undefined. undefined NaN · Ostersonntag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Apg 10,34a.37-43
Die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte bringt uns ein Beispiel frühchristlicher Verkündigung. Aufgrund von zwei Visionen, macht sich Petrus auf den Weg zu Kornelius, um das zu verkünden, wofür er von Jesus beauftragt wurde und wovon er selbst zutiefst überzeugt war. Wir wissen, dass es für Petrus und die anderen Jünger ein weiter Weg bis zu dieser Erkenntnis war. Und es brauchte die Auferstehung, die diesen tiefen Glauben in den Jüngern entfaltete. Die Auferstehung erweist sich damit als der Mittelpunkt des Glaubens und der Verkündigung. Später wird Petrus sogar sein Leben für den Glauben hingeben. Verkündet wurde von Petrus: Jesus war von Gott gesalbt, er hat Gutes getan, er heilte und besiegte den Teufel. Gott war mit ihm und jetzt ist er Richter und jeder kann durch ihn Vergebung erlangen. So wird Petrus, der oft so wankelmütig war, nun zum standhaften Zeugen des Messias. Lassen auch wir uns, so wie Petrus, von diesem Glauben anstecken und mitreißen? Wie dringend braucht dies unsere Zeit. Die Verkündigung muss weitergehen. Ihre Frucht ist der Glaube und durch ihn werden auch uns die Vergebung der Sünden und das neue Leben geschenkt. Wie sonst könnte Gottes Reich auf dieser Welt wachsen, wenn nicht durch unser Wort und unser Tun?
Evangelium — Joh 20,1-9
Johannes berichtet uns von jenem unvorstellbaren Morgen, der die Geschichte der Menschheit für immer verändert hat. Es beginnt beim frühen Morgengrauen: Maria von Magdala kommt als Erste zur Grabstelle Jesu und sieht das Grab offen. Der Stein, der das Grab verschlossen hielt, war weggenommen und das Grab war leer. Der Leichnam Jesu musste gestohlen worden sein. Welch ein Schock für Maria von Magdala. So schnell sie kann, läuft sie in Schrecken und Panik zurück zu den Jüngern, um ihnen das Unfassbare zu berichten. Voll Unglauben laufen nun ihrerseits Petrus und Johannes zum Grab und finden bestätigt, was ihnen berichtet wurde. Alle sind gelaufen, um diese Botschaft weiterzuerzählen. Und diejenigen die vorerst nicht glauben konnten, sind ebenfalls an jenen Ort gelaufen, wo sich das Unfassbare ereignet hat. So dürfen auch wir uns bei der Weitergabe der frohen Botschaft keine Zeit lassen, wir dürfen nicht sagen: „Auch morgen ist noch ein Tag dafür“. Die frohe Botschaft muss sich wie ein Lauffeuer verbreiten, damit auch diejenigen, deren Uhr schon nahezu abgelaufen ist, die Chance erhalten, zum Glauben zu finden. Denn das leere Grab Christi ist das letzte Zeichen Jesu auf Erden über seinen Sieg über den Tod. Der Tod wird uns nicht für immer vereinnahmen. Leid wird uns zwar nicht erspart bleiben, doch können wir es mit Jesus überwinden, selbst wenn es uns in den irdischen Tod führen sollte. Jesus ist der Auferstandene, und mit seiner Hilfe werden auch wir auferstehen und in das ewige Licht eingehen, welches vom ersten Tag der Schöpfung an unsere Bestimmung ist.