undefined. undefined NaN · Ostermontag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Apg 2,14.22-33Evangelium · Lk 24,13-35

Erste Lesung — Apg 2,14.22-33

Nach dem Pfingstereignis beginnen die Jünger zu verkünden und jeder der Zuhörer hört sie in seiner eigenen Sprache sprechen. Die Reaktion darauf ist gespalten: Einige sind neugierig, andere spotten und halten die Jünger für betrunken. Dieser Vorwurf bildet den Anlass für die Pfingstpredigt des Petrus; es war seine erste öffentliche Rede, in welcher er buchstäblich über sich selbst hinausgewachsen ist. Mit erstaunenswerter Klarheit formuliert er sein christologisches Bekenntnis. Bewirken konnte dies in ihm nur die „Kraft des Höchsten“, der Heilige Geist. In diesem Bekenntnis formuliert Petrus zentrale Kerngedanken: Israel hat Gottes Gesandten verworfen, Gott hat ihn aber auferweckt und erhöht. Dann wird auf die Jünger der Geist Gottes gesandt, damit diese verkünden und Israel das Zeugnis annehmen und Jesus als Herrn und Christus anerkennen kann. Was bedeutet Auferweckung und Erhöhung – also Auferstehung? Sie bedeutet Leben in der Gegenwart Gottes, Schutz und Geborgenheit sowie Lob der großen Taten des Herrn. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch wir auferstehen werden. Auch Jesus hat in seinem Leben Vertrauen in seinen Vater gesetzt. Er hat sich dazu bekannt bis in die Stunde seines Sterbens. So hoffen und vertrauen wir als Christen, dass der hoffnungsvolle Schluss Jesu auch für uns Wirklichkeit wird: Das Leben in Fülle zur Rechten Gottes, denn Gott gibt denjenigen nicht zur Vernichtung preis, der ihm treu ist.

Evangelium — Lk 24,13-35

Zwei der Jünger fliehen weg von Jerusalem. Das Paschafest war für sie zum schmerzlichsten Tag ihres Lebens geworden. Sie wollen nun alles hinter sich lassen, in ein ruhiges Dorf gehen und vielleicht wieder zu ihrem gewohnten Alltag zurückkehren. Auf ihrem Weg, den sie nachdenklich beschreiten, begegnen sie einem „Fremden“, es ist Jesus, der Auferstandene, der sich ihnen anschließt. Ihre Augen sind jedoch nicht in der Lage, den geliebten Herrn zu erkennen, denn: „Sie waren wie mit Blindheit geschlagen“ (Lk 24,16). Ihre Sinne sind wie betäubt, ihnen fehlt der klare Blick und die Hoffnungslosigkeit schränkt sie im Erkennen der Wahrheit ein. Obwohl Jesus stets mit und bei uns ist, erkennen ihn viele nicht und spüren auch nicht seine Anwesenheit. Oft liegt es daran, dass die Probleme und Sorgen des Alltags unsere Augen und Ohren für das Wesentliche verschließen: Die Nähe Jesu zu uns. Dabei geht er täglich deinen Weg mit dir, er verlässt dich nicht und möchte, dass du ihn erkennst, dich an seiner Liebe zu dir erfreust und ihm vertraust. Wende daher, neben der Aufmerksamkeit für die notwendigen Dinge des Alltags, dein Herz auch demjenigen zu, der dir das ewige Heil ermöglicht. Lass nicht nach darin, ihm deine Nähe zu zeigen, im Gespräch mit ihm, aber auch in der Zuwendung zu deinen Nächsten, die so wie du, ein Ebenbild Gottes sind.