschiedenen Anfeindungen und Schmähungen ihrer heidnischen Umgebung ausgesetzt. Der Autor des Briefes, von dem man heute annimmt, dass es nicht der Apostel Petrus war, will den bedrängten Gläubigen helfen, ihre schwierige Lebenssituation zu meistern und ihrem Bekenntnis durch Zusammenhalt auf der Ebene der christlichen Gemeinden und wiederholten Mahnungen zur geschwisterlichen Liebe treu zu bleiben. Im gegenständlichen Abschnitt des Briefes mahnt „Petrus“ die Jüngeren, sich den Ältesten unterzuordnen, d.h. unterschiedliche Kompetenzen anzuerkennen und Leitungsfunktionen zu akzeptieren. Er fordert zur Demut auf, gegenüber dem Nächsten und gegenüber Gott, aber auch im Hinblick auf Verfolgung und Leiden, in denen sich die Macht des Widersachers noch austobt. Doch während Gott die Bewährung des Christen im Leiden sucht, zielt Satan auf den Abfall vom Glauben. Der Hinweis, dass alle Christusgläubigen von den gleichen Leiden betroffen sind soll dazu beitragen, das eigene Leid gelassener anzunehmen. Unter diesem Aspekt kann uns der Glaube Hoffnung schenken, denn wir wissen: Christus ist für uns gestorben und für uns auferstanden; so werden auch wir auferstehen zur Herrlichkeit.

Evangelium — Mk 16,15-20

Der Auferstandene fordert seine Jünger auf, das Evangelium zu verkünden und zu taufen, denn nur die Taufe im Glauben führt zur Rettung. Dieser Glaube bezeugt: Jesus ist der Herr! Erkennen wir in Jesus den Sohn Gottes, steht unserer Rettung nicht mehr viel im Weg. Glaube ist jedoch nicht etwas, was uns von selbst, in perfekter Ausführung, in den Schoß fällt. Glaube muss erarbeitet, täglich verfeinert, gelebt und gelitten werden. Nur so öffnet sich für uns die ewige Gemeinschaft mit dem Herrn. Seit der Einführung der Kindertaufe sind wir schon, bevor wir noch wissen, was Glaube bedeutet, aufgenommen in die Gemeinschaft mit Jesus. Unserer Rettung scheint damit nichts mehr im Wege zu stehen. Wir müssen jedoch bedenken, dass Taufe ohne Glauben nicht automatisch und in jedem Fall zum Heil führt. Deshalb ist es notwendig, unseren Kindern bereits so früh wie möglich, den Glauben zu vermitteln, damit sie ihn auch leben können, als Grundlage für ihr Heil. Dazu müssen wir den Kindern den Glauben vorleben, wir müssen ihnen von Jesus erzählen und vom Vater, der uns alle liebt und uns dieses irdische Leben geschenkt und das ewige Leben bereits in die Wiege gelegt hat. Wenn wir unseren Kindern nicht den Glauben vermitteln, wer soll es sonst tun? Ohne Glaube werden sie rasch zu einem Spielball von dunklen Mächten, ohne Rettungsanker, ohne Hoffnung und Zuversicht. Lassen wir unsere Kinder am Licht teilhaben, sodass sie selbst einmal dieses Licht verbreiten können und gerettet werden.