undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 9,1-20
Nach der Mission des Philippus berichtet die Apostelgeschichte von der „Belehrung“ des Saulus. Dieser hatte als Christenverfolger viele Christen in Jerusalem ins Gefängnis gebracht. Nun möchte er die Jünger Jesu auch noch in Damaskus verfolgen. Auf der Reise erscheint dem Saulus Jesus in einem blendenden Licht. Jesus ruft ihn beim Namen und gibt ihm Anweisungen. Dieses Erlebnis war so stark, dass Saulus zu Boden stürzte und drei Tage lang blind war. Aber dennoch ist er mit Unterstützung in Damaskus angekommen. Dort befielt Gott einem dort ansässigen gläubigen Mann namens Hananias, zu Saulus zu gehen, ihm die Hände aufzulegen und zu heilen, weil er gerade für diesen eine große Aufgabe hätte, nämlich seinen Namen vor „Völker und Könige und die Söhne Israels“ (V.15) zu tragen. Hananias befolgt Gottes Anweisung und Saulus fällt es sprichwörtlich „wie Schuppen von den Augen“ (V.18). Kurz darauf fängt er an, Jesus in Damaskus als Christus und Sohn Gottes zu verkündigen. Die Bekehrung des Saulus beinhaltet weder, dass er von einem Pferd stürzt, noch dass er einen neuen Namen – Paulus – bekommt. Der Akzent der Erzählung liegt darin, dass Paulus Offenheit für Gott und seine Stimme erlangt, um am falschen Weg, den er eingeschlagen hatte, Gott zu fragen: „Was muss ich tun, Herr?“ Mit Gottes Hilfe wurde er auf den rechten Weg zurückgeführt und sogar noch weit darüber hinaus. Dass die Kirche zur Völkerkirche wurde, verdankt sie der Berufung des Saulus zum Apostolat. Dass ausgerechnet der fanatische Verfolger der christlichen Gemeinde zum größten Missionar wurde, bleibt ein kaum erklärbares Wunder. Doch immer, wenn man sich für Gott öffnet, können Wunder geschehen.
Evangelium — Joh 6,52-59
Jesu Predigt in der Synagoge von Kafarnaum war für viele Menschen unerträglich. Sie kannten das Alte Testament und glaubten, dass Gott eines Tages Israel wieder aufrichten werde; dass er selbst ihr König sein und dass er mit ihnen wohnen werde. Aber nun kam Jesus, den sie kannten, dessen Familie und dessen Beruf sie kannten – einer aus ihren Reihen, einer wie sie, der plötzlich sagte: „Ich bin das vom Himmel herabgekommene Brot und wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt wird ewig leben“. Diese Aussage war in den Ohren der Menschen unerträglich und skandalös. Protestierend verließen sie die Synagoge, wahrscheinlich höchst aufgeregt und in ablehnender Haltung gegenüber Jesus. Diese Worte Jesu können aber tatsächlich leicht zu Missverständnissen führen. Was meint Jesus mit Fleisch und Blut? Der Prolog des Johannesevangeliums gibt uns Auskunft über das Fleisch: „Das Wort (Gottes) ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Jesu Fleisch ist demnach das lebendige Wort Gottes, welches du in dich aufnehmen sollst. Jesu Blut ist hingegen jene Kraft, welche deine Seele von Schuld reinwäscht und sie von allen dunklen Flecken befreit. Anerkennst du Jesu blutigen Opfertod für dich und nimmst du dieses Opfer zutiefst in dir an, dann wirst du den Fängen der dunklen Macht entrissen. Nimm daher das Wort Gottes in dich auf, handle danach und danke Jesus für seinen Opfertod, dann wird für dich der Jüngste Tag dein erster Tag im jenseitigen Leben sein.