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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Kön 5,1-15aEvangelium · Lk 4,24-30

Erste Lesung — 2 Kön 5,1-15a

Naaman, der Feldherr des Königs von Aram, ist an Aussatz erkrankt, jedoch ist hier nicht die ansteckende Lepra gemeint, sondern die Schuppenflechte, die im fortgeschrittenen Stadium ebenfalls die gesellschaftliche Isolierung des Kranken zur Folge hatte. Doch noch hat Naaman Zutritt zum König. Er sucht auf Empfehlung seines Königs Hilfe bei seinen Feinden, beim Propheten Elischa findet er diese. Aber dieser empfängt ihn nicht, er schickt einen Boten, der Naaman mitteilt, er möge zum Fluss gehen und siebenmal untertauchen. Naaman hat seine eigenen Vorstellungen, wie die Heilung vonstattengehen müsste, weigert sich vorerst einmal, um aber dann auf Anraten einer Dienerin es doch zu tun. Und er wird geheilt. Naaman ist also am Weg zu seinem Heil zuerst über sich selbst gestolpert und der Prophet Elischa versah seinen Dienst, ohne das ihm angebotene Dankgeschenk anzunehmen. Er versah einfach seinen Dienst am Nächsten, denn er war sich bewusst, dass er selbst im Dienst dessen stand, der ihn zu seinem Gehilfen erkoren hat und der selbst gibt, ohne Leistung dafür zu verlangen. Im Leben sollte es uns immer und ausschließlich darum gehen, den Willen Gottes zu tun; zu tun, was wir imstande sind zu tun, ohne dafür besonderen Lohn zu empfangen. Denn wir alle haben Talente von Gott erhalten und diese sollen wir zum Wohle aller einsetzen, ohne darauf besonders stolz zu sein oder uns dafür an anderen zu bereichern. Jeder von uns wird dereinst seinen Lohn empfangen und dieser wir für uns alle gleich sein: das ewige Leben. .März 2026

Evangelium — Lk 4,24-30

Bei Lukas beginnt Jesu Wirken in Galiläa mit einer Predigt in seiner Heimatstadt Nazaret. Die Menschen in der dortigen Synagoge staunten vorerst über seine Lehre. Doch bald wandelte sich dieses Staunen in eine feindselige Haltung, denn sie kannten diesen Jesus, den Sohn des Zimmermanns, und ausgerechnet dieser maßte sich an, ihnen Unglauben vorzuwerfen? Jesus war nicht überrascht über sein Scheitern in Nazaret und bestätigte dies mit den Worten: „Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.“ Wenn es nun schon Propheten schwer hatten, in ihrer Heimat anerkannt zu werden, wie schwer wird es dann erst für den Sohn Gottes, bei den Seinigen nicht auf Ablehnung zu stoßen, sondern auf freudige Aufnahme? Der Mensch benötigt aber ein sicheres Licht, das seinen Weg erkennbar macht. Dieses Licht brachten zu ihrer Zeit die Propheten und heutzutage ist es das Evangelium, die frohe Botschaft, welche uns den rechten Weg erleuchtet. Darum ist es nicht verständlich, dass all diese Lichtbringer auf so viel Widerstand stoßen. Es scheint, dass der Mensch mehr die Dunkelheit liebt als das Licht. Diese Dunkelheit ist bei vielen ein Spiegel ihrer Seele und deshalb vertragen so viele den Blick ins Licht nicht. Doch das wahre Licht blendet nicht, auch wenn es noch so hell leuchtet. Es zieht an, vermittelt Wärme, Liebe und Geborgenheit. Hast du dieses Licht in dich aufgenommen, kannst du für viele zum Lichtbringer werden. Zum Dank dafür wird dich dieses Licht dereinst in seine Herrlichkeit aufnehmen.