undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 2,14a.36-41
Mit dem ersten Vers der heutigen Lesung ist die Pfingstpredigt des Petrus an ihre Pointe gelangt: Israel soll Jesus als seinen Herrn und Gesalbten anerkennen. Das „ganze Haus Israel“ erhält damit eine zweite Chance. Petrus muss sehr mitreißend gesprochen haben, denn seine Rede erzielte Wirkung, seine Zuhörer waren zutiefst betroffen: „…es traf sie mitten ins Herz“ (V.37). Diese Rede erinnert an die Prophezeiung Simeons an Maria: „…deine Seele wird ein Schwert durchdringen“ (Lk 2,35) und markiert den Beginn eines Schuldbewusstseins und der Umkehr. Doch wie sollten die Menschen damals umkehren? Petrus liefert dazu die Antwort: „…jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung eurer Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (V. 38). Wir erkennen daran: Wo die Taufe „im Namen Jesu“ gespendet wird, kommt die Geistgabe hinzu. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur Umkehr. Bekehrung beginnt immer im Herzen. Die Gründe für eine Bekehrung können mannigfaltig sein: Erkennen des falsch gegangenen Weges; ein einschneidendes, tief in die Seele gedrungenes Erlebnis; die Worte Gottes u.v.a.m. Mit der Bekehrung beginnt ein neuer Weg, vielleicht sogar ein neuer Lebensabschnitt. Bekehrung führt uns zum Heil. Deshalb ist Bekehrung, sofern man im Leben die falsche Richtung eingeschlagen hat, lebensnotwendig, vielleicht nicht für das diesseitige Leben, aber für das ewige Leben, denn Bekehrung bedeutet Rettung.
Evangelium — Joh 20,11-18
Maria von Magdala ist die Erste am Grab Jesu und sie ist die Erste, die den Herrn sieht. Sie ist als Erste vom Auferstandenen mit Namen gerufen worden und sie konnte als Erste sagen: „Ich habe den Herrn gesehen“. Ihr wurde allerdings auch als Erste gesagt, dass man den Herrn nicht festhalten, also nicht nur für sich selbst haben kann, denn der Herr lebt nicht in einem unbeweglichen Dasein, sondern möchte zu allen Menschen kommen, durch uns. Wir dürfen ihn daher nicht festhalten, sondern müssen ihn an unsere Brüder und Schwestern weiterreichen. Doch trotzdem, dass Maria von Magdala so viel Ehre zuteilwurde, weint sie am Grab, weil ihr Jesus, der Herr, fehlt. Sie sehnt sich nach seiner Nähe und fühlt sich verloren ohne ihn. Doch heute haben schon viele Menschen Jesus verloren, wobei er ihnen aber nicht weggenommen wurde, sondern sie sich aus freien Stücken von ihm entfernt haben. Sie sind über diesen Zustand auch nicht traurig, denn ohne den Herrn meinen sie, ein Leben in Freiheit führen zu können. Dabei merken sie nicht, dass sie sich mit der Ferne zum Herrn die Nähe zum Antichristen eingehandelt haben. In dessen Fängen haben sie die wahre Freiheit verloren, die Freiheit von der Sünde, und sind dafür in die Fesseln des Unheils geraten. Darüber sollten sie eigentlich weinen. Suche daher täglich die Nähe zum Herrn, denn es gibt fast keinen Tag, an dem du dich nicht von ihm entfernst.