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Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 4,13-21
Nach der Heilung des Gelähmten durch Petrus versuchen die Führer des Volkes, die Apostel einzuschüchtern, ihnen noch härtere Maßnahmen anzudrohen, falls diese weiter im Namen Jesu verkünden und heilen sollten. Doch die Apostel ließen sich nicht einschüchtern: „Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“ (V.20). Diese Antwort stellt die Autorität des Hohen Rates in Frage: Er wird nicht mehr als beglaubigter Vermittler und Garant des Willen Gottes anerkannt. Dazu lässt sich auch die geschehene Heilung nicht leugnen oder vertuschen, die Anwesenheit des ursprünglich Gelähmten und jetzt Genesenen macht dies unmöglich. Die Apostel sprachen und sprechen weiter in „Freimut“ gegenüber der Obrigkeit und dem Volk über Jesus Christus, ihre Erlebnisse mit ihm, seine Worte und Taten, seine Auferstehung, ihre Mission und dem einzigen Weg zum Heil. In Freimut über den Glauben zu sprechen, andere dazu zu motivieren, fällt oft nicht leicht. Da hat sich seit Jesu Zeit nicht viel geändert. „Mission“ ist kein leichter Weg, doch gehört diese zur Aufgabe der Nachfolge. Damit wir diese bewältigen können, hat uns der Herr den Heiligen Geist gesandt. Mit dessen Hilfe können auch wir freimütig handeln und sprechen über das, was wir in unserer Bekehrung selbst erlebt und erfahren haben. Mission wird damit nicht zu einem Monolog, sondern zu einem Dialog mit unseren Nächsten. Das bleibt auch heute noch eine große Herausforderung.
Evangelium — Mk 16,9-15
Die heutige Perikope des Markusevangeliums fasst die Erscheinungen des Auferstandenen vor seinen Jüngern und Jüngerinnen knapp zusammen und endet mit dem Auftrag, die frohe Botschaft allen Geschöpfen zu verkünden. Auffallend dabei sind die Erwähnungen des hartnäckigen Unglaubens der Jünger. Diesen können sie aber nur überwinden, wenn sie dem Herrn und seinem Wort ihr ganzes Vertrauen schenken und sich bereitwillig in den Dienst Jesu stellen. Dieser beinhaltet, dass Evangelium zu verkünden und zu taufen, denn nur der im Glauben Getaufte erlangt das Heil. Wer hingegen den Glauben verweigert, geht des Heils verlustig. Es ist unglaublich, wieviel Unglauben und Verstocktheit es auf dieser Welt noch immer gibt. Jesus wird von vielen infrage gestellt, trotz der vielen Hinweise auf ihn, beginnend bei den alten Propheten. Diese verkündeten bereits das Kommen des Herrn, seinen Leidensweg und den Zweck seiner Fleischwerdung, und dies zum Teil Jahrhunderte vor der Zeitenwende. Was dann passiert ist, dokumentieren bis heute die Evangelien. Jeder kann sich in der Heiligen Schrift darüber informieren und so Gottes Wirken auf dieser Welt erkennen. Doch trotzdem verschließen noch immer viele ihre Augen und Ohren vor der Wahrheit. Was kann man dagegen tun? Als aktiv tätiger Christ geht es nicht darum, theologische Spitzfindigkeiten unter die Menschen zu bringen, sondern darum, den Glauben am Nächsten zu leben. Nur so werden Gottes Liebe und sein Wirken auf dieser Welt sichtbar.