undefined. undefined NaN · Freitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Jer 20,10-13Evangelium · Joh 10,31-42

Erste Lesung — Jer 20,10-13

In der heutigen Lesung erfahren wir von der letzten Konfession des Propheten Jeremia, in der er zum wiederholten Mal sein inneres Ringen mit Gott und sein Leiden an seinem Auftrag ausspricht. Er soll gegen die Oberschicht der Stadt Jerusalem sprechen, denn dort wähnt man sich der Zusagen Gottes zu sicher und meint, sich nicht mehr an der Rechtsordnung Gottes orientieren zu müssen. Jeremias aber, wird verhöhnt und nicht ernst genommen. Sobald er mit seiner Verkündigung beginnt, beginnen die Anfeindungen. Seine Gegner beginnen, Pläne gegen ihn zu schmieden. Selbst seine Freunde werden ihm zu Gegnern. Sie warten darauf, dass er stürzt bzw. versuchen sie, ihn gefügig zu machen, damit er sich auf die Seite der Heilspropheten stellt, indem er eine heilvolle Zukunft ankündigt. Doch Jeremias vertraut weiter auf Gott, legt sein Schicksal in die Hand Gottes, bringt seine innere Zerrissenheit vor Gott und verfolgt seinen Auftrag weiter. Vertrauen in Gottes Gegenwart kann verletztes Lebensgefühl heilen und Mut schenken, den nächsten Schritt zu setzen. Jeremias fühlte sich damals zu jung, den göttlichen Auftrag zu erfüllen, manche von uns fühlen sich zu alt, um Neues zu wagen. Doch wenn wir eine Aufgabe als von Gott zugesprochen erkennen, versagt er uns seinen Beistand nicht. Mit Gott können wir den Sprung aus uns heraus wagen, denn er wird nicht zulassen, dass wir ins Bodenlose fallen. Hat er einen Weg für uns, dann steht er uns auch in all unseren Situationen der Not bei. Vertraue einfach auf Gott!

Evangelium — Joh 10,31-42

Am Fest der Tempelweihe zweifeln die Menschen noch immer an der wahren Identität Jesu, weil sie nicht glauben wollen. Jesu Anspruch, der Sohn des Vaters zu sein, wird als ungeheuerlich empfunden. Da nützen all die Werke nichts, die Jesus im Namen des Vaters vollbracht hat. Abermals greift man zu Steinen, um sie nach Jesus zu werfen. Warum fiel es den Menschen damals, insbesondere den Pharisäern und den Schriftgelehrten so schwer, an Jesus zu glauben? Sie lehnten Jesus ab, denn sie sahen in ihm nur einen Menschen, der sich selbst erhöhte und zu Gott machte. Und so wollten sie im Namen Gottes und mit Berufung auf Gott denjenigen töten, der in Wirklichkeit Gott war und der ihnen das wahre und ewige Leben bringen konnte. Was benötigst du, um an Jesus, den Christus, zu glauben? Seine größten sichtbaren Zeichen, die Erweckung von Toten oder seine eigene Auferstehung und Himmelfahrt, vermögen es bis heute nicht, alle Menschen restlos zu überzeugen. Vielen fällt es schwer, in Jesu Tod unsere Rettung oder ein von Gott beabsichtigtes Geschehen zu sehen. Wie kann man diesen Menschen helfen, nicht ihre Chance auf das ewige Leben durch Nichtglauben zu verwirken? Die einzige Möglichkeit, die uns als überzeugte Christen offensteht, ist, unser Leben in die Nachfolge Christi zu stellen, damit alle Zweifler das Wort Gottes an unseren Taten erkennen können und es vielleicht und hoffentlich in sich selbst aufnehmen und daran glauben.