undefined. undefined NaN · Mittwoch

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 5,17-26Evangelium · Joh 3,16-21

Erste Lesung — Apg 5,17-26

Mit ihrem Wirken erreichten die Apostel immer mehr Menschen sowie hohes Ansehen durch verschiedene Wunder und Zeichen. Bei den führenden Schichten des Volkes, den Hohepriestern und den Sadduzäern bewirkte dies Eifersucht, sodass die Apostel, diesmal wahrscheinlich alle zwölf, festgenommen und über Nacht ins Gefängnis geworfen wurden. Doch ein Engel des Herrn befreite sie unbemerkt, trotz verschlossen gebliebenen Türen, mit Wachen davor. Am nächsten Tag sollten die Apostel ihr Urteil empfangen, der ganze Hohe Rat war dafür zusammengekommen, aber die Apostel waren nicht mehr da, sie lehrten bereits wieder im Tempel. Man verhaftete sie wieder und führte sie ohne Gewalt, abermals zum Hohen Rat. Vorausgegangen war dieser Episode ein vom Hohen Rat ausgesprochenes Lehrverbot für die Apostel, doch diese hielten sich nicht daran, weil ihnen Gottes Auftrag wichtiger war als die Einhaltung des Verkündigungsverbotes, ausgesprochen von Menschen. Dies zeigt: halten sich Menschen an Gottes Wort, richten sie sich nach seinen Worten und verkünden mit und in ihrem Leben das Evangelium, dann ist es nutzlos, dagegen anzukämpfen. Gott erweist sich stets als der Stärkere, auch wenn kurzfristig vielleicht das Böse Oberhand gewinnt. Gewonnen hat bisher immer noch das Gute, sonst wäre die Menschheit schon längst ausgelöscht, insbesondere unter den Drohungen und Möglichkeiten atomarer Art. Gott hat seinen Plan für die Menschheit und kein Mensch kann ihn davon abbringen, auch wenn wir Gottes Plan für uns oft nicht verstehen können.

Evangelium — Joh 3,16-21

Was bewegt den Menschen zum Glauben? Bonaventura, genannt Lehrer der Weisheit sagt dazu: „Was in erster Linie zum Glauben bewegt, ist die Erleuchtung, die ihren Anfang hat in dem Licht, das dem Menschen von seiner Natur her mitgegeben ist, und die vollendet wird in dem durch die Gnade eingegossenen Licht“. Darüber hinaus gibt es noch andere Quellen, die unterstützend oder hinführend zum Glauben wirken: Die Heilige Schrift; die vielen Beispiele der Heiligen und Märtyrer; die vielen Argumente der theologischen Lehrer sowie so manche unwiderlegbaren Wunder. Auch selbst erlebte Erfahrungen können den Menschen zu Gott führen. Es gibt demnach viele Wege zum Glauben, für jeden Menschen einen anderen. Hast du schon zum Glauben gefunden? Über den Glauben wird in der Heiligen Schrift Erstaunliches festgehalten: „Wer an ihn (Jesus Christus) glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet …“ (Joh 3,18). Glaubst du an Jesus als den Herrn, den Retter, den Erlöser, so ersparst du dir das letzte Gericht. Über dich wird dann nicht gerichtet werden, denn Jesus hat dich bereits von deiner Schuld losgekauft. Er hat für dich am Kreuz mit seinem Blut bezahlt. Nur dann bist du erlöst, wenn du wahrhaft an ihn glaubst. Was hindert dich daran, aus tiefstem Herzen und mit deiner gesamten Einstellung zum Leben, an den Herrn zu glauben? Glaube an ihn durch den Weg der Nachfolge, vermeide ein bloßes Lippenbekenntnis, denn mit einem solchen lässt sich die Pforte zum ewigen Leben kaum öffnen.