undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · Dan 13,1-9.15-17.19-30.33-62Evangelium · Joh 8,1-11

Erste Lesung — Dan 13,1-9.15-17.19-30.33-62

Die Erzählung von der Rettung der Susanna durch Daniel will zeigen, dass Gott gerecht ist und Recht schafft. Zwei Älteste, „ehrwürdige Herren“, vergehen sich an der bildhübschen Susanna, drohen ihr im Falle eines Verrates mit Gericht und wollen sie dadurch erpressen, gefügig zu sein. Sie machen sich selbst zu Handlangern des Unrechts und scheuen sich nicht vor tödlicher Korruption. Doch Susanna weigert sich, schreit um Hilfe, aber die beiden Übeltäter schreien noch lauter gegen sie, auch nach der Tat und bei der öffentlichen Anklage gegen sie. Susanna bleibt in ihrer Situation nichts anderes, als ihre Augen weinend zum Himmel zu erheben – und Gott greift ein. Er erweckt in Daniel göttlichen Geist und es gelingt ihm, die beiden Alten ihrer Tat zu überführen. Die Todesstrafe wird an ihnen vollzogen. Die dramatische Erzählung zielt aber nicht auf die Bestrafung zweier Täter. Das entspricht nicht Gottes Geist. Dem Geist, der in Daniel erweckt wird, geht es nicht ums Vernichten, er will die rettungslos Schwachen schützen. Es geht um das Lob eines Gottes, „…der alle rettet, die auf ihn hoffen“ (Dan 13,60). Aber wahrscheinlich steht hinter dieser Geschichte noch ein anderer Sinn: Susanna stellt das Volk Israel dar: Das treue Israel, das den Verlockungen der Heiden und Abtrünnigen Widerstand leistet und um keinen Preis seinem Gott die Treue bricht.

Evangelium — Joh 8,1-11

Eine Ehebrecherin stand als kleines Häufchen Elend inmitten einer aufgebrachten Menge, die bereit war, diese Frau vor Jesus, aufgrund ihres Vergehens – dem Gesetz entsprechend – zu steinigen. Es waren Schriftgelehrte und Pharisäer, die diese Frau vor Jesus gebracht hatten. Sie waren aber nicht der Gerechtigkeit willen mit ihr zu Jesus gekommen, sondern um Jesus eine Falle zu stellen. Sie fragten ihn hinterlistig: „Was sagst du?“ Jesus erkannte, was in ihren Herzen vorging, denn die meisten von ihnen waren nicht dazu bereit das zu tun, was sie als „Lehrer“ und „Vorbilder“ von den anderen forderten. Jesu Antwort entwaffnete seine Angreifer: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“ (Joh 8,7). Den Anklägern kam damit zu Bewusstsein, warum sie anklagten und wer sie selbst waren. Da begannen sie, sich zu schämen und gingen fort, die Älteren zuerst. Ohne Sünde ist niemand von uns. Deshalb sollen wir uns nicht anmaßen, andere wegen deren Sünden zu verurteilen. Dieses Recht steht nur dem einzigen Sündenlosen zu: Jesus Christus. Doch auch er beruhigt die Frau und sagt zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht“. Es ist dies ein starkes Trostwort an uns. Es zeigt die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes zu uns. Doch Jesus knüpft eine Bedingung an seinen Freispruch: Geh und versuche, von nun an nicht mehr zu sündigen! Versuche es zumindest und bemühe dich, gib dein Bestes!