undefined. undefined NaN · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 3,11-26Evangelium · Lk 24,35-48

Erste Lesung — Apg 3,11-26

Im Namen Jesu vollbrachte Petrus das Wunder am Gelähmten im Eingang zum Tempel. Die Reaktion der Menge war „Staunen und Verwunderung“ (Apg 3,10). Petrus nimmt diese Reaktion als Anlass für eine Klarstellungs- und Verkündigungsrede: Es sind weder die Jünger noch ihre persönliche Kraft oder Frömmigkeit, die die Heilung bewirken. Alle Wunder haben ihren Ursprung in Gott, der ihnen die Macht dazu verliehen hat. In ihnen zeigt sich auch der Hinweis, dass Jesus auferweckt wurde und jedem das Leben schenken kann und will, der sich ihm als den Herrn zuwendet. Heilung in diesem Sinn ist Zeichen für das endgültige Leben, das allein durch den Glauben erschlossen wird, den Glauben an den Namen des Herrn, den Glauben an Jesus den Christus, den Messias. Und wer nicht glaubt, so sagt Petrus, werde „ausgemerzt“ (V.23), wobei diese „Ausmerzung“ im Buch Levitikus mit der „Reinhaltung bzw. Kultfähigkeit“ des Gottesvolkes in Zusammenhang steht. Aber noch ist Zeit zur Umkehr, bis Jesus in Herrlichkeit wiederkommen wird als der von Gott bestätigte Heilsbringer. Es ist nie zu spät, sich wieder dem Reich Gottes zuzuwenden. Bis hin zu deinem letzten Tag kannst du umkehren, Reue zeigen und dein Herz für den Herrn öffnen. Wahre Umkehr wird vom Herrn mit gerechtem Lohn ausgezeichnet. Jeder kann das ewige Leben erwerben, unabhängig davon, auf welchen Spuren er sein Leben lang gewandelt ist. Kehr um, noch ist es nicht zu spät. Wähle den Weg des Herrn und hilf jenen aus der Dunkelheit, die von ihr gefangen sind.

Evangelium — Lk 24,35-48

Im Abendmahlssaal in Jerusalem erscheint der Auferstandene Christus inmitten der Gruppe seiner Jünger und begrüßt sie: „Friede sei mit euch!“ Aber die Jünger erschrecken und meinen, einen Geist zu sehen. Daraufhin zeigt ihnen Jesus seine Wundmale und fordert sie auf: „Seht meine Hände und meine Füße an: ich bin es selbst. Fasst mich doch an …“ (Lk 6,39). Zur Begrüßung wünscht Jesus den Jüngern Frieden, denn er weiß, dass sie durch das Geschehen der letzten Tage in Unfrieden geraten sind. Und so wie er damals die Jünger an den Frieden erinnerte, fordert er auch uns täglich auf, unsere Seelen in den Frieden zurückzuführen, denn oft sind wir von diesem weit entfernt, sind besorgt, ohne Hoffnung und haben Angst. Deshalb fragt uns Jesus täglich: „Wie geht es deiner Seele heute, ist sie in Frieden?“ Jeder erforsche sich selbst! Oft fällt es einem nicht leicht, sich selbst zu erforschen, weil wir es gewohnt sind, auf die Seelen anderer zu schauen und über deren Fehler zu sprechen. Deshalb müssen wir zuerst einmal forschen, wie es in uns aussieht, bevor wir beginnen, andere zu beurteilen. Als nächstes müssen wir schauen, ob auch Friede in unserem Haus, in unseren Familien oder in unserer direkten Umgebung herrscht. Falls nicht, müssen wir beginnen, Brücken zu bauen und vorhandene Mauern einzureißen. Öffnen wir unser Herz für den Frieden und fragen wir uns: Wo herrscht Unfriede in mir. Vertreiben wir den Unfrieden. In Folge wird der Friede, den wir finden, fruchtbar werden auf dem Weg des Friedenstiftens.