undefined. undefined NaN · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Erste Lesung — Num 21,4-9
Der Weg durch die Wüste lässt die Israeliten daran zweifeln, ob das Weggehen aus der Sklaverei, wo es zumindest Nahrung gab, die richtige Entscheidung war. Sie fragen sich, ob Gott es tatsächlich gut mit ihnen meint und beginnen zu murren. Gott reagiert darauf, doch nicht so wie es sich die Israeliten erwartet hätten. Er schickt eine lebensbedrohende Plage, giftige Schlangen. Das Volk wird sich daraufhin seiner Undankbarkeit und seinem sündigen Verhalten bewusst und erbittet über Moses abermals um Fürsprache bei Gott. Diese Fürbitte zeigt Erfolg. Moses soll eine Schlange aus Kupfer anfertigen und an einer Stange anbringen. Wer gläubig auf diese Schlange blickt, wird gerettet werden. Beseitigt wir also nicht das Übel, sondern dessen Folgen, allein durch das Vertrauen in Gott. Unser Lebensweg gleicht dem Weg der Israeliten in die Freiheit. Wie oft müssen wir selbst Wüsten durchqueren, verlieren dabei das Vertrauen auf Gott und lassen uns zu einem „Murren“ gegen ihn verleiten. Mutlosigkeit kann einen überfallen, doch ohne Mut ist der Weg ins verheißene Land kaum durchzustehen. Mut und Vertrauen auf Gott sind unsere Retter gegen all das Gift, das in dieser Welt verspritzt wird. Unser Schutzschild ist Jesus, der Blick auf den Gekreuzigten bringt Heilung und Heil. Die große Schlange kann besiegt werden, von jedem von uns.
Evangelium — Joh 8,21-30
Am Ende des Laubhüttenfestes, in einem zweiten Gespräch Jesu mit den Pharisäern, erfahren wir in einer geheimnisvollen Rede Jesu über dessen Verbundenheit mit Gott, von der Sündenvergebung und seinem bevorstehenden Tod am Kreuz. Seinen Zuhörern fiel es schwer, den Weg Jesu, den er ihnen angekündigt hatte sowie auch all das von ihm Gesagte zu verstehen. Es offenbart sich dies in ihrer Vermutung, Jesus wollte mit seinem angekündigten Tod Selbstmord begehen und damit zurückkehren in die Hölle, denn diese wartet auf alle Selbstmörder. Jesus spricht in seiner Rede auch seine Erhöhung an, welche er am und durch das Kreuz erfahren sollte. Und erst dort, vor dem Kreuz, werden die Menschen ihn und die Wahrheit erkennen, wenn sie, die von unten, von der Erde, hinaufblicken zum Herrn. Doch wenn sie sich nicht von der Weltlichkeit abwenden, weiterhin in ihr verhaftet bleiben und nicht bereit sind, sich nach oben hin zu öffnen, werden sie zugrunde gehen. Darum müssen die Menschen bereit sein, an den Erhöhten zu glauben. Wer das nicht tut, wird in seinen Sünden bleiben, keine Vergebung erlangen und den ewigen Tod als Folge der Sünde erleiden. Am Ende seiner Rede kamen viele zum Glauben an ihn. Sie fügten sich ganz in den Einfluss und Wirkungsbereiches des Wortes. Nehmen wir uns diese Menschen zum Beispiel, auch wenn wir nicht immer Gottes Wort verstehen. Lassen wir dieses stets in uns wirken, sodass Gott in uns und durch uns wirken kann auf dieser Welt.