undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 4,23-31Evangelium · Joh 3,1-8

Erste Lesung — Apg 4,23-31

Nachdem Petrus und Johannes vom Hohen Rat freigelassen wurden – sie standen unter Befragung mit welchen Kräften und in wessen Namen sie den Gelähmten am Stadttor geheilt hatten, kehrten sie zu ihrer Gemeinde zurück und informierten über das Geschehene. Doch anstelle sich zu besprechen, wie nun weiter zu verfahren sei, richteten sie sich in einem Lobpreis und Bittgebet an Gott, denn sie erkannten in der Begebenheit, die zum Verhör im Hohen Rat geführt hatte, Gottes Plan. Angesichts der Bedrohung ihres Glaubens und ihrer Gemeinde bitten sie Gott um Kraft, um weiterhin in Freimut zu verkünden, sowie darum, weitere Zeichen und Wunder tun zu können als Hinweis dafür, dass Jesus lebt und Leben schenkt. Ihr Gebet hat die übliche Form jüdischer und altchristlicher Gebete: Anrufung Gottes, Erinnerung an die Macht des Schöpfers, Schilderung der gefährlichen Lage und Bitte um die Kraft des Geistes. Ihrer Bitte wird entsprochen, was sich in einem lokalen Erdbeben und der gleichzeitigen Erfüllung mit Heiligem Geist äußert. Bist auch du in Gefahr oder einer Bedrohung ausgesetzt, verzage nicht. Wende dich in einem vertrauensvollen Gebet an den Herrn, bitte ihn um Glaubenskraft und Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Der Herr wird dich nicht im Stich lassen, er wird dich beschützen, begleiten und dein Schild sein. Das Gute hat zuletzt noch immer gesiegt, auch wenn es vielleicht kurzfristig gesehen nicht danach aussieht und Leid über einen hereinbricht. So gesehen ist selbst der Tod eine Geburt, hinein in ein neues Leben in Ewigkeit.

Evangelium — Joh 3,1-8

Beim nächtlichen Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus, einem leitenden Pharisäer, erklärt Jesus, dass wir Menschen aus unserer sündigen Existenz heraus nur mit Hilfe jener Kraft die Wiedergeburt erlangen, die den Menschensohn zu unserer Rettung in die Welt gesandt hat. Diese Kraft strömt aus dem Geist Gottes, dem Heiligen Geist, auf jeden Gläubigen über. Er ist der Geist, der uns hilft, unsere Grenze zu überwinden – die Grenze unseres Todes. Ohne seine Hilfe wäre uns das nicht möglich, weil wir in unserem Leben, in unserer Seele, so viel an Todbringendem angesammelt haben. Die Botschaft Jesu lautet daher: Wir müssen von oben, vom Schöpfer, wiedergeboren werden, durch denjenigen, den Gott dazu bestimmt hat: seinen Sohn. Von oben geboren zu werden bedeutet aber auch den Willen in sich zu tragen, diesem „oben“ anzugehören, denn wir alle stammen aus ihm und dürfen eines Tages, unter bestimmten Voraussetzungen, wieder dorthin zurückkehren. Darum sind wir verpflichtet, unser Leben, unseren Geist, nach diesem Höchsten auszurichten, sich erhebend über alle irdisch-weltlichen Begehren, im Kampf gegen die täglichen Verführungen. Zeigen wir im Leben, dass wir unserer Wiedergeburt von oben gerecht werden. Bleiben wir nicht unten, denn dort lauern nur viele Gefahren für die Seele. Erheben wir uns über die Niedrigkeiten des Lebens und streben wir nach dem höchsten Gut: die Liebe. Die übernatürliche Liebe haben wir bereits in uns. Werden wir ihrer bewusst, dann können wir sie auch bei all unserem Tun auf dieser Welt einsetzen.