undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 5,34-42Evangelium · Joh 6,1-15

Erste Lesung — Apg 5,34-42

Der Hohe Rat beschloss, die Apostel wegen ihrer Verkündigung zu töten. Da greift der Rabbi Gamaliel ein, ein gelehrter Pharisäer und Lehrer von Paulus, ein und mahnt zur Vorsicht sowie zur Freilassung der Apostel. Seiner Ansicht nach werde Gott selbst über die Apostel urteilen und sie wie frühere falsche Anführer zu Fall bringen. Als Beispiele nennt er Theudas, der eine große Volksmenge täuschte, aber dann von den Römern hingerichtet wurde und Judas, den Galiläer, der erfolglos Widerstand gegen die Volkszählung unter Quirinius leistete. Ähnlich würde es den Aposteln ergehen, wenn ihr Vorhaben nicht von Gott stammte; stamme es aber von Gott, so wäre Widerstand dagegen nicht nur zwecklos, sondern ein Angriff auf Gott. Der Hohe Rat ließ sich von Gamaliels Einwand überzeugen und ließ die Apostel nach einer Auspeitschung wieder frei. Mit auf ihren Weg wurde noch das Verbot gegeben, niemals mehr im Namen Jesu zu predigen. Doch die Apostel verkündeten unbeirrt weiter. Die Apostel konnten dies tun, weil sie sich sicher ihres Glaubens waren und großes Vertrauen in Gott setzten. Wer Gott vertraut, wird von ihm gestützt. Das Vertrauen auf Gott hilft uns, auch die mühseligsten Momente im Leben anzunehmen und sie als Gelegenheit zu nutzen, im Glauben zu wachsen und neue Beziehungen zu unseren Brüdern und Schwestern aufzubauen. Auf Gott zu vertrauen hilft auch, andere von ihrem falschen Weg abzubringen, für Recht zu sorgen und Leid abzuwenden. Wie sehr vertraust du dem Herrn? Wäre diesbezüglich noch Spielraum für ein Wachstum?

Evangelium — Joh 6,1-15

Jesus feiert das Paschafest in Galiläa. Er begibt sich an das andere Ufer des Sees von Galiläa, besteigt einen Berg und die Massen folgen ihm. Es wird gelagert, doch scheint sich niemand aus dem Volk um Proviant gekümmert zu haben. Was tun? Jesus lässt ein Wunder geschehen. Dieses Wunder ist eines der großen Zeichen, die auf Jesus als den Heilbringer hinweisen. Fünftausend Männer, dazu noch Frauen und Kinder, werden satt werden und nach dem Mahl werden noch zwölf Körbe voll übrigbleiben. Dieses Wunder beginnt mit armseligen fünf Gerstenbroten und zwei Fischen eines kleinen Jungen. Dieser Junge gab her, was er hatte. Dabei bin ich mir sicher, dass in der großen Menschenmenge, die damals um Jesus versammelt war, mehrere etwas zum Essen mithatten. Doch die wahre Größe liegt im Kleinen. Am Teilen, selbst wenn die teilbare Menge gering ist, erkennt man die wahre Liebe zum Nächsten, den Weg der Nachfolge und die Seelengröße eines Menschen. Darum möchte Jesus von uns, dass wir uns stets so verhalten wie dieser kleine Junge. Eigenliebe, Egoismus und Selbstsucht mögen einem Menschen in dieser Welt zum Aufstieg verhelfen, doch der Aufstieg in die Ewigkeit wird damit verwehrt bleiben. Darum kämpfe gegen die giftigen Reptilien in dir an, welche deine Seele erobern wollen. Lass nicht zu, dass sie von dir Besitz ergreifen. Teile dein Leben mit denjenigen, die nichts zum Teilen haben, dann wird der Herr das ewige Leben mit dir teilen.