undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 6,8-15
Zwei der von den Sieben für den Tischdienst gewählten Diakone, Stephanus und Philippus, traten neben ihren zugedachten Aufgaben auch als überragende Verkünder des Wortes hervor. Stephanus war für die griechisch sprechenden Diasporajuden der gegebene Ansprechpartner aus dem Kreis der Urgemeinde. Doch was er ihnen verkündete, die neue Lehre, wollten sie nicht hören. Ihre nationalen und religiösen Gefühle wurden verletzt, sie bildeten Widerstand. Sie hielten weiter fest an den Gesetzen des Mose und fragten sich, was denn aus dem Tempel und dem Judentum werden sollte, wenn sich alle diesem Jesusglauben zuwenden würden. Sie versuchten, mit Stephanus Streitgespräche zu führen, doch der Geist Gottes war mit Stephanus. So stifteten sie nun Falschzeugen an, gegen Stephanus auszusagen, um den Hohen Rat gegen ihn aufzuhetzen. Die Erzählung von Stephanus Verhaftung möchte uns mitteilen, dass der Einsatz für den Glauben an Jesus Konsequenzen hat. Diese können mannigfaltig sein: Umkehr, aktive Nachfolge, Dienst am Nächsten anstelle von Dienst an sich selbst, und u. U. auch Anfeindung, Verhöhnung und Feindschaft. Zum Glauben zu stehen – in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie – erfordert nicht selten ein starkes Rückgrat, das Ausdruck der inneren Überzeugung ist. Aber viele sind in unserer Zeit nicht mehr überzeugt und öffnen daher Tür und Tor für Ersatzreligionen oder andere Glaubensrichtungen anstelle unseren Glauben zu fördern und zu leben. Kehren wir wieder zurück zu unseren Wurzeln, sonst wird bald fremde Vegetation unsere Traditionen überwuchern.
Evangelium — Joh 6,22-29
Jesus spricht in der Synagoge von Kafarnaum über irdisches Brot und dessen Zweck, um danach über den Zweck des himmlischen Brotes zu lehren, welches er, der Menschensohn, uns geben wird. Dieses Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und schenkt der Welt das Leben. Und alle, die dieses Brot – Jesus – suchen, finden und daran glauben, werden das ewige Leben in der Auferweckung am Jüngsten Tag erhalten. Hast du dieses Brot bereits gefunden? Ist es stets mit dir? Leider ist bei vielen Menschen die Nähe zum Herrn bereits zu einer zu großen Distanz geworden oder sogar zur Gänze abhandengekommen. Solche Situationen sind in der Regel selbst verschuldet. Ihre Ursache liegt in der Abkehr vom Herrn oder in einer Beendigung der Nachfolge. Den Herrn kannst du aber erst dann wieder sehen, wenn du auf deinem Weg umkehrst und dich neu an ihm orientierst. Andere sehen hingegen den Herrn nicht, weil sie gegenüber seiner Nähe blind geworden sind. Sie fragen: „Herr, wo bist du?“ Ihre Not schlägt ihre Augen mit Blindheit und ihre Ohren mit Taubheit, sodass sie die Stimme des Herrn nicht mehr hören können. Oft sind es auch der schillernde Glanz und die lautstarken Stimmen der Weltlichkeit, welche den Herrn aus unseren Sinnen schwinden lassen. Viele Versuchungen führen zur Loslösung vom Herrn. Darum sei stets wachsam, um den rechten Weg nicht zu verlassen, denn dann brauchst du den Herrn nicht zu suchen, weil du in seiner Nähe bleibst.